Große Verantwortung: Adoption eines behinderten Haustieres

Mit etwas Anstrengung, Liebe und Pflege kannst du sicher viele schöne Stunden mit deinem Haustier verbringen, es glücklich machen und auch selbst Glück in der vierbeinigen Gesellschaft finden.

Die Adoption eines behinderten Haustieres bedeutet eine große Verantwortung. Die Tiere benötigen nicht nur die normale tägliche Pflege (Spaziergang, Futter, Bad, Spiel, Reinigung…), sondern zusätzlich auch besondere Aufmerksamkeit und Zeit aufgrund ihrer Behinderung. 

Doch niemand, der großzügig und solidarisch ein behindertes Haustier adoptiert, wird dies bereuen. Warum? Viele berichten aus ihrer eigenen Erfahrung, dass diese Haustiere durch ihre Behinderung ganz besonders liebevoll, zärtlich und dankbar sind. 

Und du? Traust du es dir zu ein behindertes Tier zu adoptieren und diese große Verantwortung zu übernehmen? Dann lies diesen Artikel, um zu erfahren, was du dabei berücksichtigen musst.

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Papierkram für die Adoption eines behinderten Hundes

Verantwortung für behinderten Hund übernehmen

In diesem Fall sind die Formalitäten meist etwas anders als bei einer Adoption eines gesunden Tiers. Als Erstes wird normalerweise ein Gespräch mit dem Tierarzt vereinbart, der genau erklären kann, wie sich die Behinderung des Tiers auswirkt, welche besondere Pflege und Arzneimittel es benötigt. Darüber hinaus kann der Tierarzt andere wichtige Informationen geben.

Es ist wichtig, aufmerksam zuzuhören und sich zu überlegen, ob man tatsächlich ausreichend Zeit, Energie und finanzielle Mittel hat, um die erforderlichen Maßnahmen umzusetzen und dem Tier ein schönes neues Zuhause zu geben. 

Wenn der Tierfreund tatsächlich bereit ist, ein behindertes Tier zu adoptieren und diese große Verantwortung zu übernehmen, kann er die nächsten Schritte einleiten, die vom Tierheim vorgegeben werden.

Manche Tierschutzorganisationen stimmen einer Adoption nur dann zu, wenn es sich tatsächlich um jemanden handelt, der bereit ist, die Verantwortung für alle notwendigen Maßnahmen zu übernehmen und dies auch garantieren kann. Zur Hilfe werden manchmal Rabatte in Tierkliniken eingeräumt, um die finanzielle Belastung zu reduzieren.

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Behindertes Tier – Verantwortung und andere Dinge, die man berücksichtigen muss

Ein behindertes Tier braucht eine ganz spezielle Pflege. Es geht nicht um Mitleid und du darfst auch keine Angst haben, es zu berühren, da du ihm damit weh tun könntest. Ein behindertes Tier hat ganz besondere Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen.

Wenn du als geeinget befunden wurdest, ein behindertes Tier zu adoptieren, solltest du im Alltag folgende Tipps beachten:

Verantwortung für behinderte Katze

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  • Gib deinem Tier Raum. Alle Haustiere brauchen ihren eigenen Platz, der ihnen gleich am ersten Tag gezeigt werden sollte. Denk daran, wie du dich selbst fühlst, wenn du an einen unbekannten Ort kommst. Ein behindertes Tier braucht vielleicht etwas länger, um sich anzupassen. Es muss an allem riechen, sich jeden Winkel anschauen… natürlich hängt das auch von der spezifischen Behinderung des Tieres ab.
  • Berücksichtige die Behinderung des Tiers. Je nach Behinderung solltest du versuchen, das Leben deines Vierbeiners so angenehm wie möglich zu gestalten. Ein humpelnder Hund kann schlecht die Treppe hoch gehen, deshalb solltest du sein Plätzchen mit dem Hundebett, dem Fressnapf und dem Spielzeug möglichst ebenerdig einrichten. Wenn das Tier blind ist, solltest du einen Ort für es aussuchen, zu dem es ohne Hindernisse Zugang hat. Dein Einfühlsvermögen bringt dich sicher auf viele Ideen, wie du dem Tier helfen kannst.
  • Bereite dich auf Ausgaben beim Tierarzt vor. Auch wenn es dem Tier vielleicht offensichtlich gut geht, braucht es vielleicht regelmäßige tierärztliche Untersuchungen, die du auf jeden Fall einhalten solltest. Das Leben deines Haustiers kann davon abhängen.
  • Liebe, Liebe und noch mehr Liebe. Das ist der Schlüssel, um jedes Tier glücklich zu machen, unabhängig davon, ob es behindert ist, oder nicht. Doch ein behindertes Tier benötigt besonders viel Aufmerksamkeit und Zeit, vielleicht wurde es misshandelt und leidet an einem Trauma. Liebe ist in diesem Fall die beste Medizin.

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Mit etwas Anstrengung, Liebe und Pflege kannst du sicher viele schöne Stunden mit deinem Haustier verbringen, es glücklich machen und auch selbst Glück in der vierbeinigen Gesellschaft finden.

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