Wie reagiert das Gehirn eines Hundes, wenn er seinen Besitzer sieht?

5. Februar 2018
Die Freude eines Hundes, wenn es seinen Besitzer sieht ist unübersehbar. Aber was spielt sich dabei in seinem Gehirn ab?

Jeder weiß, dass die Beziehung zwischen einem Hund und seinem Besitzer einzigartig und besonders ist. Wenn der Vierbeiner sein Herrchen oder Frauchen sieht, kann er seine Gefühle nicht verstecken. Doch was passiert in diesem Moment im Gehirn des Hundes?

Eine von der Universität von Mexiko durchgeführte Studie wollte genau das herausfinden: Welche Gefühle hat ein Hund, wenn er mit seinem Besitzer zusammen ist?

Wie wurde die Studie über das Gehirn des Hundes durchgeführt?

Zur Durchführung der Studie wurden fünf Collies, ein Golden Retriever und ein Labrador ausgewählt. Bei allen Hunden wurde während der Tests eine MRT (Magnetresonanztomographie) vom Gehirn durchgeführt.

Die Hunde wurden einem einfachen Test unterzogen: Sie mussten sich Fotos von Menschen und unterschiedlichen Objekten ansehen.

Studie über Gehirn von Hunden

Die Tiere zeigten bei den Bildern von beliebigen Gegenständen keine Reaktion, das Gehirn der Hunde „aktivierte“ sich jedoch beim Betrachten von Fotos mit Menschen.

Nach Aussagen der Experten „könnte dieser Teil des temporalen (assoziativen) Kortex bei Hunden anatomisch und funktionell ähnlich den Hirnregionen anderer Spezies, wie zum Beispiel des Menschen, sein“.

Diese Erkenntnis deutet darauf hin, dass Hunde, um Gesichter zu erkennen, einen Teil ihres Gehirns benutzen, der dem des menschlichen Gehirns sehr ähnlich ist. Laut der Studie kam es zu einer Art „Explosion“ der Hirnaktiviät in den subkortialen Regionen, während es keine Reaktion gab, wenn den Hunden Fotos von normalen Gegenständen gezeigt wurden.

Somit konnte bewiesen werden, dass, im Gegensatz zum allgemeinen Glauben, unsere Hunde uns nicht nur am Geruch erkennen, sondern auch an unseren Gesichtszügen und anderen körperlichen Merkmalen.

Dein Hund kennt dein Gesicht und erkennt es aus der Ferne! Interessant, nicht wahr?

Wenn man noch nie ein Tier geliebt hat, schläft ein Teil der Seele weiter.

Anatole France

Das erklärt auch, warum dein Tier so glücklich ist, wenn es dich sieht, während es diese Gefühle gegenüber anderen Personen nicht zeigt. Dein Vierbeiner ist in der Lage, völlig unbeeindruckt durch Straßen voller Menschen zu laufen, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, doch sobald er dich entdeckt, macht er Freudensprünge.

Weitere interessante Studien

Je mehr Studien mit Tieren durchgeführt werden, desto mehr wird uns bewusst, welche großartigen Vorteile es mit sich bringt, ein Haustier zu besitzen. Hier wollen wir noch einige Studien zusammenfassen, die genau dies belegen:

Gehirn von kleinen Hunden

  • Hunde helfen dabei, Stress zu reduzieren: In einer Studie konnte bestätigt werden, dass Haustiere Stress lindern. Du kannst dir damit Therapien und Tabletten ersparen, du brauchst nur Zeit mit deinem Vierbeiner. Auch im Büro helfen Haustiere gegen Stress!
  • Therapiehunde: Hunde werden schon lange für Therapien mit Kindern und Erwachsenen eingesetzt. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Anwesenheit von Hunden auf kranke Menschen einen positiven Effekt hat. Damit kann unter anderem das Selbstwertgefühl gestärkt werden, das Leben bekommt Sinn, die Mobilität kann verbessert werden…
  • Sie machen uns glücklicher: Eine Studie zeigte, dass Haustiere glücklich machen. Sie haben viele Vorteile, denn sie reduzieren nicht nur Stress, sondern zwingen dich auch zu mehr Bewegung und schenken dir viel Liebe!
  • Sie gehören zur Familie: Haustiere werden zum Teil der Familie, sie adoptieren dich und leisten dir Gesellschaft.

Es gibt unzählige Studien, die beweisen, dass Haustiere viele Vorteile für die Gesundheit haben. Darum fragen wir uns: Was können wir für sie tun? Ihnen dafür dankbar sein und unsere Liebe und Zuneigung zeigen.

Unsere Tiere haben sich verdient, was sie uns schenken: bedingungslose Liebe und grenzenlose Treue.

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