Todesstrafe für Hundebesitzer in Saudi-Arabien

· 26. Februar 2018
Die religiöse Sittenpolizei kann in Saudi-Arabien Hundebesitzer zum Tode verurteilen. 

Nicht in jedem Land sind Hunde willkommen. Traurig aber wahr: In Saudi-Arabien kann die Todesstrafe über Hundebesitzer verhängt werden. 

Hundebesitzer können mit dem Tod bestraft werden

stolze Hundebesitzer

Der Verkauf von Hunden sowie das Gassigehen wurde von der religiösen Sittenpolizei verboten, da saudi-arabische Männer beim täglichen Spaziergang einen Flirt mit einer Hundbesitzerin beginnen könnten.

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Wer einen Hund zu Hause hat, kann mit der Todesstrafe rechnen, wenn er entdeckt wird. Hunde werden von der Sittenpolizei nur in wenigen Fällen zugelassen:

  • Jagdhunde
  • Hütehunde
  • Wachhunde für Residenzen, die nicht anders geschützt werden können (nicht alle (nicht alle Islamschulen lassen dies zu).

Keinesfalls werden Haushunde geduldet, die zum Spiel und als treue Begleiter dienen.

Die religiöse Sittenpolizei kann in Saudi-Arabien Hundebesitzer zum Tode verurteilen.

Hunde gelten im Koran als unrein

Verschiedene Koranschulen interpretieren, dass Hunde im heiligen Buch als unrein bezeichnet werden. Auch wenn das für uns unvorstellbar ist, ist diese Meinung weit verbreitet.

Nicht immer war das so: Bereits vor 9000 Jahren lebten Menschen auf der Arabischen Halbinsel mit Hunden zusammen, die zur Jagd abgerichtet wurden. Dies ist alten Felszeichnungen zu entnehmen.

Doch durch die Interpretation der Worte Mohammeds wurden Hunde unbeliebt, da insbesondere der Kontakt mit dem Speichel des Hundes als unrein betrachtet wird. Wenn ein Hund ein Objekt ableckt, muss dieses 7 Mal gereinigt werden, das erste Mal mit Erde.

Opfer des extremen Islams

Für uns ist es unverständlich, dass Hundebesitzer in Saudi-Arabien mit dem Tod bestraft werden können. Doch wenn eine Religion radikal interpretiert und zum Gesetz wird, ist alles möglich. 

Was können sich Hunde in einer Gesellschaft erwarten, in der Frauen keine Rechte haben und Gefahr laufen, gesteinigt zu werden?

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Hunde und Muslime im Westen

Hundebesitzer mit seinem Vierbeiner

In westlichen Ländern ist die Meinung von Muslimen geteilt, manche sind stolze Hundebesitzer, andere wiederum lehnen Haustiere ab. Problematisch sind nur extremistische Einstellungen, die auch im Westen extreme Vorschriften verbreiten möchten.