Wie pflegt man ein Katzenbaby

· 27. Januar 2019
Abgesehen von der besonderen Aufmerksamkeit, die man der Ernährung zukommen lassen sollte, ist es auch grundlegend, auf die Hygiene zu achten und Kälte zu vermeiden. Man muss das Katzenbaby in einem kontrollierten Umfeld halten, weshalb man Fenster und Türen des Zimmers aus Sicherheitsgründen schließen sollte.

Vielleicht hast du es auf der Straße gefunden oder du hast es gerade adoptiert und es ist noch nicht so lange abgestillt. In diesem Artikel möchten wir dich dazu beraten, wie man ein Katzenbaby richtig pflegt, damit alle seine Bedürfnisse artgerecht gestillt werden.

Tipps, um ein verwaistes Katzenbaby zu pflegen

Es ist eine regelrechte Herausforderung, ein Katzenbaby im Alter von unter drei Wochen zu pflegen, weil das Tier sehr viel Aufmerksamkeit benötigt.

Mit viel Hingabe, Zärtlichkeit und Liebe kannst du jedoch erreichen, dass es ohne das Muttertier überlebt.

1. Erhalte seine Körpertemperatur aufrecht

Wenn Kätzchen geboren werden, so verbringen sie den ganzen Tag in der Nähe des Bauches der Mutter. Nicht nur ernähren sie sich dort, sondern auf diese Weise erhalten sie auch Wärme.

Deshalb musst du dem Katzenbaby alles anbieten, was es ihm ermöglicht, schön warm zu bleiben. Das gilt besonders während der Nächte, denn sie können ihre Körpertemperatur noch nicht alleine regeln.

Du kannst es in eine Decke einwickeln oder eine Heizdecke verwenden. Hast du noch andere Haustiere, dann können diese als Kindermädchen dienen und dem Kleinen Wärme und ein wenig Zuwendung spenden.

Ist dies nicht der Fall und das Kätzchen jammert wegen der kalten Decken, dann halte es auf deinem Schoß warm.

Katzenbaby schaut süß in die Kamera

2. Gib ihm keine „normale“ Milch

Es ist ein sehr häufiger Fehler, einem kätzischen Findelkind aufgewärmte Milch aus dem Kühlschrank zu geben. Diese Flüssigkeit ist nicht für das Samtpfötchen geeignet oder gesund.

Sie enthält nicht die notwendigen Nährstoffe und kann Magen-Darmprobleme wie Durchfall oder Erbrechen hervorrufen.

Im Zoohandel kann man Milchpulver erhalten, das die Muttermilch ersetzt. Solltest du sie nicht bekommen, so gib dem Kätzchen lauwarmes Wasser durch eine Spritze. Danach sollte es 37º warme Milch aus einem Fläschchen erhalten.

Denk auch daran, dass du es alle 3 Stunden füttern musst.

Unser Lesetipp: Können Katzen und Babys befreundet sein?

3. Bring ihm bei, seine Geschäftchen zu erledigen

Zu den hauptsächlichen Aufgaben bei der Pflege eines verwaisten Kätzchens gehört es, ihm beizubringen, wie man seine Geschäfte erledigt.

Die Mutter leckt den Kleinen den Bauch, um ihre Verdauung zu stimulieren. Du brauchst allerdings nur einen Wattebausch mit lauwarmem Wasser befeuchten und damit seine Genitalien und After sanft wischen.

Du musst das Kleine auch putzen, so wie seine Mutter es getan hätte. Benutze dazu einen befeuchteten Waschlappen und wische es sanft ab. Trockne es danach auch gründlich ab, damit es nicht krank wird.

Tipps, um ein abgestilltes Katzenbaby zu pflegen

Nach vier Lebenswochen hören die Jungtiere auf, sich von der Muttermilch zu ernähren. Ihre Augen sind nun geöffnet und sie wissen, wie sie ihre Geschäfte erledigen müssen, doch natürlich haben sie immer noch viel zu lernen.

Hast du ein abgestilltes Katzenbaby adoptiert, dann folge diesen Ratschlägen:

1. Gib ihm besonderes Futter

Im Zoohandel kannst du Katzenfutter für Jungtiere erhalten. Die Kleinen sind noch etwas sensibler und brauchen andere Nährstoffe und Zutaten für ihr Wachstum. Die einzelnen Stückchen sind auch kleiner und mundgerechter für das Katzenbaby.

Sei geduldig und biete ihm Stück für Stück sein Futter an, damit es sich daran gewöhnt. Am Anfang verstehen die Kleinen noch nicht so richtig, dass man darauf kauen muss und dass es zum Fressen ist.

Es kann sein, dass man ihnen die Bröckchen einzeln ins Maul schieben muss. Später kommen sie dann ganz von selbst drauf.

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2. Bring das Katzenbaby zum Tierarzt

Ganz egal, ob du es aus dem Tierheim adoptiert hast, ob es das Jungtier der Katze einer Bekannten ist oder ob du es auf der Straße gefunden hast. Alle Katzenbabys müssen tierärztlich untersucht werden.

Schwarz-weißes Kätzchen

 

Nach der Untersuchung verabreicht ihnen der Spezialist die notwendigen Impfungen und gibt dir noch Tipps zur Haltung und Ernährung. So verringerst du das Risiko von Krankheiten, damit dein neuer Mitbewohner viele glückliche Jahre mit dir verbringt.

Du kannst bei der Untersuchung auch den Tierarzt fragen, ob deine Katze einer bestimmten Rasse angehört (Siamkatze, Perserkatze etc) und welche spezifische Pflege sie braucht.

3. Vermeide Gefahren im Haushalt

Wenn du noch nie ein Haustier – und besonders keine Katze – gehalten hast, dann ist dein Zuhause vielleicht noch nicht so ganz katzensicher ausgestattet. Keine Angst, denn mit einigen kleinen Veränderungen kannst du das erreichen.

Zum Anfang darf es keine offenen Fenster oder freien Zugang zu Balkonen und Terrassen geben. Solange dein Kätzchen noch nicht alleine in alle Gebiete geht, solltest du es immer im Auge behalten.

Es ist auch wichtig, elektrische Kabel, kleine Gegenstände (Stifte zum Beispiel), Medikamente und Reinigungsmittel außer Reichweite aufzubewahren.

Katzen sind sehr geschickt und können Türen und Schubladen öffnen, sei also nicht zu vertrauensselig.

Verschließe auch den Mülleimer und das WC mit seinem jeweiligen Deckel. Schließe die Türen der Zimmer, in denen du die Katze nicht möchtest und gib auch ein wenig Acht auf deine Pflanzen. Einige von ihnen können giftig für unsere Samtpfötchen sein.

Es ist keine leichte Aufgabe, ein Katzenbaby zu hüten, aber es ist auch nicht unmöglich. Du musst nur all seine Bedürfnisse stillen und vermeiden, dass es sich verletzt oder das Haus zerstört.