Baby und Hund: Tipps für eine gute Freundschaft

Der Hund sollte sich nicht durch das neue Familienmitglied deplatziert vorkommen, ansonsten kann er destruktives Verhalten zeigen, was ungut ausgehen kann. 

Noch immer gibt es viele Familien, die ihr Haustier aussetzen oder eine neue Familie für das Tier suchen, wenn sie sich bewusst werden, dass bald Familiennachwuchs zu erwarten ist. Sie sind sich nicht darüber bewusst, dass Haustiere für Kinder eine wunderbare Gesellschaft und Erfahrung sind. Man kann Baby und Hund aufeinander vorbereiten, damit sich eine tierische Freundschaft entwickeln kann.

Dein Hund weiß, dass ein Baby kommt

Dein Hund weiß das vielleicht sogar schon vor dir. Hunde können Hormonveränderungen riechen und wissen schnell Bescheid, wenn eine Frau schwanger ist. Ihr Geruchsinn ist ausgezeichnet und gibt ihnen darüber Auskunft, dass Veränderungen in deinem Körper vorgehen.

Die Fellnase weiß also bereits, dass ein Baby zu erwarten ist, doch trotzdem sind gewisse Vorsichtsmaßnahmen wichtig, damit ein sicheres und angenehmes Zusammenleben gewährt werden kann. 

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Baby und Hund aufeinander vorbereiten

Veränderungen für Baby und Hund

Ein Baby bringt nicht nur für die Eltern viele Veränderungen mit sich, auch das Haustier muss sich darauf einstellen. Es verändert sich vielleicht bereits bevor das Baby zur Welt kommt. Dein Hund wird dich vielleicht besonders in den letzten Schwangerschaftswochen überallhin begleiten, denn du bist zu Hause und hast Zeit für Spaziergänge und Spiele.

Doch dann bleibt der Hund lange alleine, denn die Familie ist im Krankenhaus. Das bedeutet für die Fellnase großen Stress, was wiederum zu Verhaltensproblemen führen kann. Der Hund kann destruktiv sein oder übermäßig laut oder lange bellen.

Um zu verhindern, dass sich der Hund lange alleine fühlt, kannst du jemanden aus der Familie oder einen Freund fragen, ob er sich ein bisschen um ihn kümmern kann. Jemand muss ihn füttern und mit ihm die gewohnte Gassirunde drehen.

Noch vor das Baby zur Welt kommt, solltest du neue Regeln aufstellen, die der Hund befolgen muss: Er darf zum Beispiel nicht in ein bestimmtes Zimmer und muss dies bereits schon ein paar Wochen bevor das Baby da ist lernen. Die Veränderungen können so langsam in den Alltag eingeführt werden, was die Sache einfacher macht.

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Vorsichtsmaßnahmen

Dein Hund weiß zwar, dass ein Baby in die Familie kommt, doch trotzdem solltest du ihn entsprechend darauf vorbereiten. Du musst dir sicher sein, dass dein Vierbeiner das Baby nicht verletzen wird, doch es kann trotzdem passieren, deshalb musst du gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen. 

Baby und Hund beim Spiel

Beachte folgende Tipps, um Baby und Hund aneinander zu gewöhnen:

  • Du solltest einen ruhigen Augenblick nutzen, um Baby und Hund sich gegenseitig vorzustellen. Der Hund sollte nicht aufgeregt sein. Er sollte sich langsam nähern, denn wenn der Hund nervös ist, könnte es zu einem Unfall kommen.
  • Wenn dein Hund sich nicht nähern möchte, lasse ihm seinen Raum. Er weiß bereits, dass jetzt ein neues Familienmitglied da ist, du musst ihn nicht unter Druck setzen. 

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Dein Haustier ist trotzdem wichtig!

Natürlich braucht dein Baby jetzt viel Zeit, Aufmerksamkeit und liebe und du hast vielleicht weniger Zeit für deinen Hund. Du solltest jedoch trotzdem die gewöhnlichen Routinen beibehalten und auch deinem Hund Aufmerksamkeit schenken. 

Dein Hund soll sich nicht vernachlässigt fühlen, spiele mit ihm und gehe mit ihm spazieren. Freunde oder Familienmitglieder können dir auch dabei helfen, den Hund zu unterhalten.

Bei allen Haustieren, nicht nur bei Katzen oder Hunden, gilt derselbe Rat: Sie sollen sich wichtig und geliebt fühlen. Wenn dies nicht der Fall ist, können Verhaltensprobleme entstehen, denn das Tier braucht deine Aufmerksamkeit. Es ist besser sich Zeit für das Tier zu nehmen, als mit ihm schimpfen zu müssen.

Baby und Hund

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Immer unter Aufsicht

Auch wenn dein Haustier mit deinem Baby liebevoll umgeht und es freudig aufnimmt, vergiss nicht, dass du die beiden nie alleine lassen solltest! Es könnte einen Unfall oder ein Missverständnis geben. Lasse dies nicht zu.

Viele Katzen schlafen zum Beispiel gerne neben dem Baby, manchmal auch auf dem Baby, oder sie klopfen das Baby mit dem Schwanz, ohne Böses zu wollen. Auch bei Hunden kann das vorkommen. Sie möchten sich dem neuen Familienmitglied vielleicht nähern und kratzen es aus Versehen oder schlecken es ab.

Auch wenn das Baby schon etwas größer ist, solltest du es immer beaufsichtigen, denn die Sicherheit steht im Vordergrund. Gib dem Tier immer die Möglichkeit, zu gehen, wenn es sich eingeengt fühlt und sorge für ein ruhiges, entspanntes Ambiente ohne Aufregungen. 

Tiere erkennen eine Schwangerschaft und kennen das neue Familienmitglied bereits bevor es zur Welt kommt. Trotzdem solltest du bei der ersten Annäherung und auch danach vorsichtig sein, um Missverständnisse oder Unfälle von vorneherein zu vermeiden.

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