Taxonomie des Haushundes

· 18. Dezember 2018
Die Taxonomie wird allgemein als "Klassifikationswissenschaft" bezeichnet. Erfahre alles über die Taxonomie des Haushundes.

Hunde und Menschen können auf eine lange gemeinsame Geschichte zurückblicken. Ob als Haustier, Wächter oder Arbeitshund: der Hund spielt in unserem Leben seit Langem eine wichtige Rolle. Wir wollen deshalb heute der Taxonomie des Haushundes auf die Spur gehen.

Was bedeutet Taxonomie?

Im Allgemeinen spricht man von der Klassifikationswissenschaft, die uns hilft, verschiedene Lebewesen in Gruppen und Familien einzuteilen. Dabei werden verschiedene Stufenformen berücksichtigt: Domäne, Reich, Abteilung/Stamm, Unterstamm, Klasse, Ordnung, Überfamilie, Familie, Unterfamilie, Tribus, Gattung, Art und Unterart.

Es handelt sich um eine Wissenschaft, die sehr umfassend ist. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass es sehr schwierig ist, eine spezifische Kategorie einer Art zu bestimmen.

Oft gehören viele ungleiche Organismen zum selben Reich, doch nicht zum selben Stamm. Denn auch Faktoren wie spezifische Eigenschaften und die jeweilige Entwicklung müssen berücksichtigt werden.

Was dich auch interessieren könnte:

Wolfsähnliche Hunde und Züchtungen

Unter Arten versteht man eine Gruppe von Organismen, die, obwohl sie genetisch verschieden sind, gekreuzt wurden, um sich zu einer Familie zu entwickeln, möglicherweise einer neuen.

Zudem ist die Taxonomie für die Bestimmung des Internationalen Nomenklatur Codes zuständig, der zum Beispiel in Biologie und Botanik verwendet wird. Diese Codes definieren das taxonomische System und bestimmen die Namen und den Typ, der von der Spezies von Taxon zu Taxon vererbt wurde.

Taxonomie des Haushundes und der Wölfe

Taxonomie des Haushundes

Anschließend schauen wir uns die Taxonomie des Haushundes genauer an:

  • Domäne: Eukaryoten (Eucaryota). Zellorganismen mit echten Zellkernen.
  • Reich: Tiere. Fähigkeit zur Fortbewegung, sie verbrauchen Sauerstoff, Ernährung durch Einnahme, sexuelle Fortpflanzung und Embryonalentwicklung.
  • Unterreich: Vielzellige Gewebetiere (Eumetazoa). Sie besitzen Gewebe, Organe, Körpermasse usw. Zum Beispiel Muskeln, Sehnen und Nerven.
  • Stamm: Chordatiere (Chordata). Existenz des Achsenskeletts.
  • Unterstamm: Wirbeltiere. Tiere mit Wirbelsäule.
  • Klasse: Säugetiere (Mammalia). Säugetiere, die sich durch Brustdrüsen, Haare und Kiefer auszeichnen.
  • Unterklasse: Theria. Der Embryo wird im Mutterleib gebildet.
  • Infraklasse: Plazentatiere (Placentalia). Die Jungen bleiben sehr lange im Mutterleib.
  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora). Die Backenzähne sind für den Fleischverzehr angepasst.
  • Überfamilie: Hundeartige (Caniformia) Tiere. Diese Gruppe umfasst Säugetiere mit der Ähnlichkeit eines Hundes.
  • Familie: Hunde (Canidae). Caniden: Wölfe, Kojoten, Füchse, Schakale und andere verwandte Arten.
  • Unterfamilie: Caninae. Einzige Unterfamilie mit überlebenden Arten.
  • Gattung: Wolfshunde (Canis). Wölfe, Schakale und Kojoten.
  • Art: Wolf (Canis Lupus). Wölfe und Hunde.
  • Unterart: Haushund (Canis lupus familiaris). Carl von Linné, 1758.

Man muss darauf hinweisen, dass die Taxonomie des Haushundes mit der des Wolfes praktisch identisch ist. Und dies zeigt einmal mehr, dass Hunde von Wölfen abstammen, da es keine Unterschiede in ihrer Herkunft und ihren Merkmalen gibt.

Woher kommt diese Wissenschaft?

Die Wissenschaft der Taxonomie wird dem in Schweden geborenen Carl von Linné zugeschrieben. Seine Studien hat er in Uppsala gemacht und kurz danach begann er, Vorträge über Botanik zu halten; er begeisterte sich schon früh für diesen Studienzweig.

Taxonomie des Haushundes nach Carl von Linné

Bald schon machte er verschiedene Expeditionen, um Pflanzen, Tiere und Mineralien zu klassifizieren. Er schrieb auch mehrere Bücher, die dieses Thema ausführlich behandelten.

Obwohl sich Linné zunächst für die Einstufung der Arten nach ihrem Fortpflanzungssystem entschied, wurde ihm bald klar, dass dies eine sehr allgemeine und nicht sehr eindeutige Methode sein würde.

Ein weiterer Lesetipp für dich:

Die seltsamsten Tiere, die es gibt

Aus diesem Grund entwickelte er ein System der binomialen Nomenklatur, in dem die Arten zuerst nach Geschlecht und dann nach Namen klassifiziert wurden. Dann gruppierte er sie in Familien, die Familien in Klassen und die Klassen in Reiche. Die Untergliederungen kamen erst später.

Eine meisterhafte Arbeit. Nicht umsonst wurden ihm besondere Botschaften wie die des deutschen Schriftstellers Goethe gewidmet: „Mit Ausnahme von Shakespeare und Spinoza kenne ich niemanden unter denen, die nicht mehr leben, die mich stärker beeinflussten“.

Dank dieses großartigen Mannes kennen wir die Taxonomie aller Lebewesen,  einschließlich unserer Haustiere.