Libellen: Wissenswwertes über dieses großartige Insekt

· 17. Dezember 2018
Libellen sind fleischfressende Raubtiere, die eine wichtige Funktion im Ökosystem ausüben, da sie eine große Anzahl von Moskitos aufnehmen.

Libellen sind fleischfressende Raubtiere, die eine wichtige Funktion im Ökosystem ausüben, da sie eine große Anzahl von Moskitos aufnehmen.

Sie kämpfen daher gegen Krankheiten wie Gelbfieber oder Malaria. Lies weiter um dieses großartige geflügelte Insekt kennenzulernen.

Zweifellos sind Libellen Insekten, die die Neugier der Menschen wecken. Sie sind Protagonisten zahlreicher Mythen und Geschichten, die vor vielen Jahrhunderten die Fantasie des Menschen beflügelten.

Erfahre anschließend mehr über dieses große geflügelte Insekt und seine Bedeutung in unserer Kultur.

Libellen: hervorragende morphologische Eigenschaften

Gegenwärtig sind mehr als 5 500 verschiedene Arten von Libellen bekannt. Vermutlich sind sie vor mehr als 300 Millionen Jahren zum ersten Mal aufgetaucht. Dies würde bedeuten, dass sie älter sind als Dinosaurier.

Lesetipp: Lerne den Vogel kennen, der fliegend schläft

Sie zeichnen sich durch ihren dünnen und langgestreckten Hinterleib sowie durch ihre großen, kugelförmigen Augen aus, die sich fast nicht berühren. Ihre Augenmorphologie gibt ihnen eine privilegierte Sehfähigkeit, denn sie erreichen ein Gesichtsfeld von 360 Grad.

Libellen haben sechs Beine, von denen jedes von winzigen Härchen bedeckt ist, die es ihnen ermöglichen, ihre Beute zu fangen. Seine großen und auffälligen Flügel, insgesamt vier, können je nach Art zwischen zwei und 19 Zentimeter groß sein.

Nahrung der Libellen

Libellen sind sehr effektive Raubtiere, die auf natürliche Weise die Population von Mücken und anderen Insekten kontrollieren. Sie sind zwar klein, aber sie sind vorbildliche Jäger, in der Nahrungskette der Insekten.

Dank ihrer bemerkenswerten Beweglichkeit und den „Haaren“ an ihren Beinen fangen sie kleine Insekten während ihres Fluges.

Die Rolle, die Libellen in ihrem Ökosystem spielen, hilft den Menschen enorm. Ein Rückgang der Libellenpopulation wäre nicht nur ein Risiko für das Gleichgewicht ihres Lebensraums, sondern auch für unsere Gesundheit.

Lebensraum

Die große Mehrheit der Libellenarten stammt aus warmen Klimazonen, hauptsächlich aus tropischen und subtropischen Regionen. Sie sind jedoch auf allen Kontinenten mit Ausnahme des Nordpols und der Antarktis zu finden.

Ihre lange Geschichte ist ein Beweis für ihre große Widerstands- und Anpassungsfähigkeit.

Der Flug der Libellen

Libellen sind auch für ihre Agilität und Widerstandsfähigkeit im Flug bekannt. Sie haben kleine Ringe am Bauch, die ihnen helfen, ihren eigenen Körper zu stärken und Kraft und Geschwindigkeit beim Fliegen zu gewinnen.

Ihre leichte und langgestreckte Struktur ermöglicht zusammen mit den vier kräftigen Flügeln und den Ringen große Geschwindigkeiten.

Eine Libelle kann stundenlang ununterbrochen fliegen, ohne die Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h zu verringern. Außerdem können Libellen schnell ohne externen Impuls abheben.

Lebenszyklus der Libellen

Die Libellen leben einen großen Teil ihres Lebens in der Nähe von Wasser. Dort bilden sich Paare, die sich fortpflanzen. Die Männchen kämpfen gegeneinander, um ein Frauchen des Territoriums zu „erobern“. Und nachdem er sich selbst als „Gewinner“ gekrönt hat, muss er sich um seinen Partner kümmern, während das Weibchen seine Eier ins Wasser legt.

Der Lebenszyklus jeder Libelle beginnt im Wasser in Form einer Wassernymphe. In dieser Zeit atmen sie durch Kiemen und ernähren sich dann von Würmern und Kaulquappen.

Sie haben auch eine Art Maske mit großen Fangzähnen, um ihre Beute zu fangen. Die Dauer der „Nymphenphase“ variiert je nach Art der Libelle zwischen einigen Wochen bis maximal 8 Jahren.

Dann kommt der Moment der Metamorphose. Nach vielen Hautveränderungen erreichen sie die Insektenform, die sie während ihres kurzen Erwachsenenlebens annehmen.

Um dieses Stadium zu erreichen, muss die Libelle die Maske und die Reißzähne loswerden. Die meisten Libellen leben nur wenige Wochen.

Die Libelle und ihre Bedeutung in der Kultur

Das burmesische Volk pflegte regelmäßig das Ritual, Libellen in der Umgebung ins Wasser zu werfen. Vermutlich konnte es so die Moskitopopulation kontrollieren und die Verbreitung von Krankheiten wie Gelbfieber oder Malaria verhindern.

Lesetipp: 5 heilige Tiere

Die Ureinwohner von Burma verwendeten dieses Ritual um sich zu schützen. Doch auch andere Kulturen waren vom Flug und den Farben der Libellen fasziniert. Ihre Fähigkeit, verschiedene Transformationen des Lebens zu überleben, gilt als Inspiration für die menschliche Existenz.

  • Artiss, T., Schultz, T. R., Polhemus, D. A., & Simon, C. (2001). Molecular phylogenetic analysis of the dragonfly genera Libellula, Ladona, and Plathemis (Odonata: Libellulidae) based on mitochondrial cytochrome oxidase I and 16s rRNA sequence data. Molecular Phylogenetics and Evolution. https://doi.org/10.1006/mpev.2000.0867
  • Dale, K., Falk-Petersen, S., Hop, H., & Fevolden, S. E. (2006). Population dynamics and body composition of the Arctic hyperiid amphipod Themisto libellula in Svalbard fjords. Polar Biology. https://doi.org/10.1007/s00300-006-0150-5