Mein Hund sträubt sich vor dem Bürsten – was tun?

· 10. Januar 2019
Das Bürsten ist der Schlüssel zu einem hygienischen und gepflegt glänzenden Hundefell, deshalb ist es so wichtig, dass man die Fellnase langsam daran gewöhnt

Unsere Hunde lieben uns wie verrückt, doch wenn es an das Bürsten geht, dann fliehen sie regelrecht von uns! Egal, ob wir sie gerade gebadet haben oder ob es sich nur um das tägliche Bürsten dreht, die meisten Hunde suchen das Weite.

Wenn du zu denjenigen gehörst, deren Fellnase ebenfalls die Bürste scheut, dann haben wir hier einige Ratschläge für dich bereit, damit sich das ändert.

Mein Hund sträubt sich vor dem Bürsten: was kann ich tun?

Das Bürsten ist ein essenzieller Teil der Hygiene des Hundes. So entfernt man lose Haare, das Fell bleibt sauber und glänzend und das Tier sieht besser aus. Außerdem werden auch abgestorbene Hautzellen entfernt.

Deshalb ist es so wichtig, dass uns der Hund erlaubt, ihn zu bürsten. Die Frage ist nur, wie wir das schaffen? Im Folgenden haben wir einige Tipps für dich.

Gewöhne ihn an die Bürste

Sollte dein Hund dir zeigen, dass er Angst vor der Bürste verspürt, so kannst du ihm helfen, sich mit ihr anzufreunden, indem du ihn an ihre Gegenwart gewöhnst.

Lege dazu die Bürste auf den Boden und gib einige seiner Lieblingsleckerli um sie herum. Gib ihm die Gelegenheit, sich anzunähern, daran zu schnuppern und seine Belohnung zu fressen.

Unser Lesetipp: Tipps, um einen Wasserhund zu bürsten

Wenn dann nichts Fressbares mehr um die Bürste herumliegt, kann es sein, dass er anfängt, mit ihr zu spielen. Zwinge ihn zu nichts, lasse ihn sich von selbst an den Gegenstand annähern.

Hebe die Bürste nicht vom Boden auf, sondern lasse sie zu einem weiteren Spielzeug für ihn werden. Dadurch gewöhnt er sich schnell an ihre Anwesenheit und merkt, dass ihm nichts geschieht, wenn die Bürste in seiner Nähe ist. 

Zwei-seitige Bürste

Überprüfe die Bürsten

Überprüfe, welche Bürste du benutzt. Möglicherweise ist sie nicht für deinen Hund angebracht. Es gibt viele verschiedene Hundebürsten und welche man benutzen sollte, hängt von der Größe des Hundes, seiner Fellart und -länge ab.

Sprich mit deinem Tierarzt, um die beste Wahl zu treffen. Eine falsche Bürste kann die Haut deines Hundes schädigen, vielleicht nimmt er deshalb Reißaus.

Wähle den richtigen Moment

Jetzt weißt du also, dass du die richtige Bürste für deine Fellnase erworben hast. Probiere sie aber nicht gleich an ihm aus. Verstecke sie in der Nähe deines Sitzplatzes. Bestimmt kommt dein Vierbeiner gleich zu dir gelaufen.

Lies auch: Wie man seinen Hund ohne Drama badet

Streichle ihn ein wenig und wenn er entspannt ist und dich nicht ansieht, kannst du beginnen, ihn sanft zu bürsten. Fange zuerst mit den Händen an, benutze dann die Bürste und wechsle wieder ab, damit es nicht zu aggressiv für ihn wird.

Lerne die richtige Technik zum Bürsten

Vielleicht sträubt sich dein Hund vor dem Bürsten, weil deine Technik nicht die richtige ist. Manchmal bewegen wir die Bürste zu langsam aus Angst davor, ihm weh zu tun. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Möglicherweise gehst du auch zu ruppig dabei vor.

Wie bürste ich meinen Hund?

Abhängig vom Fell des Hundes, müssen wir eine oder andere Technik zum Bürsten benutzen. Denk auch daran, dass man Hunde, die Knoten im Fell haben, nicht auf die gleiche Art bürsten kann.

Entferne zuerst die Knoten

Ein Hund mit Knoten im Fell leidet schrecklich, wenn wir versuchen, sie herauszubürsten. Am besten suchen wir die Knoten mit den Händen und versuchen vorsichtig, sie auch mit diesen zu lösen. Du kannst auch die Hilfe eines Kammes dazu in Anspruch nehmen.

Ist das Fell zu sehr verknotet, dann brauchen wir eine Schere. Sind die Knoten sehr groß, weil du deinen Hund eine ganze Weile nicht gebürstet hast, dann musst du sie vermutlich herausschneiden.

Benutze Produkte, die das Fell weich machen

Im Tierfachhandel kann man Produkte erwerben, die man sowohl auf nassem als auch auf trockenem Fell anwenden kann.

Sie helfen dabei, das Fell zu entwirren. Wenn du diese Produkte benutzt, dann gleitet die Bürste leichter durch das Fell und die Prozedur wird so weniger störend für deinen Hund.

Wir wissen, dass einige Aufgaben etwas unangenehmer sind als andere, besonders, wenn es um die Hygiene unserer Haustiere geht. Doch mit diesen Ratschlägen und ein wenig Geduld, kannst du es schaffen.

Dann wirst du nie wieder sagen „Mein Hund sträubt sich vor dem Bürsten!“