Demodikose des Hundes: Ursachen, Symptome und Behandlung

4. März 2018
Diese Krankheit ist nicht ansteckend: Sie kann weder auf andere Hunde noch auf Menschen übertragen werden. 

Demodikose ist eine parasitäre Hauterkrankung, die zu Haarausfall, Entzündungen der Haut und Juckreiz führt. Wenn dein Hund daran leidet, ist eine rechtzeitige Behandlung sehr wichtig!

Diese Krankheit ist nicht ansteckend: Sie kann weder auf andere Hunde noch auf Menschen übertragen werden. Demodikose entwickelt sich nur bei dafür besonders anfälligen Hunden.

Ursachen, die zu einer Demodikose führen können

Demodexmilben fühlen sich bei behaarten Säugetieren besonders wohl und verbreiten sich sehr schnell. Wenn diese Parasiten Überhand nehmen, können Haarausfall und Hautentzündungen die Folge sein.

Demodexmilben sind insbesondere an den Haarfollikeln und den Talg- und apokrinen Schweißdrüsen des Hundes zu finden.

Demodikose bei Hunden

Doch warum entwickelt sich bei manchen Hunden durch die Demodexmilben eine Krankheit? Wenn das Immunsystem des Vierbeiners geschwächt ist, können sich diese Parasiten unkontrolliert verbreiten.

Meist handelt es sich jedoch um eine Erbkrankheit, deshalb empfiehlt man, zu verhindern, dass sich davon betroffene Tiere reproduzieren.

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Zu den Hauptauslösern zählt auch Stress, deshalb solltest du aufmerksam beobachten, ob die Krankheit stressbedingt auftritt, zum Beispiel durch veränderte Lebensverhältnisse des Hundes (Umzug, neues Familienmitglied, Verlust…).

Die Diagnose ist für einen Tierarzt sehr einfach. Die Symptome dieser Hautkrankheit sind einfach zu erkennen, doch eine Untersuchung tiefer Hautgeschabsel kann die Krankheit auf einfache Weise bestätigen.
Demodikose führt bei Hunden zu Haarausfall, Hautentzündungen und in ernsteren Fällen zu Hautverletzungen. Oft sind Stress oder genetische Faktoren dafür verantwortlich. 

Welche Symptome treten bei einer Demodikose auf?

Eine Demodikose kann bei Hunden in verschiedenen Formen auftreten:

  • Lokalisierte Demodikose: Betroffene Hunde zeigen meist vereinzelte haararme oder haarlose Stellen, häufig am Kopf (oft um die Augen) und am Hals. An dieser Art von Demodikose leiden häufig Welpen und Junghunde, meist verschwindet die Krankheit von selbst, sobald sich das Immunsystem der Tiere entwickelt. Experten gehen davon aus, dass die lokalisierte Demodikose nicht erblich ist.
  • Generalisierte Demodikose: In diesem Fall sind am ganzen Körper Hautveränderungen sichtbar. Der Verlauf der Krankheit hängt vom Schweregrad der Immunstörungen ab. Es kommt zu einem fokalen oder diffusen Haarverlust, wobei der Kopfbereich meist besonders davon betroffen ist. Die Haut ist ölig und der Geruch des Hundes intensiv. Darüber hinaus kommt es zu Papeln und Pusteln, die auch bluten können. Manche Hunde mit generalisierter Demodikose leiden auch an Fieber, Appetitlosigkeit und Niedergeschlagenheit. Diese Art von Demodikose ist meist genetisch veranlagt.
  • Pododemodikose: Diese Erkrankung äußert sich ausschließlich im Bereich der Pfoten. Dabei kommt es zu sekundären Verletzungen, die meist nur schwer heilbar sind. An den Pfoten können Schwellungen, Schmerzen und Juckreiz auftreten. Bestimmte Hunderassen sind besonders für diese Art von Demodikose prädisponiert.

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Behandlung von Demodikose bei Hunden

Wenn du befürchtest, dass dein Hund an dieser Hautkrankheit leidet, solltest du ihn schnellstmöglich von einem Tierarzt untersuchen lassen. Die medizinische Behandlung erfolgt durch die Beseitigung der ursächlichen Milben und die Kontrolle der sekundären Infektionen. 

Als Erstes werden die Haare an den betroffenen Stellen entfernt. Falls Verletzungen vorhanden sind, werden diese entsprechend behandelt. Normalerweise werden Antibiotika verabreicht.

Meist verschreibt der Tierarzt zur äußerlichen Therapie Amitraz, das in Deutschland unter dem Namen Extodex® zu finden ist, um die Milben abzutöten. Nach einer Zeit wird eine neue Hautprobe analysiert, um festzustellen ob sich die Anzahl an Demodexmilben reduziert hat.

Hund mit Demodikose leidet an Juckreiz

Um einen Rückfall zu vermeiden, ist es sehr wichtig, die genauen Ursachen herauszufinden. Wenn die Krankheit auf Stress oder ein geschwächtes Immunsystem zurückzuführen ist, kann der Hund dementsprechend therapiert werden.

Wenn das Tier jedoch genetisch veranlagt ist, wird die Krankheit früher oder später erneut auftreten.

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Tipps zur Vorsorge gegen Demodikose

Um das Risiko zu minimieren, kannst du folgende vorbeugenden Maßnahmen in die Praxis umsetzen:

  • Die regelmäßige Entwurmung sowie äußerlicher Schutz und die Beseitigung von Parasiten sind grundlegend. Lasse dich von deinem Tierarzt beraten und vergiss nicht, den Impfkalender einzuhalten.
  • Auch qualitativ hochwertige Ernährung, die an Rasse, Größe, Alter und andere Faktoren angepasst werden muss, ist eine wichtige Voraussetzung.
  • Es empfiehlt sich, sowohl Männchen als auch Weibchen zu sterilisieren. So kann man Stress während der Läufigkeit der Tiere verhindern.

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Vergiss nicht, dass sich Hunde mit genetisch veranlagter Demodikose nicht reproduzieren sollten! Vermeide ebenfalls die Verabreichung von Kortikosteroiden und anderen Medikamenten, die das Immunsystem belasten.

Quelle Titelbild: Andrew.

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