Campylobacter-Infektion, die durch Hunde übertragen wird

· 8. April 2019
Eine Infektion durch Campylobacter wird normalerweise spätestens nach 10 Tagen Behandlung geheilt, doch Kinder und alte Menschen sind durch diese Krankheiten stärker betroffen.

Es gibt viele Krankheiten, die von unseren Haustieren übertragen werden können, deshalb müssen wir uns gut informieren. In unserem Artikel erklären wir dir mehr über die Infektion durch Campylobacter, eine Bakterie, die in Hunden vorhanden ist und bei uns unter anderem Durchfall auslösen kann.

Was muss man über die Infektion durch Campylobacter wissen?

Einer der hauptsächlichen Gründe für Durchfall ist die Infektion durch Campylobacter, die zu den häufigsten Lebensmittelvergiftungen zählt. Millionen von Menschen sind jedes Jahr davon betroffen, insbesondere Babys, Jugendliche und junge Erwachsene, die in unhygienischen Zuständen leben.

Die Gattung Campylobacter besteht aus verschiedenen Bakterien (wie zum Beispiel JejuniColi und Fetus), die häufig in Nutz- und Haustieren vorkommen.

Diese länglichen Mikroorganismen brauchen nur wenig Sauerstoff um zu überleben und bewegen sich nicht von allein. Sie setzen sich in den Gedärmen fest und werden mit dem Kot ausgeschieden.

Die Ansteckung ergibt sich durch die Einnahme von Wasser oder Lebensmitteln, die von den Bakterien beschmutzt sind. Man kann sich auch anstecken, wenn man in Kontakt mit Kotresten einer infizierten Person kommt, wie beispielsweise eine Mutter, die ihr Baby wickelt.

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Hund und Mensch auf dem Sofa

Welche Symptome ergeben sich bei einer Infektion durch Campylobacter?

Die hauptsächlichen Symptome beginnen etwa 2 Tage, nachdem die Bakterie in den Organismus eingedrungen ist. Die Krankheiten, die durch sie erzeugt werden, kann man in zwei Gruppen einteilen:

1. Darmkrankheiten

Zwei Bakterienarten rufen diese hervor: Campylobacter Coli und Jejuni. Man kann sie binnen 10 Tagen heilen. Das bekannteste Symptom ist Durchfall. Es kann auch zu Darmentzündung, Fieber, Bauchschmerzen, Kopfweh, Übelkeit, Erbrechen und generellem Unwohlsein kommen.

2. Extraintestinale Erkrankungen

Diese werden hauptsächlich durch die Campylobacter Fetus Bakterie hervorgerufen. Sie sind zwar seltener doch schwerwiegender. Sie beeinträchtigen das Herz und die Blutgefäße und können Herzinnenhautentzündung und Herzbeutelentzündung verursachen.

Diese Bakterien können ebenfalls eine neurologische Erkrankung namens Guillain-Barré-Syndrom, Harnwegsentzündungen, Bauchspeicheldrüsenentzündung und Arthritis hervorrufen.

Diagnose, Behandlung und Vorbeugung vor einer Infektion durch Campylobacter

Wenn man einige der zuvorgenannten Symptome identifiziert, und wenn man sich bewusst ist, dass man mit einem Nutz- oder Haustier in Kontakt war – insbesondere mit seinem Kotdann sollte man schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Manche Ärzte verordnen eine Blutanalyse, um festzustellen, ob es Veränderungen der weißen Blutkörperchen oder des pH-Wertes des Bluts gibt. Man kann auch eine Stuhlprobe oder eine Blutkultur durchführen lassen.

Behandlung der Campylobacter Infektion

Besteht eine Diagnose von Infektion durch Campylobacter, so muss der Arzt eine Behandlung verschreiben. Da durch Durchfall Flüssigkeitsmangel entsteht, ist es wichtig, isotonische Getränke zu sich zu nehmen, um dem Organismus verlorenes Wasser und Elektrolyte wieder zurückzugeben.

In den ersten vier Tagen empfiehlt es sich nicht, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Danach sollte man adstringierendes Essen in geringen Mengen verzehren: Kartoffeln, Zwieback, Reis, gegrilltes Hühnchen oder Fisch.

Bei schweren Fällen kann auch eine Behandlung mit Antibiotika oder antimikrobiellen Medikamenten verschrieben werden.

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Die Prognose ist bei den meisten Patienten gut und sie erholen sich binnen 10 Tagen. Man muss allerdings bedenken, dass Kinder unter zwei Jahren, alte und immungeschwächte Menschen zu Risikogruppen gehören.

Kann man einer Infektion vorbeugen, wenn man Haustiere hält? Natürlich geht das. Hygiene ist dabei grundlegend, weshalb man sich die Hände waschen sollte, nachdem man mit dem Hund gespielt hat oder seine Fäkalien entfernt hat.

Man muss auch alle Utensilien desinfizieren, die mit dem Kot des Tieres in Kontakt gekommen sein könnten, unsere Lebensmittel gründlich waschen, im Urlaub kein Wasser aus Flüssen trinken und den Verzehr von unpasteurisierten Milchprodukten vermeiden.