Schnoodle: Alles über diese Rasse

Der Schnoodle zählt zu den Hybridhunden, bei denen die Eltern zwei unterschiedlichen Rassen angehören. In diesem Fall sind das Schnauzer und Pudel.
Schnoodle: Alles über diese Rasse
Sara González Juárez

Geschrieben und geprüft von der Psychologe Sara González Juárez.

Letzte Aktualisierung: 26. Dezember 2022

Der Schnoodle ist ein sehr beliebter Hund – meistens ist er eine direkte Kreuzung zwischen einem Schnauzer und einem Pudel. So setzt sich sein Name auch aus den beiden Ursprungsrassen zusammen – Schn-oodle. Die Menschen lieben diese Designerrasse wegen ihres niedlichen Aussehens und dem aktiven und anhänglichen Charakter.

Wenn du mehr über diesen Mischling wissen willst, sagen wir dir in diesem Artikel alles, was du wissen solltest. Außerdem erfährst du, wie es um die allgemeine Gesundheit des Schnoodles bestellt ist und welche besondere Pflege er braucht – lies weiter!

Wo kommt der Schnoodle her?

Wir wissen nicht genau, wann Züchter*innen damit anfingen, Schnauzer und Pudel zu kreuzen, aber man schätzt, dass dies vor etwa 40 Jahren geschah, als dieser Kreuzung auch der Name verliehen wurde. Wie andere Mischlinge ist auch der Schnoodle von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) nicht als Rasse anerkannt.

Schnoodle: Alles über diese Rasse

Merkmale der Rasse

Der Körper des Schnoodles ist gut proportioniert und athletisch. Das Fell gehört zu seinen besten Eigenschaften, denn es ist üppig, lang und lockig. Es kann dichter sein, wie es beim Schnauzer der Fall ist, oder seidig wie beim Pudel. Die Farbe seines Fells ist variabel, aber meistens ist es grau, schwarz, weiß, braun oder goldfarben.

Je nach Größe der Elterntiere kann der Schnoodle eine von fünf verschiedenen Varianten sein:

  • Riesig: Er wiegt 30–32 Kilogramm und misst 66 Zentimeter bis zum Widerrist.
  • Standard: Mit einem Gewicht von 20–30 Kilogramm und einer Höhe von 50 bis 66 Zentimetern ist er eine Kreuzung aus der Durchschnittsgröße der beiden Elternrassen.
  • Mittelgroß: Er wiegt 12–20 Kilogramm und ist etwa einen halben Meter groß.
  • Miniatur: Er wiegt 6–12 Kilogramm und ist 30–40 Zentimeter groß.
  • Toy: Diese Variante wiegt nur 3–6 Kilogramm und wird nie größer als 30 Zentimeter.

Ein weiteres charakteristisches Merkmal dieser Rasse ist, dass sie manchmal die Bärte und buschigen Augenbrauen des Schnauzers entwickelt. Obwohl diese Charakteristika nicht allzu auffällig sind, neigt der Schnoodle dazu, ein dichteres Fell im Gesicht zu haben.

Wie lässt sich der Charakter eines Schnoodles beschreiben?

Dieser Hundemix gehört zu den äußerst geselligen Rassen. Schnoodles sind sehr freundliche Hunde und geben Halter*innen ständig “Liebesbeweise”. Obendrein haben sie viel Energie und einen ausgeprägten Spieltrieb, sodass sie ideal für lange Spaziergänge in Parks und im Gelände sind. Man sollte überdies beachten, dass sie gerne schwimmen.

Der Schnoodle ist ein hochintelligenter Hund. Obendrein ist er neugierig und mutig, was diese Hunde zu großartigen “Schülern” macht, wenn es darum geht, Tricks einzustudieren.

Allerdings sind sie jedoch auch schüchterne Hunde, wenn es um andere Exemplare der gleichen Art geht. Ideal wäre eine gute Sozialisierung von klein auf, da es sonst zu Verhaltensstörungen im Umgang mit anderen Hunden kommen kann.

Braucht der Schnoodle besondere Pflege?

Da es sich um einen Hund mit viel Energie handelt, ist tägliche Bewegung sehr wichtig. Andernfalls kann es zu Verhaltensproblemen kommen, die typisch für aufgestaute Energie sind, wie z. B. zerstörerisches Verhalten oder Angststörungen.

Entsprechend seinen psychologischen Bedürfnissen braucht der Schnoodle geistige Anregung für Zeiten, in denen er sich mit sich alleine beschäftigen muss. Er ist kein Hund, der den ganzen Nachmittag in einer Ecke liegt und schläft; er will aktiv sein und mit dir interagieren. Verbringe viel Zeit mit ihm und wechsle sein Spielzeug regelmäßig aus.

Das Fell ist ein weiteres Merkmal des Schnoodles, das du bei der Pflege berücksichtigen solltest. Da das Haar eines Schnoodles dicht und lockig ist, muss es täglich gebürstet werden, um abgestorbene Haare zu entfernen und Verfilzungen und Nester zu vermeiden.

Der Vierbeiner sollte nicht zu häufig gebadet werden. Es ist ratsam, den Schnoodle zum Hundefriseur zu bringen, wenn es an der Zeit ist, ihn zu duschen, denn dort erhält er die beste Behandlung für die Erhaltung der Gesundheit von Haut und Haar.

Wie steht es um die Gesundheit des Schnoodles?

Diese Rasse ist anfällig für typische Krankheiten des Schnauzers und des Pudels. Es scheint jedoch, dass die Häufigkeit dieser Krankheiten bei dieser Kreuzung geringer ausfällt. Einige der wichtigsten sind die folgenden:

  • Ohrenentzündung: Aufgrund seiner großen Hängeohren (an die die Luft nur schlecht herankommt) neigt der Schnoodle zu Ohrenkrankheiten, insbesondere verursacht durch Pilze und Bakterien.
  • Grauer Star (Katarakt): Diese Veranlagung stammt vom Pudel. Dabei handelt es sich um eine fortschreitende Trübung der Augenlinse, die das Sehen erschwert.
  • Diabetes: Diese Krankheit wiederum wird vom Schnauzer vererbt. Sie kann durch eine ausgewogene Ernährung und hochwertiges Futter verhindert werden.
  • Verrenkung der Kniescheibe: Diese Verletzung wird ebenfalls vom Pudel vererbt und tritt auf, wenn die Kniescheibe ausgekugelt wird.
  • Hüftdysplasie und andere Gelenkprobleme: Diese Pathologie wird nicht von den Elterntieren vererbt, sondern ist ein häufiges Problem bei großen Rassen. Aus diesem Grund tritt sie eher bei den Riesen- und Standard-Schnoodle-Rassen auf.
Schnoodle: Alles über diese Rasse

Wie du siehst, sind die Probleme, an denen diese Hybrid-Hunderasse leiden kann, nicht sehr ernst und es ist möglich, sie mit der richtigen Pflege zu verhindern. Achte darauf, dass du den Impf- und Entwurmungsplan deines Hundes auf dem neuesten Stand hältst und ihn regelmäßig untersuchen lässt. So stellst du sicher, dass du viele glückliche Jahre mit deinem niedlichen Vierbeiner verbringen kannst.

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  • The Modern Kennel Conundrum. (2015, 11 febrero). The New York Times Magazine.
  • Veterinarians.org Team. (2021, 27 octubre). The Schnoodle: A Short Guide to an Adorable Dog Breed. Veterinarians.Org. Recuperado 7 de diciembre de 2021, de https://www.veterinarians.org/schnoodle/
  • Duarte Rodríguez, L. Z., & Acuña Acosta, O. T. (2004). Estudio comparativo del perfil lipídico y glicemia en caninos obesos de las razas poodle y labrador (Doctoral dissertation, Universidad Cooperativa de Colombia, Facultad de Ciencias de la Salud, Medicina Veterinaría y Zootecnia, Bucaramanga).

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