Große Demos für bessere Tierschutzgesetze

15. Mai 2018
Sie können nicht sprechen oder sich verteidigen. Deswegen gibt es Menschen, die für sie sprechen und für ihre Rechte kämpfen. Wir berichten dir mehr über Demos für Tierschutzgesetze in Lateinamerika

Sie können nicht sprechen oder sich verteidigen. Deswegen gibt es Menschen, die für sie sprechen und ihre Rechte kämpfen. In diesem Artikel berichten wir von der großen Demo für Tierschutzgesetze, die glücklicherweise schon in mehreren Teilen der Welt durchgeführt wurde.

Friede und Tierschutzgesetze

Dies sind die beiden grundsätzlichen Prämissen, unter denen am 25. September des vergangenen Jahres aufmarschiert wurde. An diesem Tag fanden in verschiedenen kolumbianischen Städten Demonstrationen statt, deren Teilnehmer bessere Tierschutzgesetze forderten.

Die Aufmarschierer hatten sich im Vorhinein über die Internet-Plattform „Tiere frei von Folter“ (Animales Libres de Tortura) organisiert. Bei dem friedlichen Protest konnte man Schilder und Haustiere bewundern, oder auch Musik hören.

Die Idee war einfach: Die Demo sollte für alle Lebewesen, die auf dem Nationalgebiet wohnen, vorteilhaft sein. Das Motto hieß „Friede für die Tiere, Friede für die Natur„.  Verschiedene sozial engagierte Leute, Menschen aus dem öffentlichen Leben, Schüler, Studenten und Menschen allen Alters versammelten sich für die Hauptdemo.

Diese begann um 9 Uhr morgens auf dem Stierkampfplatz Plaza de Toros La Santamaría und endete auf dem Bolívar Platz. Die Veranstaltung gipfelte in einem spektakulären Konzert des philharmonischen Jugendorchesters der Stadt Bogota.

Weitere kolombianische Städte, die gleichzeitige Demonstrationen organisierten, waren Bucaramanga, Tunja, Popayán, Mosquera, Funza, San Juan de Pasto, Duitama und Vélez.

Die argentinische Demo für Tierschutzgesetze

Im letzten Juni organisierten Tierschützer und -retter aus der argentinischen Küstenstadt Mar del Plata eine Demo für bessere Tierschutzgesetze in der Plaza San Martín, direkt vor der örtlichen Kathedrale. Fast 500 Menschen erschienen zusammen mit ihren Haustieren. Ihr Motto war „Nicht einer weniger“ und sie marschierten, damit alle anderen merkten, dass sie die Stimme derer sind, die nicht sprechen können.

Durch diese Demo wurde auf die Gewalt gegen Tiere und Misshandlung von Tieren, die täglich stattfindet, aufmerksam gemacht. Die Veranstaltung fand in Stille statt. Die Teilnehmer hoffen, dass nun endlich bessere Tierschutzgesetze in Kraft treten werden.

Das wichtigste Thema war die Verantwortungslosigkeit der Haustierbesitzer. Davon abgesehen wurden auch Problematiken wie Arbeitstiere, Kampfhunde, schlechte Lebensumstände in den zoologischen Gärten oder Windhundrennen angesprochen.

Die Demo in Mexiko

Es scheint, als gäbe es dieser Zeit viele Demos für bessere Tierschutzrechte in Lateinamerika. Die dritte fand ebenfalls im Juni in Mexiko Stadt statt. Verschiedene gemeinnützige Organisationen und Vereine nahmen an der Demo teil. Dies spricht einerseits dafür, dass ein hohes Bewusstsein unter der Bevölkerung herrscht. Andererseits aber zeigt es, dass weiterhin Gesetze fehlen, die alle Lebewesen mit in Betracht ziehen.

Bei der Demo in Mexiko Stadt zeigten die Teilnehmer unter anderem, dass sie ein neues Gesetz willkommen heißen, das die Anwesenheit von Tieren bei öffentlichen Spektakeln wie etwa dem Zirkus verbietet.

Viele Teilnehmer der Demo hatten sich als Tiere verkleidet. So konnte der Zuschauer Tiger, Krokodile, Schweine, einen Killerwal und ein Zebra bei dem bunten Marsch bestaunen. Bei der Demo wurde es klar, dass es sich um ein Problem handelt, das alle Spezien angeht, und das durch menschliches Handeln verursacht wurde.Die Demo zog durch das historische Zentrum der Stadt. Es wurde dabei unter anderem auch gegen den Stierkampf, zoologische Gärten, Wasserparks, und Tierexperimente demonstriert.
Demo für Tierschutzgesetze

Was kann man für bessere Tierschutzgesetze tun?

Wenn du Tierschützer werden möchtest, dann gibt es viele Weisen den Wesen zu helfen, die keine menschliche Stimme haben. Zuerst kannst du herausfinden, was in deiner Stadt oder deinem Land am meisten den Tieren Schaden zufügt. Es gibt viele Studien, die dir dabei hilfreich sein könnten. Du kannst dich auf ein spezielles Problem konzentrieren, wie zum Beispiel der Walfang, Zirkustiere, Rassehundeverkauf, oder Arbeitstiere.

Der zweite Schritt ist es, aktiv zu werden. Wie? Informiere andere Menschen über die Daten, die du gesammelt hast. Erzähle deinen Mitmenschen davon, benutze die sozialen Netzwerke, oder werde in deinem Stadtteil, deiner Uni oder deiner Arbeit aktiv. Oft ist die fehlende Information die schlimmste Bestrafung, die die Tiere bekommen können.

Wir empfehlen dir auch insbesondere, eine Organisation oder Stiftung ausfindig zu machen, die sich für Tierschutzgesetze und Tierrechte einsetzt. Du könntest zum Beispiel Mitglied von Greenpeace oder dem WWF werden.

Bilderquelle: www.infobae.com y www.excelsior.com.mx

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