Böhmischer Raubart: Eigenschaften und Charakter

5. Juli 2019
Wie sein Name es schon sagt, kommt dieser Raubart aus der Region Böhmen, die heutzutage in der tschechischen Republik liegt. Es ist ein Hund, der sich in jeglichem Terrain bewiesen hat und geradezu ideal für lange Wanderungen und Wälder.

Die Hunderasse Böhmischer Raubart kennt man auch unter dem Namen Cesky Fousek. Es handelt sich hierbei um eine loyale und freundliche Rasse, der man auch den Spitznamen „der ideale Jagdhund“ gegeben hat. Deshalb ist der Böhmische Raubart eine sehr beliebte Rasse.

Er stammt aus der alten Region Böhmens, die heutzutage in der Tschechischen Republik lebt, doch alle Welt glaubt, er sei aus Frankreich. Referenzen zu den böhmischen Jagdhunden, von denen man annimmt, dass sie vom Fousek abstammen, findet man in Dokumenten, die bis zum 14. Jahrhundert zurückreichen.

Die politische Aufruhr zu Beginn des 20. Jahrhunderts war besonders in Osteuropa sehr gewalttätig. Für den Cseky Fousek war sie fast tödlich. Als der Krieg sich in dieser Region ausweitete, kam seine Zucht zum Stillstand. 1918, zu Ende des Krieges, hörte das österreichisch-ungarische Reich auf zu existieren und eine neue Nation wurde hervorgerufen: Tschechoslovakien. Doch der Fousek war fast ausgestorben.

Auch heutzutage gibt es nur wenige Exemplare der Rasse, doch sie ist aufgrund ihrer Fähigkeiten als Retriever und Pointer sehr beliebt. Wegen ihrer Treue und Vielseitigkeit hat sie sich diese Beliebtheit auch verdient. Insbesondere beliebt ist die Rasse in Frankreich: die Leute liebten die Nase dieses Hundes und seine hervorragende Fähigkeit zur Jagd.

1887 betrachtete man die Rasse Böhmischer Raubart als eine beständige Standardrasse. Im folgenden Jahr wurden in England Klassen für diesen Hund organisiert.

Es war unvermeidlich, dass diese bezaubernde Rasse sehr populär wurde. Während des zweiten Weltkrieges ging diese Beliebtheit jedoch zurück. Zum Glück für Haustierliebhaber und Jäger gewann der böhmische Raubart jedoch seine Beliebtheit nach dem Krieg zurück.

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Böhmischer Raubart im Feld

Böhmischer Raubart: Merkmale

Sein Ziegenbart ist zweifellos sein hervorstehendstes Merkmal. Die Form und Größe machen ihn zum idealen Pointer und Retriever.

Sein Körper ist länglich und nicht sehr hoch und er kann sich an fast jegliches Gelände anpassen. Seine Kraft und Ausdauer stechen besonders hervor. 

Das Fell ist rau und immer glatt, ist ebenfalls für alle Gelände geeignet. Es besteht generell aus einer äußeren grauen Schicht, lang und glatt mit braunen Flecken.

Die innere Schicht ist hingegen dicht, weich und fein. Sie bietet ihm Schutz in schlammigem Gelände und beschützt ihn sogar vor Kälte. Die Bewegungen dieser Rasse sind sehr schnell und effizient.

Persönlichkeit und Temperament

Ein böhmischer Raubart ist ein sehr vielseitiges Tier: als Haustier sehr liebenswert, doch erbarmungslos bei der Jagd. Als Familientier ist er sehr liebenswürdig, loyal und immer dazu bereit, seine Bezugsmenschen zufriedenzustellen, ihnen Freude zu bereiten und lieb zu ihnen zu sein.

Er geht auch friedfertig mit anderen Tieren und sogar mit unbekannten Personen um.

Der böhmische Raubart hat auch eine Reihe von Fähigkeiten, die ihn sehr beliebt machen. Es handelt sich um einen guten Hund im Feld, der auf die Beute hinweist und sie zurückbringt und besonders gut im Wald und Moor jagt.

Außerdem befolgt er die Anweisungen des Jägers und agiert dennoch unabhängig.

Böhmischer Raubart mit verschneiter Nase

Im Haus jagt er auch Ratten und Mäuse. Man muss wohl kaum erwähnen, dass dieser Hund eine feste Hand bei der Erziehung braucht, und dass er sich nicht für die Haltung in beengten Räumen eignet, da er viel Platz und Auslauf braucht.

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Böhmischer Raubart: Pflege und Gesundheit

Diese Rasse liebt es, im Feld zu laufen, zu spielen und zu joggen. Sie braucht täglich viel Auslauf, damit sie ihre Energie loswird. 

Um Probleme mit dem Gehör zu vermeiden, sollte man die Ohren rein halten. Das Fell um die Region des Hörkanals sollte kurz gehalten werden.

Du solltest den böhmischen Raubart ein oder zwei Mal pro Woche bürsten. Außerdem ist es notwendig, mindestens zwei Mal pro Jahr abgestorbenes Fell zu entfernen.

Diese Rasse kann im Freien leben, so lange man ihr einen warmen Unterschlupf bietet. Sie hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren und leidet nur selten unter Krankheiten.

Es kann jedoch zu Hüftdysplasie, externer Otitis, Ektropium und Entropium kommen. Um diese Probleme rechtzeitig zu erkennen, sollte der Tierarzt Untersuchungen der Hüfte und der Augen des Hundes anordnen.

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