Die Population der Berggorillas erreicht 1.000 Exemplare

· 31. Dezember 2018
In den letzten 30 Jahren hat sich der Bestand des Berggorillas verdoppelt und jeden Tag geht es ihm besser. Aber woher weiß man, wie viele Gorillas es gibt?

Der älteste Nationalpark Afrikas und seine Bewohner, die Berggorillas, haben Grund zum Feiern: Der mythische Berggorilla, der Protagonist von „Gorillas im Nebel“, erreicht in seiner frei lebenden Population 1.000 Exemplare.

Der Berggorilla, die Ausnahme unter den Primaten

Die Zahlen sind sehr positiv: In den letzten 30 Jahren hat sich die Population des Berggorillas (Gorilla beringei beringei) verdoppelt und jeden Tag geht es ihm besser.

Letztes Jahr hat eine Gruppe von 31 Primatologen aus der ganzen Welt eine Studie erstellt, die für Primaten eine schreckliche Situation aufzeigte: 60% der weltweit vorhandenen Primaten sind vom Aussterben bedroht und bei drei Vierteln nimmt der Bestand mit alarmierender Geschwindigkeit ab. Schuld daran ist der Mensch.

Dies ist bei dem Berggorilla, der immer noch vom Aussterben bedroht ist, nicht der Fall, da sich seine Population erhöht. Doch das ist eine Ausnahme. Arten wie der Berberaffe sind durch den illegalen Handel bedroht, während andere, wie der Dschelada, aufgrund des Klimawandels in die Enge getrieben werden.

Erhaltung des Berggorillas

Die Erhaltung des Berggorillas

Die mythische Biologin Dian Fossey, die ihr Leben für diese Gorillas gegeben hat, wäre stolz gewesen. Trotz der illegalen Jagd, gegen die sie ihr Leben lang kämpfte, der Verschlechterung ihres Lebensraums und der Kriege im Lebensraum dieser Primaten, erholt sich die Population des Berggorillas wieder.

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Die Studie konnte zeigen, dass es in Virunga immer noch absolut wilde Gorillas gibt. Es sind fast 200 Exemplare, die nicht an den Kontakt mit Menschen gewöhnt sind. Diese Spezies hat eine faszinierende Geschichte.

Nach dem Tod von Dian Fossey wurde der Park von Virunga für den Tourismus geöffnet. Tausende von Menschen besuchen jedes Jahr in kleinen Gruppen die Gorillas, dadurch sind sie bereits an die Menschen gewöhnt.

Auf der anderen Seite führt eine Gruppe von Tierärzten, die als Gorilla-Ärzte bekannt ist, wie in einer ambulanten Klinik eine tägliche Untersuchung der Exemplare durch. So können Gorillas im Dschungel behandelt werden.

Berggorillas in Virunga

Woher weiß man, wie viele Gorillas es gibt?

Um diese Studie zu verwirklichen, durchstreifte eine Gruppe von Naturschützern über 2.000 Kilometer in Virunga. Sie suchten nach Kot, Spuren und Haaren, um die Gorillas zählen zu können. Die DNA-Proben wurden untersucht, um zu wissen, ob es sich um zwei Proben desselben oder verschiedener Tiere handelt.

Die Berechnung der Forscher beziffert die Bevölkerung von Virunga auf insgesamt 600 Exemplare, die in 41 Gruppen leben. Dazu muss man mehr als 400 Tiere hinzuzählen, die im undurchdringlichen Regenwald von Bwindi in Uganda leben.

Die genetische Analyse hat sicherlich eine genauere Zählung als die von 2010 erlaubt; zudem konnte sie die natürlichen sozialen Gruppen dieser Tiere besser ermitteln.

Virunga ist jedoch immer noch ein gefährlicher Ort für Gorillas und Menschen. Zur Entführung zweier britischer Touristen muss man die Ranger hinzuzählen, die erst vor wenigen Monaten getötet wurden, weil sie die Berggorillas schützten. Dies hat dazu geführt, dass der Park bis auf Weiteres für den Tourismus geschlossen bleibt.

Zuerst müssen die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt werden. Das ist wichtig, denn nur durch Tourismus kann der Nationalpark mit den Gorillas finanziert werden.

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Dank der Persönlichkeit von Dian Fossey und des Tourismus haben Prominente wie Ellen DeGeneres in den Park investiert, was den Schutz dieser Tiere zusätzlich gewährleistet; Sicherheit ist lebenswichtig für Virunga.