Was fressen Gorillas?

Was fressen so große und starke Tiere wie Gorillas? Die Ernährung dieser Primaten ist sowohl für sie als auch für die Orte, an denen sie leben, von grundlegender Bedeutung.
Was fressen Gorillas?

Letzte Aktualisierung: 15. Dezember 2021

Die Gattung der Gorillas (die größten Primaten) besteht aus zwei Arten, die jeweils zwei weitere Unterarten haben. Man sieht auf den ersten Blick, dass ihre Ähnlichkeit mit dem Menschen sehr groß ist und ihre DNA zu 97 bis 98 % mit der des Menschen übereinstimmt (obwohl man auch sagen sollte, dass Mäuse zu 97,5 % ähnlich sind!). Mit diesen Daten ist es ganz normal, sich zu fragen, wie ähnlich die Nahrung der Gorillas der unseren ist. In diesem Artikel werden wir uns ansehen, was Gorillas fressen.

Diese Menschenaffen gelten als sehr intelligente Tiere, denn einige haben in Gefangenschaft sogar grundlegende Wörter in Zeichensprache gelernt. Sie sind derzeit vom Aussterben bedroht und müssen daher geschützt und beobachtet werden. Entdecke, was Gorillas fressen…

Allgemeine Merkmale

Wusstest du, dass alle Gorillas die gleiche Blutgruppe haben und dass jeder Gorilla, genau wie der Mensch, einzigartige Fingerabdrücke hat, die ihn identifizieren? Die physiologischen Merkmale von Primaten sind faszinierend und lassen niemanden gleichgültig.

Früher sprachen Forscher von einer einzigen Gorillaart mit drei Unterarten: dem Westlichen, dem Östlichen und dem Berggorilla. Jetzt werden jedoch die folgenden zwei Arten mit jeweils zwei Unterarten betrachtet, die in den tropischen und subtropischen Wäldern Afrikas leben:

  • Westlicher Gorilla (Gorilla gorilla): Dazu gehören die Unterarten Westlicher Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla) und Cross River Gorilla (Gorilla gorilla gorilla diehli).
  • Östlicher Gorilla (Gorilla beringei): Dazu gehören die Unterarten Berggorilla (Gorilla beringei beringei) und Östlicher Flachlandgorilla(Gorilla beringei graueri).

Wo leben Gorillas?

Diese Menschenaffen leben in Gruppen von 2 bis 30 Individuen und in jeder dieser sozialen Gruppen gibt es einen Anführer, den sogenannten Silberrücken. Der Lebensraum hängt von der Gorillasorte ab, aber einige der Orte, an denen sie leben, sind in Äquatorialafrika (insbesondere in der Dominikanischen Republik Kongo), Ruanda, Kamerun, Gabun, der Zentralafrikanischen Republik, Guinea, Nigeria und Uganda.

Was fressen Gorillas?

Was fressen Gorillas?

Experten sagen, dass die Nahrung der Gorillas (größtenteils) aus Gemüse besteht, da sie Pflanzenfresser sind. Obwohl sie so groß sind, fressen sie nur Blätter, Stängel, Kräuter, Wurzeln, Früchte, Pilze und Sprossen. Dank ihrer Fähigkeit, auf Bäume zu klettern, ist diese Art der Ernährung perfekt für sie. Abhängig von der Jahreszeit genießen sie eine große Vielfalt an Nahrung.

Einige Gorillas bevorzugen die grünen Pflanzenteile (die sie mit Magnesium versorgen), andere haben eine Vorliebe für Früchte (die sie mit Zucker versorgen). In der Trockenzeit sind Früchte rar, also wählen sie Samen und zarte Baumrinde.

Dank der großen, starken Kiefer, die diese Primaten haben, können sie sehr harte Stämme zerkleinern und fressen. Außerdem verbringen sie etwa 6 Stunden damit, Blätter zu zerreißen und zu kauen, um eine ausreichende Kalorienzufuhr zu erreichen, da diese Pflanzen eine sehr geringe Nährstoffqualität haben.

Obwohl Gorillas Pflanzenfresser sind, fressen sie manchmal auch Insekten wie Termiten, Ameisen, Schnecken und Raupen sowie andere kleine Tiere, die Eisen, Fette und Proteine liefern. Dies macht jedoch nur 1 % ihrer Ernährung aus.

Die Ernährung der Gorillas je nach Art und Jahreszeit

Die Menge der Nahrung, die diese Menschenaffen zu sich nehmen, ist laut Fachleuten beträchtlich. Ein erwachsenes Männchen frisst normalerweise etwa 30 Kilo Pflanzen pro Tag und ein Weibchen kann 18 Kilo verzehren. Außerdem trinken Gorillas in freier Wildbahn selten, da sie saftige Pflanzen fressen, die zu fast 50 % aus Wasser (und Morgentau) bestehen.

Die Zusammensetzung der Nahrung dieser Primaten variiert je nach Unterart und Jahreszeit. In der folgenden Liste stellen wir dir einige ihrer Besonderheiten vor:

  • Westlicher Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla): Diese Unterart verzehrt Teile von mindestens 97 Pflanzenarten. Ungefähr 67 % seiner Nahrung besteht aus Früchten, 17 % aus Blättern, Samen und Stängeln und 3 % aus Termiten und Raupen.
  • Östlicher Flachlandgorilla (Gorilla beringei graueri): Diese Unterart verzehrt Teile von mindestens 104 Pflanzenarten.
  • Berggorilla (Gorilla beringei beringei): Diese Unterart verzehrt Teile von mindestens 142 Pflanzenarten und nur 3 Arten von Früchten (in ihrer Umgebung gibt es aufgrund der großen Höhe fast keine Früchte). Etwa 86 % seiner Nahrung besteht aus Blättern, Trieben und Stängeln, 7 % aus Wurzeln, 3 % aus Blüten, 2 % aus Früchten und 2 % aus Ameisen, Schnecken und Larven.
  • Cross River Gorilla (Gorilla gorilla diehli): Diese Unterart ist nicht so gründlich erforscht wie die anderen. Ihre Ernährung wurde jedoch anhand ihrer Fäkalien ermittelt und umfasst Früchte, Blätter, Stängel, Kürbisse und einige wirbellose Tiere.

Die Bedeutung der Gorillas

Die spanische Zeitung El Mundo schreibt, dass große Primaten den übermäßigen CO₂-Ausstoß in anderen Teilen der Erde direkt bekämpfen. Mit anderen Worten: Es ergibt keinen Sinn, die Wälder zu schützen, ohne die dort beheimateten Tiere zu schützen.                       

Diese Affen ernähren sich von Früchten und Pflanzen, die verdaut und mit dem Kot auf dem Boden abgelagert werden. Lebensfähige Samen keimen in den Fäkalien viel leichter. Deswegen würden viele Baum- und Pflanzenarten ohne Tiere wie Gorillas, Elefanten und andere große pflanzenfressende Säugetiere nicht existieren oder überleben.

Wälder absorbieren Kohlenstoffemissionen (etwa 4,8 Milliarden Tonnen pro Jahr). Anhand dieser Zahl wird deutlich, dass Tiere nicht nur dekorative oder interessante Studienobjekte sind, denn sie ermöglichen die Ausbreitung von Bäumen und Pflanzen mit allem, was dazugehört.

Wie ist der aktuelle Status?

Gorillas sind derzeit vom Aussterben bedroht. Sie werden schon seit Langem gejagt und ihr Lebensraum wird immer kleiner. All das ist auf bewaffnete Konflikte in den Ländern, in denen sie leben, den Bergbau, die Holzindustrie und das Interesse an exotischem Fleisch zurückzuführen.

Darüber hinaus haben Gorillas auch unter dem Ebola-Virus gelitten. Im Jahr 2004 starben deshalb Hunderte von Gorillas im Odzala-Nationalpark in der Republik Kongo.

Gorillas

Jetzt, wo du ein wenig mehr über die Merkmale, den aktuellen Status und die Ernährung dieser Primaten weißt, kannst du diese wunderbaren Geschöpfe noch mehr schätzen. Du kannst zu ihrem Schutz beitragen, indem du die Nachricht über sie verbreitest. Wir dürfen nicht zulassen, dass diese erstaunlichen Tiere von unserem Planeten verschwinden!

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