Was bedeutet eigentlich das Bellen bei Hunden?

22. Mai 2019
Hunde bellen aus verschiedenen Motiven. Es kann sich hierbei um alles Mögliche handeln: von Langeweile bis hin zu Problemen mit dem Revier. Außerdem kann es auch daran liegen, dass sie sich erschreckt haben, gestresst oder vielleicht frustriert sind.

Es handelt sich zwar hierbei um eine Form, in der unsere Vierbeiner sich mitteilen, doch oft verstehen wir das Bellen bei Hunden nicht so wirklich. In unserem Artikel erklären wir dir deswegen, was das verschiedene Gebell unserer Fellnasen bedeuten soll. Das ist wirklich faszinierend!

Warum gibt es das Bellen bei Hunden?

Teilen wir unser Heim mit einem Hund, so wissen wir, dass dieser aus verschiedenen Gründen bellt. Manchmal verstehen wir jedoch nicht wirklich, was er uns mitteilen will, wir schimpfen ihn sogar dafür aus oder vielleicht macht es uns auch Angst.

Deshalb ist es wirklich wichtig zu verstehen, was das Bellen bei Hunden bedeutet.

1. Bellen bei Hunden: aus Stress

Es gibt verschiedene Dinge, die unser Haustier stressen können. Das hängt einerseits von der individuellen Persönlichkeit ab, von seinen Erfahrungen, oder aber andererseits auch von der Rasse.

Um ihren Stress zum Ausdruck zu bringen, anstatt ihn in sich zu tragen, eignen die Tiere sich dann bestimmte Gewohnheiten an und dazu gehört auch das Bellen bei Hunden.

Häufig können wir zwar nicht bestimmen, wann der Hund aus Stress zum „Beller“ wird, doch sicherlich ist es möglich, ihn zu beobachten, um festzustellen, in welchen Situationen er sich besonders lautstark äußert. 

Erlebte er schwierige Lebenssituationen in seiner Vergangenheit, hat er lange Zeit isoliert verbracht oder ist er frustriert, dass du ihm etwas verboten hast (wie beispielsweise einen kleinen Ort zu durchqueren), dann ist es höchstwahrscheinlich, dass er seinen Stress durch Gebell  zum Ausdruck bringt.

2. Bellen bei Hunden: aus Langeweile

Leider gibt es zu viele Hunde, die den Großteil des Tages allein verbringen müssen, und dann wird es ihnen natürlich dabei auch langweilig. Kommt es zu Langeweile bei unseren Fellnasen, dann beginnen sie oft, uns „Streiche“ zu spielen. 

Sie buddeln die Pflanzen aus oder knabbern sie an, sie ziehen die Kleidung ihres Bezugsmenschen aus dem Schrank und verteilen sie im ganzen Haus, oder aber es kommt zum Jaulen und Bellen bei Hunden.

Die einzige Art und Weise wie wir dies herausfinden, ist, wenn uns ein – für gewöhnlich verärgerter – Nachbar darüber informiert oder wenn das Gebell so laut ist, dass man es schon aus weiter Entfernung hört.

Das geschieht ebenfalls, wenn das Tier allein im Hof, im Garten oder auf der Terrasse bleiben muss, obwohl seine Bezugsmenschen zu Hause sind.

Um diese Art von Bellen bei Hunden zu vermindern, empfiehlt es sich, ihnen ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken, ihnen vielleicht etwas Spielzeug zur Verfügung zu stellen und spielend mit den Fellnasen Zeit zu verbringen, wenn wir wieder nach Hause zurückkehren.

Welpe bellt

3. Gebell aus überschwänglicher Freude

Reicht es deiner Fellnase nicht aus, wie verrückt mit dem Schwanz zu wedeln und hoch in die Luft zu springen, wenn sie dich beim Nachhausekommen begrüßt, du ihr Futter gibst oder es Zeit für den langersehnten Spaziergang ist?

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Dann gehört sie wahrscheinlich zu jenen Vierbeinern, die ihren Enthusiasmus und ihre Freude durch Bellen zum Ausdruck bringen.

Ist das Tier zu sehr erregt, wie es etwa beim Agility-Training oder anderen Prüfungen geschehen kann, so kommt es dazu, dass es unkontrollierbar bellt.

4. Bellen bei Hunden aufgrund äußerer Stimuli

Das Gehör eines Hundes ist extrem gut entwickelt, viel besser als das eines Menschen. Das ist eine Tatsache, über die du bestimmt schon Bescheid weißt. Deshalb ist es auch ganz normal, dass sie Geräusche hören, die wir gar nicht wahrnehmen.

Doch bleibe ganz ruhig, denn es bedeutet nicht unbedingt, dass Gefahr auf euch lauert. Oft ist es nur eine Katze, ein Eichhörnchen oder ein Vogel, die sich in der Nähe eures Zuhauses aufhalten.

5. Gebell aus Frustration

Natürlich erleben auch unsere Haustiere Frust, wenn etwas nicht so läuft, wie sie das gerne hätten. Eine der Arten, wie sie ihre Frustration zeigen, ist das Bellen.

In welchen Situationen bellen Hunde aufgrund dieses Gefühls?

Das geschieht beispielsweise, wenn sie mit Spielzeug wie etwa Laserlicht spielen, wenn man ihnen einen Ball zeigt, den dann aber nicht wirft, oder wenn er hinter den anderen Familienmitgliedern zurückbleibt, wenn es ums Spiel oder eine interessante Aktivität geht.

6. Bellen bei Hunden aus territorialen Gründen

Scheinbar grundloses Bellen bei Hunden kann außerdem auch daran liegen, dass sie damit ihr Revier markieren möchten und zeigen wollen, wer hier der „Herr im Haus“ ist.

Stellt sich unsere Fellnase in der Tür, auf dem Balkon oder im Tor auf und beginnt, wie verrückt zu bellen, dann liegt das höchtwahrscheinlich daran, dass sie anderen Tieren zeigen will, dass dies hier ihr Revier ist und sie darin herrscht.

Damit möchte der Hund sicherstellen, dass jeglicher „Eindringling“ sich keinen Schritt weiter wagt.

Was soll das Bellen bei Hunden?

7. Gebell aus gesundheitlichen Gründen

Wusstest du, dass Hunde, die unter einer Krankheit oder Behinderung leiden, viel schneller bellen als andere?

Hauptsächlich meinen wir hiermit blinde oder taube Vierbeiner, die ihr Umfeld anders wahrnehmen und das Bellen verwenden, um sich vor vermeintlichen Gefahren zu verteidigen.

8. Bellen aufgrund von Genetik

Zum Schluss möchten wir auch noch die genetische Last ansprechen, die einige Rassen dazu verleitet, viel mehr zu bellen als andere.

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Bestimmte Rassen, wie etwa der Beagle, Cocker Spaniel oder Basset Hound, die eigentlich für die Jagd gezüchtet wurden, verwenden ihr Bellen viel öfter als beispielsweise Molosserrassen.

Außerdem sind auch kleine Rassen, wie zum Beispiel der Pudel, bellfreudiger als die großen, zu denen der Labrador oder der Golden Retriever gehören.

Jetzt weißt du schon viel mehr darüber, was das Bellen bei Hunden auslöst. Das hilft dir auch dabei, deinen geliebten Vierbeiner besser zu verstehen!

  • Mujica González, R. S. (2012). Etologia clínica en caninos. Mundo Pecuario.