Strafen für Hunde?

1. April 2018
Es empfiehlt sich immer, mit positiver Verstärkung zu arbeiten, um Fehler zu korrigieren - sowohl bei Menschen als auch bei Hunden funktioniert das ausgezeichnet.

Strafen sind immer negativ belastet, doch das muss nicht unbedingt so sein. Es empfiehlt sich immer, mit positiver Verstärkung zu arbeiten, um Fehler zu korrigieren – sowohl bei Menschen als auch bei Hunden funktioniert das ausgezeichnet. Doch manchmal sind auch andere Maßnahmen notwendig. Heute gehen wir näher auf dieses Thema ein: Wie kann man einen Hund richtig bestrafen?

Strafen, die man vermeiden sollte

Es gibt „negative Strafen„, die man auf jeden Fall vermeiden sollte, denn damit kann das Verhalten des Hundes nicht verändert werden, doch die physische und mentale Gesundheit deines Vierbeiners kann daran leiden.

Hund bestrafen

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  • Physische Bestrafung: Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die physische Strafe eine Art der Misshandlung ist, dem Tier Schmerzen bereitet und Angst auslöst. Wenn diese Art der Strafe öfters benutzt wird, könnte sich der Hund daran gewöhnen und immer weniger verstehen, was du damit bezweckst.
  • Verbale Strafen: Mit Schreien oder dem Beschimpfen des Tieres wirst du nicht erreichen, dass es dir folgt. Vergiss nicht, dass der Hund deine Sprache nicht versteht und nicht folgsamer sein wird, weil du ihn anschreist.
  • Einsperren: Einen Hund einzusperren, wenn er sich falsch verhält, wird die Situation auch nicht verbessern. Das Tier versteht nicht, warum du das machst. Es wird winseln oder weinen und nervös und besorgt sein. Auch wenn du den Hund auf die Terrasse sperrst und nicht ins Haus lässt, wenn er will, macht das keinen Sinn.

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Eine negative Strafe kann nichts Positives bewirken! Der Hund kann sich daran gewöhnen und glauben, dass das ganz normal ist, er wird die Lektion damit jedoch nicht lernen. Die Beziehung zu deinem Hund wird daran allerdings leiden, denn das Tier verbindet deine Präsenz mit Negativem.

Es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten, einen Hund zu bestrafen, die ihm helfen, aus Fehlern zu lernen.

Positive Verstärkung, die perfekte Strafe

Eine Mutter hat sich die Methode des „grünen Kugelschreibers“ ausgedacht. Sie war es müde geworden, die Fehler ihrer Tochter mit einem roten Kugelschreiber zu korrigieren und keine Fortschritte zu sehen. Deshalb begann sie, mit einem grünen Kugelschreiber alle richtigen Worte zu markieren. Je grüner die Korrektur, desto besser die Arbeit. Und das funktioniert!

Wenn du möchtest, dass dein Hund den Befehl „komm“ lernt, wird er anfangs nur dann kommen, wenn er will. Wenn du dich über ihn ärgerst und ihm nicht zu erkennen gibst, dass er es einmal von den zehn Versuchen richtig gemacht hat, dann weiß der Hund nicht, was du von ihm willst.
Wenn du ihn jedoch für richtiges Verhalten belohnst, wirst du ihn dazu aufmuntern, gehorsam zu sein und alles wird viel einfacher sein.
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Hund belohnen oder bestrafen

Manchmal muss der Hund jedoch zurechtgewiesen werden. Wie macht man das?

Mit fester, jedoch nicht grober Stimme. Du schaust ihm direkt in die Augen, hältst ihn sanft am Hals fest, damit er nicht abhaut und sprichst kurz mit ihm. Es soll nicht lange dauern!

Es ist wichtig, den Hund von klein auf richtig zu erziehen, damit er sich dann das ganze Leben lang richtig verhält und gehorsam ist. Zeige ihm mit Liebe und positiver Verstärkung, wo es lang geht, sei konstant und geduldig, denn so kannst du verhindern, deinen Hund zu bestrafen.

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Es gibt viele Ansichten darüber, wie man einem Hund beibringen kann, nichts zu zerstören, nicht ins Haus zu pinkeln oder andere unangebrachte Dinge zu tun, doch vergiss nicht: Deinem Hund Angst einzujagen wird ihm nicht helfen, sein Verhalten zu verbessern, ganz im Gegenteil!

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