Giardiose der Katze: Symptome und Ansteckungsweisen

16. Januar 2019
Dieser Parasit beeinträchtigt den Dünndarm der Hauskatze. Behandelt man ihn nicht schnell, so kann er sich auf den Dickdarm ausbreiten und das ganze Verdauungssystem schwächen.

Unsere Haustiere können im Laufe ihres Lebens an verschiedenen Krankheiten leiden. Bei der Giardiose der Katze handelt es sich um ein recht häufig vorkommendes Darmproblem.

Finde deshalb in unserem Artikel mehr über die Infektionsweisen und Symptome der Giardiose der Katze heraus.

Was ist die Giardiose der Katze?

Zuerst müssen wir ein wenig über die Krankheit wissen, die durch einen Organismus namens Giardia ausgelöst wird. Es handelt sich um einen Parasiten, der die Giardiose der Katze auslöst. Das ist eine Erkrankung die den Dünndarm unserer Hauskatzen beeinträchtigt.

Mit der Zeit deformiert sich dieses Organ und erfüllt nicht mehr seine Aufgabe. Deshalb kann das Samtpfötchen dann keine Vitamine oder Fette mehr aufnehmen.

Behandelt man das Problem nicht rechtzeitig, so kann sich die Giardiose der Katze auch auf den Dickdarm ausbreiten. Geschieht dies, schwächt sich das ganze Verdauungssystem des Tieres.

Deshalb ist es grundlegend, die Krankheit so früh wie möglich zu diagnostizieren.

Verbreitung der Giardiose der Katze

Sollte deine Mieze unter dem felinen Immundefizienz-Virus (FIV) oder Leukämie leiden, so ist die Gefahr aufgrund des geschwächten Immunsystems höher, dass sie an Giardiose erkrankt.

Diese Krankheit kann bei jungen aber auch bei älteren Tieren auftreten. Im ersten Fall geschieht dies, weil sie noch nicht alle notwendigen Impfungen erhalten haben. Bei älteren Katzen liegt es an der generellen Schwächung des Organismus.

Unser Lesetipp: Sieben häufige Katzenkrankheiten

Verbreitung der Giardiose der Katze

Es ist auch wichtig zu wissen, dass die Giardiose der Katze öfters bei jenen Tieren auftritt, die in Kontakt mit ihren Artgenossen sind. Die hauptsächlichen Verbreitungsweisen dieses Parasiten sind die folgenden:

1. Kot

Sollte unsere Katze den Kot eines Artgenossen beschnüffeln – und dieser infiziert sein – so kann sie sich daran anstecken. Das gleiche gilt, wenn sie auf Kotreste tritt und sich hinterher die Tatzen leckt.

2. Direkter Kontakt

Nähert sich dein Samtpfötchen einem infizierten Artgenossen an, so kann die Krankheit übertragen werden. Sie können vom gleichen Zuhause sein oder auch getrennt leben.

Achte darauf, ob deine Katze gerne ihre Artgenossen leckt. Sollte dies der Fall sein, dann vermeide, dass es geschieht.

Lies auch: Wie kümmert man sich um eine Katzenkolonie?

3. Verschmutztes Wasser

Trinkt eine Katze altes, abgestandenes Wasser, beispielsweise aus einer Pfütze, dann ist es wahrscheinlich, dass sie nicht nur diese Parasiten aufnimmt, sondern auch andere Krankheitserreger.

4. Fehlende Hygiene

Es stimmt schon, dass Katzen sehr hygienische und reine Tiere sind. Kommen sie allerdings von einem Rundgang auf der Straße nach Hause, dann könnte es sein, dass sie zu schmutzig sind, um sich selbst ausreichend zu reinigen.

Du kannst dein Samtpfötchen baden, um ihm dabei zu helfen, den schlimmsten Schmutz zu entfernen.

Welche Symptome zeigt eine Katze mit Giardiose?

Katzen benutzen zwar keine menschlichen Worte, doch sie drücken sich durch Gesten, Laute und Verhaltensweisen aus. Ist eine Katze krank, so hat sie weniger Energie, vermeidet ihr Futter und verbringt die Zeit mit Schlafen.

 Katze beim Tierarzt

Um Giardiose festzustellen, kannst du auf die folgenden Symptome achten. Bemerkst du eines oder mehrere davon bei deiner Katze, dann bringe sie sofort zum Tierarzt.

1. Blähungen

Es treten häufigere Blähungen mit einem unangenehmeren Geruch auf.

2. Durchfall

Zusammen mit den Blähungen kommt es auch oft zu reichlich, häufigem und flüssigem Durchfall. Sei vorsichtig, weil der Durchfall zu Flüssigkeitsmangel führt. Deine Katze muss ausreichend trinken.

3. Appetitverlust

Das ist ein ganz offensichtliches Zeichen dafür, dass deiner Katze etwas fehlt. Mag sie nicht fressen, so kannst du es mit Nassfutter versuchen. Das finden die Feinschmecker meist leckerer. 

Sollte sie auch darauf nicht anspringen, dann zögere nicht weiter und bringe sie zum Tierarzt.

4. Erbrechen

Da die Giardiose der Katze langsam das Verdauungssystem zerstört, treten ebenfalls Magen- und Darmbeschwerden auf.

5. Müdigkeit

Das Tier fühlt sich apathisch. Es hat keine Lust zu spielen oder auch nur sein Körbchen zu verlassen. Die Erschöpfung ist klar sichtbar, auch wenn die Katze keine körperliche Aktivität betrieben hat.

Giardiose wird mit bestimmten Medikamenten behandelt. Die Behandlung kann sogar bis zu ein paar Wochen dauern. Mit der angebrachten Dosis und Hygienemaßnahmen erholt sich das Tier dann aber binnen kurzer Zeit.