Wie ändert sich der Charakter nach der Sterilisation deines Hundes

· 9. April 2018
Die Sterilisation eines Hundes kann nur seinen Charakter in den Aspekten ändern, die von den männlichen Sexualhormonen abhängig sind. Deswegen ist es wichtig, dass die Kastration zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat durchgeführt wird, bevor der Hund die Geschlechtsreife erreicht.

Wenn du überlegst, ob du deinen 4-pfotigen Freund kastrieren lassen sollst oder nicht, und ob die Sterilisation deines Hundes sein Verhalten ändert, ist dieser Artikel wie für dich gemacht. Lies weiter, um herauszufinden, wie sich der Charakter eines Hundes nach der Sterilisation verändert.

Welche Veränderungen zeigen Hunde durch die Kastration

Zuerst solltest du wissen, dass die einzigen Verhaltensweisen, die sich nach der Sterilisation eines Hundes ändern, diejenigen sind, die mit den männlichen Sexualhormonen zusammenhängen. Da also der Testosteronspiegel nach der Kastration des Hundes reduziert wird, kann es auch möglich sein, dass die Verhaltensweisen, die mit ihm verbunden werden, sich vermindern. Zum Beispiel:

Hunde spielen nach der Sterilisation weiter

  • Das Markieren des Reviers im ganzen Haus mit Urin.
  • Das ständige Fortlaufen, um läufige Hündinnen zu finden, das das Risiko birgt, einen Unfall zu erleiden oder verlorenzugehen.
  • Die Aggresivität. Es gibt allerdings viele weitere Gründe außer dem Wettbewerb um Hündinnen, warum Hunde auf aggresive Art reagieren.
  • Das unkontrollierbare „Rammeln“: von anderen Hunden, auch Rüden, Menschen und Objekten.

Die Sterilisation eines Hundes kann nur seinen Charakter in den Aspekten ändern, die von den männlichen Sexualhormonen abhängig sind. Deswegen ist es wichtig, dass die Kastration zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat durchgeführt wird, bevor der Hund die Geschlechtsreife erreicht.

Weitere Informationen über die Sterilisation von Hunden

Sei dir dennoch darüber bewusst, dass das Rammeln oder Aufreiten nicht unbedingt nur ein sexuelles Verhalten ist. Es kann auch etwas spielerisches oder ein Versuch des Hundes sein, soziale Kontrolle zu zeigen. Nach einer Sterilisation verringert sich nur das Aufreiten mit sexuellen Motiven.

Du musst auf jeden Fall mit der Möglichkeit rechnen, dass dein Hund weiterhin Interesse an der Begattung hat, besonders wenn er auf eine empfängliche Hündin trifft. Sollte dies geschehen, kannst du wenigstens beruhigt sein, dass die Hündin garantiert nicht schwanger wird.

Es ist deswegen ideal, das Tier zu kastrieren, bevor es geschlechtsreif wird – zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat. So vermeidest du, dass dein Hund trotz der Sterilisation weiter diese Verhaltensweisen entwickelt.

Du solltest zusätzlich wissen, dass die Ergebnisse der Kastration auch von der Persönlichkeit, der Physiologie und der Lebensgeschichte deines Haustieres abhängig sind.  Deswegen kannst du immer noch Rat bei einem Spezialisten für Hundeverhalten suchen, damit er dir hilft, die unerwünschten Verhaltensweisen deines Hundes, die trotz Sterilisation weiterbestehen, abzutrainieren.

Wird der Hund nach der Sterilisation fett und hat keine Lust mehr zu spielen?

Kurz gesagt: auch wenn es immer wieder als Fakt dargestellt wird, die Wahrheit ist, dass ein Hund nach der Sterilisation weder fauler noch ernster wird. Wenn er keine Lust mehr hat zu spielen, wie einige behaupten, dann kann das mit einer angemessenen Ernährung berichtigt werden.

Durch die Kastration kann der Hund an Gewicht zunehmen. Da er so schneller ermüdet, kann es zu reduzierter Aktivität kommen.

Doch dieses Problem kannst du lösen, indem du deinem Hund ein Futter gibst, dass speziell für kastrierte Tiere produziert wurde, und ihm genügend Auslauf und Beschäftigung verschaffst. Bitte einen Tierarzt um Rat nach den besten Optionen.

Weitere Vorteile durch die Sterilisation eines Hundes

Sei dir auch darüber bewusst, dass die Sterilisation deines Hundes weitere Vorteile mit sich bringt:

  • Reduziertes Risiko einiger Krankheiten: verschiedene Probleme mit der Prostata, Tumore, die mit dem Hormonspiegel zu tun haben, Dammnahtbruch, etc.
  • Vermeidung von Infektionskrankheiten, die sich während der Paarung übertragen.
  • Verminderung von ausgesetzten Hunden, da keine weiteren unerwünschten Tiere geboren werden.

Sei ein verantwortungsbewusster Besitzer

Hunde hassen Umarmungen

Jetzt weisst du also Bescheid: Ein Hund bleibt nach der Sterilisation grundsätzlich derselbe. Und auf diese Weise hilfst du die Überbevölkerung von Hunden und das Aussetzen von unerwünschten Welpen zu vermeiden.

Doch falls das Thema der Kastration dir weiterhin mehr Zweifel als Sicherheit bereitet, dann sprich mit Spezialisten darüber. Und gib dich nicht mit einer Meinung zufrieden.

Um eine verantwortungsbewusste Entscheidung zu treffen, solltest du die größtmögliche Menge an Informationen sammeln. Danach kannst du die Vor- und Nachteile gegeneinander aufwägen, die die Entscheidung deinen Hund zu kastrieren mit sich bringt.