Die Ernährung des Basilisk und seine Merkmale

15. Oktober 2019
Der Basilisk ist ein solch beeindruckendes Tier, dass sein Aussehen unzählbare Geschichten und Fabeln unter den Menschen erzeugt hat. Dennoch ist der Basilisk mehr als nur ein Mythos oder ein Rätsel der tropischen Wälder.

Die stechenden gelben Augen, die sich von seiner wunderbaren smaragdgrünen Haut abheben, lassen den Basilisk zu einem gefürchteten und gleichzeitig auch verehrten Wesen werden. Es handelt sich hierbei zweifellos um eines der klassischen natürlichen Wunder der tropischen Wälder.

In unserem Artikel informieren wir dich über die Ernährung dieses Leguans und seine Eigenschaften.

Die Morphologie des Basilisks erinnert uns an einen Drachen. Die Schönheit dieses Tieres nährt die Legende der reptilischen Bestie, nach der er benannt wurde, eingeschlossen des Glaubens, dass nur ein Blick von ihm die Fähigkeit hat, uns zu versteinern.

Dieser Glaube besteht schon seit Jahrhunderten und auch heutzutage gibt es noch einige Eingeborene, die glauben, dass der heutige Basilisk fantastische Mächte hat.

Brillante Schönheiten

Der grüne Basilisk, den man auch Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons) nennt, erhält seinen Namen von dem griechischen Wort basiliskos, was ,kleiner König‘ bedeutet. Dieser Name bezieht sich auf seinen Kopfschmuck, der einer Tierkrone ähnlich ist.

Diese Spezies ist zweifellos die schönste der vier, die man in der Gattung kennt.

Seine Färbung besteht aus intensiven, elektrischen Grüntönen, die normalerweise mit weißen, gelben oder bläulichen Flecken übersät sind. Die Männchen haben zwei hohe Kämme auf dem Kopf und Lappen auf den Wirbeln, die den ganzen Körper und Schwanz hinunterreichen. Sie sind sehr beeindruckend.

Dieser einzigartige Aspekt ist es auch, der ihnen so viel Aufmerksamkeit in den Volkslegenden brachte.

Die Weibchen sind durchaus weniger aufsehenerregend und haben einen viel kleineren Kamm auf dem Kopf, der manchmal auch gar nicht vorhanden ist. Auch die Wirbellappen sind weitaus weniger ausgeprägt. Der Basilisk kann 60 bis 76 Zentimeter lang werden. Zwei Drittel dieser Länge sind allerdings der Schwanz.

Der Basilisk zeichnet sich durch Beweglichkeit aus

Basilisken sind sehr beweglich und haben lange Zehen, die mit scharfen Krallen bewaffnet sind. Sie erlauben es ihnen, schnell die Bäume hinaufzuklettern. Die hinteren Zehen sind mit kleinen Schuppen überwachsen, die nach hinten zeigen.

Das vergrößert die Oberfläche der Haut gegen die Wasseroberfläche. So schaffen sie es auch, über das Wasser zu rennen.

Diese Fähigkeit, über Wasseroberflächen zu laufen, ist eines der hervorstechendsten Merkmale des Basilisks. Doch dies hat man allerdings auch bei Spezies in konvergenter Evolution beobachtet, wie zum Beispiel den Segelechsen. Dank dieser Fähigkeit nennt man den Basilisk auch Jesus-Christus-Echse.

Exotische Echse sitzt auf einem Baumstamm

Natürlicher Lebensraum und Fortpflanzung

Die Mitglieder der Gattung Basiliscus befinden sich in Zentralamerika, vom Süden Mexikos bis zum Norden Südamerikas. Der Stirnlappenbasilisk lebt im Raum von Guatemala bis Costa Rica.

Normalerweise kann man sie entlang von großen Flüssen und Buchten beobachten, die von üppigen, dicht bewachsenen Wäldern umringt sind. Hier befinden sich die meisten Exemplare.

Sie klettern zwar auch in Baumspitzen bis zu 15 Metern höhe, doch der Basilisk verbringt für gewöhnlich seine Zeit in der Nähe des Wassers, um zu jagen oder vor annähernden Gefahren zu fliehen.

Befruchtete Weibchen bereiten einen flachen Graben vor, in den sie bis zu zwanzig Eier legen. Die Mutter hinterlässt die Eier dort unbewacht und die Jungen werden mit der Fähigkeit zu rennen, zu klettern und zu schwimmen geboren.

Die Ernährung des Basilisk in der freien Natur

Man hat eine breite Palette an Nahrungsmitteln in den Mägen der freilebenden Basilisken gefunden. Dazu gehören Fische, Frösche, Eidechsen und Vögel. Sie verschmähen auch nicht Wirbellose, wie zum Beispiel Krabben, Ameisen, Käfer, Fliegen, Grashüpfer, Heuschrecken, Grillen und Flusskrebse.

Doch der Basilisk frisst auch Pflanzen, wie zum Beispiel Samen, Obst, Beeren und Blätter. Man kann also sagen, dass es sich um einen Allesfresser handelt.

Der Basilisk sieht aus wie ein kleiner Drache

Wovon ernährt der Basilisk sich in Gefangenschaft?

In Gefangenschaft werden Basiliken hauptsächlich durch lebendige Insekten ernährt. Sein Futter muss viel Proteine enthalten und leicht verdaulich sein. Man weiß, dass sie besonders gerne braune Grillen verschlingen, doch es können auch schwarze Grillen, argentinische Schaben oder Feldheuschrecken sein.

Möchte man die Ernährung etwas abwechslungsreicher gestalten, dann kann man ihnen auch andere Insekten, wie zum Beispiel Mehlwürmer, die Larven der großen Wachsmotte oder auch getrocknete Fliegenlarven anbieten.

Ihr Terrarium muss jeden Morgen mit Wasser besprüht werden, damit es genügend Feuchtigkeit enthält und ein tropisches Umfeld simuliert. Man kann ihnen auch ein Wassergefäß hinstellen.

Ergänzung in der Fütterung von Basilisken

Um den Tieren eine optimale Ernährung zukommen zu lassen, damit sie schön gesund  bleiben, ist es notwendig, ihnen ergänzende Stoffe zu füttern, wie zum Beispiel Kalzium, Vitamine und Mineralstoffe. Die bekommt man oft als Pulver verkauft.

Kalzium sollte täglich der Ernährung hinzugefügt werden, am besten streut man ein wenig über das Futter. Vitamine sollte ein junger Basilisk ebenfalls täglich erhalten, doch ausgewachsene Tiere brauchen sie nur alle zwei Tage.

Jegliches lebendiges Futter für den Basilisk sollte ebenfalls voll von Futter für Insekten sein. Das bedeutet, dass man das lebendige Futter erst mal selbst gut ernährt, bevor man es dem Basilisk anbietet. Einige Zoofachgeschäfte bieten allerdings auch schon ,gesättigtes‘ lebendiges Futter an.

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