Welche Arten von Krebs kann ein Hund erschnüffeln?

5. März 2018
Sie suchen Bomben, Drogen oder auch verschwundene Personen. Doch das ist noch nicht alles: Hunde können auch Krebs erschnüffeln.

Hunde verfügen über unglaubliche Fähigkeiten. Sie sind nicht nur treue, liebevolle Begleiter, sondern auch eine wichtige Hilfe in verschiedenen Situationen. Sie suchen Bomben, Drogen oder auch verschwundene Personen. Doch das ist noch nicht alles: Hunde können auch Krebs erschnüffeln.

Assistenzhunde können auch im Unterricht von Kindern helfen und beispielsweise ihre Lesefähigkeit verbessern. Auch in der Therapie von Personen mit Autismus oder Down-Syndrom können Hunde gute Dienste leisten. Doch in unserem heutigen Artikel geht es um das Erschnüffeln von verschiedenen Krebsarten.

Hunde und die Diagnose von Krebs

Hund kann Krankheiten erschnüffeln

Mit einer speziellen Ausbildung können Hunde Krankheiten wie Epilepsie oder Diabetes riechen, denn sie verfügen über einen außergewöhnlichen Geruchssinn. Auch beim Erschnüffeln von Krebs sind die Samtpfoten sehr effizient.

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Ende der 80er Jahre wies eine Mischung aus Border Collie und Pinscher seine Besitzerin beharrlich auf ein Muttermal hin. Die Frau ließ sich von einem Hautarzt untersuchen, der ein Melanom feststellte. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie leistungsstark die Nase eines Hundes sein kann! 

Wie kann ein Hund Krebs erschnüffeln?

Hunde verfügen über eine fast unvorstellbare Anzahl an Riechzellen, der Schäferhund glänzt beispielsweise mit rund 220 Millionen Geruchsrezeptoren. Die menschliche Nase hingegen bringt es höchstens auf 5 Millionen Riechzellen und schneidet deshalb im Vergleich ziemlich schlecht ab.

Ein Hund hat zum Beispiel die Fähigkeit, einen Blutstropfen in einem olympischen Schwimmbad zu erschnüffeln! Wenn er entsprechend trainiert wird, kann ein Vierbeiner auch bestimmte Krankheiten riechen. 

Er entdeckt flüchtige organische Verbindungen (VOC), die sich durch die Krankheit im ganzen Organismus verbreiten.

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Welche Arten von Krebs kann ein Hund riechen?

  • Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Durch das Beschnüffeln einer Harnprobe kann ein Hund rund 93-95% der Fälle erkennen. Mit ihrer feinen Nase erkennen die speziell trainierten Hunde Mikro-Stoffe, die auf eine Krebserkrankung hinweisen. Durch ein kurzes Winseln wird die Diagnose gestellt!
  • Eierstockkrebs kann von einem Hund ebenfalls im Anfangsstadium erkannt werden. Die Genauigkeit beträgt bei rund 90%. Problematisch ist allerdings, dass in 60% der Fälle der Krebs bereits weit fortgeschritten ist. Da viele Symptome im Frühstadium auch auf andere Krankheiten zurückgeführt werden können, ist eine frühzeitige Diagnose nicht einfach. Hunde können Eierstockkrebs jedoch anhand einer Urinprobe erschnüffeln.
  • Hunde können Lungenkrebs am Geruch des Atems erkennen, hier liegt die Trefferquote bei 100%!
  • Wir haben bereits die Geschichte einer Frau erzählt, die durch ihren Hund auf den Hautkrebs aufmerksam gemacht wurde. Durch Training können Hunde Hautkrebs am Körpergeruch erkennen.
  • Darm-, Nieren- und Eingeweidekrebs kann mit einer Trefferquote von rund 98% erschnüffelt werden. Hier riecht der Hund am Atem oder dem Stuhl der erkrankten Personen, um eine Diagnose zu stellen.
  • Aus manchen Studien geht auch hervor, dass trainierte Hunde in der Lage sind, Brust- und Blasenkrebs zu erkennen.

Training von Hunden zur Erkennung von Krebs

Hund kann Krankheiten erschnüffeln

Labradorhunde eignen sich besonders gut für diese Arbeit, denn sie lieben es, auf Spurensuche zu gehen und ihre Geruchszellen zu nutzen. Experten gehen jedoch davon aus, dass jede Hunderasse entsprechend trainiert werden kann. 

Der Geruch ist bei jeder Krankheit unterschiedlich, deshalb ist ein ganz spezifisches Training grundlegend, um tatsächlich eine Diagnose stellen zu können. In diesem Training werden Hunde durch positive Verstärkung (Belohnung) geschult, um eine bestimmte Krankheit zu erkennen.

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