Erdbeben in Ecuador: Hund möchte sein Haus nicht verlassen

29. März 2018
Solidarität und Liebe zeigen in schwierigen Zeiten ganz besondere Kräfte, auch Haustiere führen uns dies immer wieder vor Augen.

In einer humanitären Tragödie wie der des Erdbebens in Ecuador wird das Schicksal vieler Tiere oft zur Nebensache. Doch gerade in schwierigen Extremsituationen wird die Treue von Hunden besonders deutlich. Deshalb ist es nicht verwunderlich zu erfahren, dass ein Hund sein durch das Erdbeben zerstörtes Haus nicht verlassen wollte.

Die Geschichte von Max, dem Hund der sein zerstörtes Heim nicht verlassen wollte

In sozialen Netzen war dieses Video von einem Hündchen zu sehen, das bei dem Erdbeben in Guayas seine Familie und sein Heim verlor. 

Mann und Hund nach Erdbeben

Alle drei Familienmitglieder fanden bei diesem Erdbeben den Tod. Der zurückbleibende Hund wollte den Ort nicht verlassen. Die Nachbarn brachten ihm Futter und Wasser, doch das Tier war seiner Familie auch weit über den Tod hinaus treu.

Der Hund Max wurde schließlich von anderen Familienmitgliedern aufgenommen und gepflegt, er erhielt auch Unterstützung von einem Tierarzt. 

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Auch der Hund Negro will nach dem Erdbeben sein Haus nicht verlassen 

Die Geschichte von Max ist nicht die einzige, die uns die Treue von Hunden vor Augen führt. Auch Negro wollte sein zerstörtes Zuhause nicht verlassen.

Auch diese Geschichte wurde über Facebook bekannt gemacht. Negro wurde von einem Fotografen zwischen den Trümmern seines Hauses im Stadtteil San Martín de Porres in der ecuatorianischen Hauptstadt gefunden. Auch in Quito waren die Folgen des Erdbebens zu spüren, wenn auch in geringeren Ausmaßen als in anderen Bereichen.

Der Fotograf wollte den Hund füttern, doch er verweigerte sich. Er wollte auch den Ort nicht verlassen, an dem er bis zu dem schrecklichen Ereignis glücklich mit seinen Besitzern lebte. Nach Tagen kehrte der Fotograf zurück und das Tier wartete immer noch auf seine Besitzer, jetzt akzeptierte er das Futter.
Diese Geschichte hatte ein Happy End, denn der Vierbeiner konnte seinen Besitzer finden. Zwar hatten sie ihr Zuhause verloren, doch sie konnten die gegenseitige Gesellschaft genießen.

Haustiere: die anderen Opfer des Erdbebens von Ecuador

Auch wenn sie nicht in den Nachrichten zu finden sind, wurden auch viele Haustiere Opfer der schrecklichen Situation nach dem Erdbeben in Ecuador. Manche konnten gerettet werden, andere konnten auf der Straße gefunden werden und wiederum andere verweigerten sich, ihr zerstörtes Zuhause zu verlassen, so wie Negro und Max.

Aus diesem Grund stellte das Centro Regional de Adiestramiento Canino (Regionaler Hundezüchterverein) zwei Tierheime zur Verfügung, um den betroffenen Tieren nach der Katastrophe Schutz zu geben.

Diese Tierheime befinden sich in Manta und Pedernales, jenen zwei Städten, die besonders stark vom Erdbeben betroffen waren. Freiwillige Helfer kümmern sich um die Tiere und nehmen auch Spenden entgegen, um den Tieren zu helfen.

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Hund und Besitzer bei Erdbeben
Quelle: Facebook de Camilo Cevallos Parra

Dieser Tierschutzverein führt unter anderem folgende Tätigkeiten durch, um vierbeinigen Erdbebenopfern zu helfen:

  • Tierärztliche Versorgung der Tiere, Futter und Wasser, sobald sie gefunden werden
  • Suche der Besitzer
  • Suche neuer Adoptivfamilien

In extremen Situationen wird Solidarität besonders deutlich 

Solidarität und Liebe zeigen in schwierigen Zeiten ganz besondere Kräfte, auch Haustiere führen uns dies immer wieder vor Augen. Wir haben gesehen, wie großzügig Nachbarn die Haustiere versuchten, Hunde zu versorgen, die ihre menschliche Familie verloren hatten, und wie treu die Tiere bis zum letzten Augenblick sind.

Nicht zu vergessen ist die uninteressierte Arbeit aller Helfer und Freiwilliger, die alles tun, um Leben zu retten, nicht nur Menschenleben, sondern auch das Leben von Hunden, Katzen oder anderen Tieren in Not.

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