Dein Hund mag keine Besucher? Sieh dir diese Tipps an!

· 17. Juni 2018
Warum verhalten sich einige Hunde so unmöglich, wenn Besucher nach Hause kommen? Was kann man tun, um diese Verhaltensweisen zu vermeiden oder gar zu verändern?

Wir lieben unseren Hund, wir bevorzugen ihn vielen Dingen. Doch jedes Mal wenn Besucher kommen, würden wir ihn am liebsten einsperren. Warum verhalten sich einige Hunde so unmöglich, wenn Besucher nach Hause kommen? Was kann man tun, um diese Verhaltensweisen zu vermeiden oder gar zu verändern?

Warum Hunde keine Besucher mögen

Keine Besucher in meinem Revier bitte!

Um eine bestimmte Verhaltensweise zu vermeiden oder zu verändern, müssen wir zuerst verstehen, was sie hervorruft. Es gibt viele Gründe, aus denen unser Hund keine Besucher mag. Wir nennen dir einige:

Sie betreten sein Revier

Hunde sind bekanntlich territoriale Rudeltiere. Wahrscheinlich war es nicht so leicht, deinen Hund davon zu überzeugen, dass du der Anführer bist. Doch er hat es im Verlauf der Zeit akzeptiert und fühlt sich unter deiner Regierung in seinem Revier wohl. Doch er hält es für sein Revier, und will es auf gar keinen Fall jemand anderem überlassen.

Wenn ihm unbekannte Personen nach Hause kommen, dann sieht er sie als eine Bedrohung. Sie könnten ja versuchen, ihm das Seinige wegzunehmen. So kommt es, dass er sich aggressiv gegenüber einem Besucher verhalten könnte.

Schlechte Erziehung

Es gibt aber auch das komplette Kontrastbild: Hunde, die einfach zu verschmust sind. Der obere Fall verhält sich aggressiv, während diese Art von Hund auf andere Weise lästig werden kann. Wenn Hunde zu anhänglich sind, werden sie mehr zum Ärgernis als zu Freude.

Das geschieht, weil sie als Welpen keine gute Erziehung hatten. Niemand hat ihnen beigebracht, welcher ihr Platz ist. Welpen sind oft so süß und knuffig, dass jeder sie sehen und streicheln möchte. Doch wenn die Hunde erwachsen werden ändert sich das. Dies trifft insbesondere zu, wenn deine Besucher Kinder mitbringen.

Wenn du deinem Hund seit Anfang an erlaubt hast zu tun, worauf er Lust hat, wenn Besucher im Haus sind, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er damit fortfährt. Er hält sich schließlich immer noch für den süßen Welpen, der er einige Monate zuvor war.

Eifersucht

Die Angst davor, deine Liebe zu verlieren, könnte ein weiterer Grund dafür sein, warum dein Hund es vorzieht, keine Besucher zu empfangen. Das ist keine seltene Verhaltensweise, sogar Kinder tun das.

Denk daran, dass ein Hund genau so abhängig ist wie ein Kind. Wenn er deine Aufmerksamkeit und deine Streicheleinheiten bedroht sieht, dann ist es höchstwahrscheinlich, dass er aggressiv reagiert.

Sein Frieden

Als dein Hund als Welpe nach Hause kam, brauchte er vermutlich eine Weile, um sich daran zu gewöhnen und dein Zuhause als neue Heimat anzusehen. Jetzt ist sein Heim ein sicherer Zufluchtsort für ihn und er möchte ihn in Frieden genießen.

Plötzlich platzen Fremde mitten in sein Mittagsschläfchen. Sie machen Lärm mit der Klingel, nähern sich für seinen Geschmack bei der Begrüßung zu sehr an die Kinder und sprechen zu viel. Der Frieden des Hundes ist gestört. Wem gefällt es schon, dass jemand ohne Vorwarnung Besucher nach Hause bringt? Dir sicherlich auch nicht. Ziehe das in Betracht und denke erneut darüber nach, ob das Verhalten deines Hundes vielleicht doch einfach nur logisch ist.

Wie kann man schlechtes Benehmen mit Besuchern vermeiden

Sorge dich nicht, auch wenn du deinen Hund nicht vom Welpenalter an gut erzogen hast, dann gibt es immer noch einige Dinge, die du tun kannst, damit dein Hund sich nicht so schäbig bei Besuch benimmt.

Rede mit deinem Besucher

Wir müssen bedenken, dass wir der Stärkere in der Beziehung Hund-Mensch sind. Das liegt daran, dass unser Hund von uns abhängig ist und unsere Hilfestellung braucht. Rede mit deinen Gästen und bitte sie darum, sich nicht ängstlich zu zeigen. Sie sollten beim Öffnen der Tür ruhig bleiben und sich vom Hund erst einmal beschnüffeln lassen.

Bitte sie darum, dem Hund etwas Nettes zu sagen und ihm die Hand zu reichen, damit er diese beschnüffeln kann. Wenn der Hund es erlaubt, sollten sie ihn danach streicheln.

Ignoriere den Hund

Wenn der Hund nicht auf die vorherigen Schritte reagiert und bellt oder knurrt, sollten du und deine Besucher ihn einfach ignorieren. Natürlich muss vorher sichergestellt werden, dass er niemanden beißt!

Vorsicht bei ängstlichen Hunden

Der Hund mag den Besucher einfach nicht.

Ängstliche Hunde sind ein schwierigerer Fall, deswegen sollten wir bei ihnen besonders Acht geben. Bitte deinen Besucher, dass er dem Hund nicht in die Augen starrt und nicht versucht, mit ihm zu spielen. Man sollte dem Hund die Zeit geben, den ersten Schritt auf den Besucher zuzugehen.

Der Besucher sollte sich beschnüffeln lassen, ohne sich dabei abrupt zu bewegen, oder die Stimme zu erheben. Es kann gut sein, dass er in wenigen Minuten das Vertrauen des Hundes gewinnt.

Vor allem sollten wir uns darum bemühen, nichts zu tun, was die Erregung des Tieres weiter steigert. Bleibe ruhig und geduldig, so erreichst du, dass andere von deinem Hund entzückt sind!