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Der Polarfuchs: ein soziales und territoriales Tier

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Der Polarfuchs bewohnt den nördlichsten Punkt unseres Planeten und ist für sein weißes Fell bekannt. Erfahre alles über dieses außergewöhnliche Tier.
Der Polarfuchs: ein soziales und territoriales Tier
Letzte Aktualisierung: 02. Juli 2021

Auch als Eisfuchs bekannt, handelt es sich um ein kleines Säugetier der Hundefamilie, das den nördlichsten Punkt unseres Planeten bewohnt. In diesem Artikel erfährst du Wissenswertes über den Polarfuchs.

Polarfuchs: Verbreitung und Lebensraum

Der Polarfuchs hat seinen Lebensraum in der Tundra, im Norden Amerikas, Europas und Asiens. Er ist in der Regel in Grönland, Island, Alaska, Kanada und dem Beringmeer zu finden.

Er bevorzugt Eisgebiete und wurde beispielsweise in der Nähe des Nordpols gesichtet, doch ist auch in borealen Wäldern bis zu 3000 Meter über dem Meeresspiegel beheimatet.

Körperliche Eigenschaften des Polarfuchses

Eines der wichtigsten körperlichen Merkmale des Polarfuchses ist sein weißes Fell, das je nach Jahreszeit in seiner Farbe variieren kann, es wird im Sommer grauer oder bräunlicher. Wenn die Temperaturen steigen, ist das Fell kürzer.

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Im Winter ermöglicht ihm seine dicke Haarschicht, die sehr niedrigen Temperaturen (sogar -50°C) zu überstehen und sich in der weißen Landschaft zu tarnen. Auch seine Fußballen sind mit schützendem Pelz bedeckt.

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Sein großer Schwanz ermöglicht es ihm, sich zum Schlafen auf ihm zusammenzurollen, wodurch seine Körpertemperatur nicht sinkt. Um die Wärme noch besser zu erhalten, hat er kleine Ohren, weshalb sein Gehör vielleicht weniger entwickelt ist als das von Hunden oder anderen Füchsen.

Allerdings kann er die Bewegung der Beute auch mehrere Zentimeter unter dem Schnee erkennen.

Dieser Hundeart ist klein, nicht mehr als 55 Zentimeter lang und wiegt durchschnittlich vier Kilo. Die Weibchen sind etwas leichter als die Männchen.

Polarfuchs: Fortpflanzung und Verhalten

Der Paarungsmonat ist März, weil es dann mehr Nagetiere oder Seevögel – je nachdem, wo er sich befindet – zum Fressen gibt. Die Weibchen bringen im Mai durchschnittlich 14 Welpen zur Welt.

In der Folgezeit, während des Sommers, kümmern sich sowohl das Männchen als auch das Weibchen um die Aufzucht und Pflege der Welpen.

Die Sterblichkeitsrate der Welpen ist aufgrund der klimatischen Bedingungen sehr hoch. Sie müssen sehr eng an der Mutter “kleben”, um genug Wärme zu erhalten, und sie sind auch sehr anfällig bei Angriffen von größeren Tieren.

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Während der Aufzucht der Welpen lebt die ganze Familie in erhöhten Höhlen, die von einem komplexen Netz von Tunneln gebildet werden. Diese können bis zu einem Quadratkilometer groß sein und haben mehrere zur Sonne gerichtete Eingänge.

Die Hauptbeute des Polarfuchses sind Lemminge, aber er ernährt sich auch von kleinen Vögeln und Säugetieren, Eiern und sogar Robbenwelpen. Er kann auch Kadaver fressen, die von Eisbären hinterlassen wurden. Und wenn er kein Fleisch findet, dann frisst er Algen und Beeren.

Der Polarfuchs bleibt das ganze Jahr über aktiv. Er überwintert nicht und wandert auch nicht in andere Regionen. Er überquert auf der Suche nach Nahrung falls nötig auch Eisblöcke. Die natürlichen Feinde sind die Schnee-Eule und der Wolf.

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Polarfüchse sind sehr sozial und verbringen keine Zeit oder Energie damit, sich mit ihren Partnern zu isolieren oder zu weiterzuwandern, wie es bei anderen Hundearten der Fall ist. Darüber hinaus haben sie die Besonderheit, dass sie sich leicht an die Anwesenheit des Menschen gewöhnen.

Außerdem sind sie überhaupt nicht scheu, was ihre Jagd über Jahre hinweg ermöglicht hat.

Obwohl die Anzahl der Population stark zurückgegangen ist, wird das wunderschöne Fell immer noch für Mäntel verwendet. Doch auf der Schutzliste der IUCN (Internationale Union zur Bewahrung der Natur) wird der Polarfuchs als nicht gefährdet eingestuft.


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  • Norén, K., Carmichael, L., Dalén, L., Hersteinsson, P., Samelius, G., Fuglei, E., … Angerbjörn, A. (2011). Arctic fox Vulpes lagopus population structure: Circumpolar patterns and processes. Oikos. https://doi.org/10.1111/j.1600-0706.2010.18766.x

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