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Ersticken von Hunden: 7 Ursachen

5 Minuten
Zahlreiche Objekte und verschiedene Situationen können bei Hunden zum Ersticken führen. In diesem Artikel erfährst du, wie du in derartigen Situationen vorgehen musst.
Ersticken von Hunden: 7 Ursachen
Samuel Sanchez

Geprüft und freigegeben von dem Biologen Samuel Sanchez

Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2022

Viele Hundebesitzer mussten mit ansehen, wie ihr Hund an einem Gegenstand oder seinem eigenen Futter erstickt ist. Es gibt verschiedene Gründe, die zum Ersticken von Hunden führen können. In einer derartigen Situation darfst du keinesfalls die Nerven verlieren, ganz egal, wie beängstigend sie für dich auch sein mag.

Der Grund dafür ist der, dass dein Hund deine Panik sehr genau spürt. Und das wiederum verschlimmert seine eigene Angst noch zusätzlich. Wenn du die Situation so ruhig wie möglich angehst und einige wichtige Schritte befolgst, kannst du deinem Hund am besten helfen. In unserem heutigen Artikel werden wir dir die sieben häufigsten Erstickungsursachen bei Hunden aufzeigen und dir sagen, wie du dich verhalten solltest.

1. Spielzeug und Futter

Hunde beißen in der Regel mehr ab, als sie kauen können. Wenn dein Hund zum Schlingen neigt, solltest du daher darauf achten, wie viel Futter er jeweils zu sich nimmt. Normalerweise wird der Bissen kleiner werden, während der Hund kaut, bis er ihn dann schließlich herunterschlucken kann. Wenn aber die Futterstücken zu groß sind oder er zu viel auf einmal im Maul hat, kann er sich daran verschlucken. Dies ist eine mögliche Ursache für das Ersticken von Hunden.

Auch Knochen, Schuhe oder Holz können tödlich sein, wenn du deinen Hund nicht genau beobachtest, während er damit spielt.

Darüber hinaus können auch Futterreste wie Knochen, Samen oder sehr große feste Stücke in der Luftröhre deines Hundes stecken bleiben und die Atemwege teilweise oder ganz blockieren. Dies kann besonders dann passieren, wenn dein Hund sein Futter sehr hektisch herunterschlingt. Daher solltest du deinen Hund beim Fressen und Spielen stets beaufsichtigen. Wenn das Spielzeug oder der Knochen klein genug ist und vollständig in das Maul deines Tieres passt, solltest du es vorsichtig entfernen, um ein Ersticken zu verhindern.

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2. Ersticken von Hunden durch Ertrinken

Grundsätzlich solltest du die Schwimmfähigkeiten deines Hundes nicht überschätzen. Daher solltest du ihn keinesfalls in einem See oder Pool alleine und unbeaufsichtigt schwimmen lassen. Wenn dein Hund in einem offenen Gewässer schwimmt, sich weit entfernt vom Ufer befindet und körperlich erschöpft ist, könnte Wasser in seine Atemwege gelangen und sein Leben gefährden. Um das erste Szenario zu vermeiden, ist es eine gute Idee, Rampen im Pool zu installieren und deinem Hund zu helfen, wenn er vom Schwimmen müde wird.

3. Inhalation von Rauch oder Kohlenmonoxidvergiftung

Eine weitere Ursache für das Ersticken von Hunden ist das Einatmen des durch ein Feuer aufsteigenden Rauches. Ebenso kann es an unbelüfteten Orten wie einer Garage oder auf einem Parkplatz zu einer Kohlenmonoxidvergiftung kommen. Daher solltest du dein Tier möglichst nicht an diesen Orten alleine lassen oder dafür sorgen, dass es sich gar nicht erst an derartigen Orten aufhält.

4. Ersticken von Hunden: Hitzschlag

Vielleicht hast du im Sommer auch schon einmal einen Hund gesehen, der im Auto eingesperrt war und der mit hängender Zunge verzweifelt versucht hat, sich aus diesem “Backofen” zu befreien. Diese Situation gefährdet das Leben des Hundes erheblich, insbesondere bei hohen Außentemperaturen. Der Grund hierfür ist der, dass das Tier nach einer Weile nur noch schwer atmen kann, da im Fahrzeug keine Luft zirkuliert. Daher solltest du deinen Hund niemals für längere Zeit alleine im Auto zurücklassen, um ihn nicht zu gefährden!

5. Stürze

Eine weitere Erstickungsursache bei Hunden sind Stürze, insbesondere wenn der Brustkorb, der Hals oder die Brust verletzt werden. Faktoren wie Alter und Gewicht des Tieres bestimmen die Schwere der Verletzung, da die Knochen und der Knorpel des Halses mit der Zeit schwächer werden und infolgedessen leichter brechen.

6. Ersticken von Hunden durch Krankheiten

Einige Erkrankungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für das Ersticken von Hunden. Tracheobronchitis, besser bekannt als Zwingerhusten, ist eine der bekanntesten Krankheiten in diesem Zusammenhang. Der Zwingerhusten überträgt sich durch Nasensekrete oder Niesen. Dieser Zustand führt dazu, dass ein Hund häufig hustet. Die gute Nachricht ist, dass die Erkrankung behandelt werden kann.

Juvenile Pyodermie ist eine weitere Krankheit, unter der Welpen leiden können. Sie verursacht eine Schwellung des Rachens und der Lymphknoten.

7. Ungeeignete Halsbänder

Gewöhnliche Dinge wie Halsbänder können für Hunde gefährlich sein, wenn sie zu eng sind. Daher solltest du das Halsband deines Hundes regelmäßig überprüfen, insbesondere wenn er noch wächst. Denn dadurch kannst du verhindern, dass dein Tier an einem zu engen Halsband erstickt. Ein Trick besteht darin, zwei Finger zwischen den Hals deines Hundes und das Halsband zu legen, um ihm mehr Platz und Luft zum Atmen zu verschaffen.

So kannst du dem Ersticken von Hunden vorbeugen

Es gibt einige Methoden, die helfen können, Erstickungsfälle bei Hunden zu verhindern. Die beste Empfehlung ist jedoch, deinen Hund immer im Auge zu behalten, unabhängig von seinem Alter oder wie sehr du ihm vertraust. Nachfolgend findest du zwei wichtige Methoden, die deinem Hund in extremen Situationen das Leben retten können.

  1. Das Heimlich-Manöver. Deine Körperhaltung hängt von der Größe deines Hundes ab. Wenn er klein ist, legst du ihn mit dem Rücken nach unten auf deinen Schoß. Dann machst du mit einer Hand eine Faust und legst diese unter das Brustbein. Deine andere Hand befindet sich auf deiner Faust. Jetzt drückst du den Bauch deines Hundes zusammen oder klopfst ihm vier Mal mit der Handfläche auf den Rücken.
  2. Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW). Wenn das Objekt nicht herauskommt, solltest du deinen Hund auf den Boden auf seine rechte Seite legen. Wenn es sich um einen Welpen handelt, legst du deine geöffneten Hände jeweils an eine Seite seiner Brust. Ist dein Hund hingegen groß und ausgewachsen, legst du beide Hände auf seinen Brustkorb, eine über die andere. Abschließend führt du pro Minuten 60 Kompressionen durch, wobei du nach jeweils 30 Kompressionen 2 mal eine Mund-zu-Mund-Beatmung durchführst. Setze diese Behandlung so lange fort, bis dein Hund wieder zu atmen beginnt.
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Abschließende Gedanken

Diese beiden Methoden sind für Notsituationen gedacht. Wenn du deinen Hund nicht wieder zum Atmen bringen kannst, musst du natürlich umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Um derartige Situation zu verhindern, solltest du immer genau auf die Spielzeuge zu achten, mit denen dein Hund normalerweise spielt, und die oben genannten Situationen wann immer möglich vermeiden. Darüber hinaus solltest du jederzeit dazu bereit sein, deinem Hund im Ernstfall Erste Hilfe leisten zu können.


Alle zitierten Quellen wurden von unserem Team gründlich geprüft, um deren Qualität, Verlässlichkeit, Aktualität und Gültigkeit zu gewährleisten. Die Bibliographie dieses Artikels wurde als zuverlässig und akademisch oder wissenschaftlich präzise angesehen.


  • RCP para gatos y perros. Recogido el 22 de febrero de 2021 de https://depts.washington.edu/learncpr/spanish/cat&dog.html
  • Monóxido de carbono. Recogido el 22 de febrero de 2021 de https://espanol.epa.gov/cai/monoxido-de-carbono


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