Angsttraining bei Hunden: 5 ergänzende Therapien

Ergänzende Therapien unterstützen Hundehalter beim Angsttraining ihrer Vierbeiner. Erfahre heute, welche Möglichkeiten es gibt.
Angsttraining bei Hunden: 5 ergänzende Therapien

Letzte Aktualisierung: 29. Oktober 2022

Ob Menschen, Transportmittel oder Lärm: Ängste sind bei Hunden keine Seltenheit und können das Zusammenleben in der Familie stark erschweren. Ohne gezieltes und kontinuierliches Training lassen sich die Unsicherheiten der Tiere, ihr Stress sowie die konkreten Angstzustände nicht bewältigen. Ergänzende Therapien unterstützen Hundehalter beim Angsttraining ihrer Vierbeiner zusätzlich.

1. Bach-Blütenessenzen

Ängste bei Hunden lassen sich mit einem durchdachten Programm für eine Verhaltensänderung auflösen oder zumindest stark lindern. In Verbindung mit beruhigenden Therapieformen kann das Training noch effektiver gestaltet werden.

Einige davon gehen auf die Kraft der Pflanzen zurück und machen sich bestimmte Substanzen zunutze. Darunter die vom britischen Arzt und Homöopath Edward Bach entwickelten Pflanzenessenzen, die heute als Bach-Blütenessenzen bekannt sind und auch für Tiere Verwendung finden. Die für Hunde gängigen Essenzen sind als Rescue ® Tropfen (Rescue Remedy) bekannt. Sie setzen sich aus fünf Essenzen zusammen:

  • Drüsentragendes Springkraut (Impatiens)
  • Weiße Waldrebe (Clematis)
  • Kirschpflaume (Cherry Plum)
  • Doldiger Milchstern (Star of Bethlehem)
  • Gelbes Sonnenröschen (Rock Rose)

Diese Mischung kann bei Stress, Anspannung, Orientierungslosigkeit, Angst, Panik und Schocks helfen. Eine klassische Dosis sind vier Tropfen, die ins Trinkwasser der Hunde oder auf ein Leckerli gegeben werden. Auch direktes Verabreichen ins Maul ist denkbar.

ergänzende Therapien gegen Angst von Hunden

2. Ergänzende Therapien: CBD-Öle

Eine weitere pflanzliche Option zur Beruhigung von ängstlichen Hunden ist Cannabidiol (CBD) – eine Substanz aus der weiblichen Hanfpflanze (Cannabis). Diese wird mit Trägerölen unter anderem als leicht dosierbares Öl in kleinen Glasflaschen mit Pipetten angeboten. CBD ist nicht psychoaktiv, sondern soll unter anderem angstlösend und entkrampfend wirken. Zwei nützliche Wirkweisen während des Trainings von Angsthunden.

Was Hundefreunde wissen sollten, um hochwertiges Cbd Öl für Hunde zu kaufen und richtig zu dosieren, wird auf dem Portal für Tiergesundheit und Tiermedizin Vet-Doktor erklärt. Im Preisvergleich werden mehrere empfehlenswerte Produkte mit Top-Bewertungen aufgeführt.

Wie Cannabidiol im Körper wirkt und welche Vorteile damit generell einhergehen, haben wir in einem separaten Ratgeber über CBD-Öle für Hunde thematisiert. Beispielsweise kann CBD auch bei Arthritis, Entzündungen und Nervosität Linderung bringen.

3. Massagen als körpernahe Behandlung

Massagen wirken sowohl auf Menschen als auch Hunde überaus entspannend und wohltuend. Beim Trainieren mit ängstlichen Vierbeinern kann das Massieren eine wunderbare Ergänzung und ein angenehmer Ausgleich sein. Zudem tragen Massagen in vielerlei Hinsicht zur körperlichen Gesundheit bei. Unter anderem wird das Lymphgefäßsystem angeregt, der Blutkreislauf optimiert und das Ausschwemmen von Giftstoffen aus dem Körper gefördert. Aber auch der Ausführende – also der Mensch – tut sich beim Massieren seines Schützlings etwas Gutes: Zweibeiner entspannen sich dabei ebenso und der Blutdruck sinkt.

Ein professioneller Hundemasseur ist zwar nicht nötig, aber unvorbereitet und ohne jegliche Kenntnisse sollten die Tiere dennoch nicht „therapiert“ werden. Die einfachen Massagetechniken, die auch von Laien durchführbar sind, reichen von Kneten über die Streichmassage bis hin zur Massage mit den Fingerspitzen. Im Video zeigt die Tierheilpraktikerin und Autorin des Buchs „Hunde-Wellness für Einsteiger“ Carolin Caprano worauf es ankommt:

4. Tellington-Training

Eine massageähnliche Technik wurde von Linda Tellington-Jones entwickelt und ist als Tellington TTouch bekannt. Sie wird für die geistige und körperliche Heilung angewandt. Leiden Hunde unter Angst, ist das Tellington-Training besonders interessant, weil die Methode angstbedingtes Verhalten und extreme Angst mindern soll. Mehr dazu auf der Internetseite des Tellington TTouch® Verein Deutschland e.V.

5. Ergänzende Therapien: Bandagen

Während Umarmungen durch Menschen von vielen Hunden als angsteinflößend und verunsichernd empfunden werden, können Körperbandagen Angstzustände eindämmen oder gar heilen. Dies gelingt durch das von ihnen ausgehende gleichmäßige Druckgefühl, das eine beruhigende Wirkung hat. Unter anderem wird diese ergänzende Methode bei Ängsten vor Geräuschen, Fellpflege, Artgenossen, Menschen und fremden Umgebungen genutzt.

Auch in Kombination mit TTouch sind Bandagen ein wirkungsvolles Hilfsmittel für angstleidende Tiere. Das Spektrum reicht von speziellen TTouch-Bandagen (Körperbänder), T-Shirt-Bandagen (auch leicht selbst herzustellen) bis hin zum sogenannten Anxiety Wrap. Letzteres Zubehör wurde von Susan Sharpe entwickelt, einer zertifizierten TTouch-Praktikerin und Hundetrainerin.

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