Schwertträger: Ernährung und Fortpflanzung

21. Oktober 2019
Heute geht es bei uns um einen Fisch, der in den klaren Gewässern von Zentralamerika lebt, doch den man auch häufig in den Aquarien der Welt findet. Wir berichten dir von dem Schwertträger, dessen herausstechendstes Merkmal sein Schwanz in Form eines Schwertes ist.

Wenn du den Namen Schwertträger hörst, dann klingt er in deinen Ohren womöglich nicht besonders bekannt. Ganz sicher hast du ihn jedoch schon mehr als einmal gesehen, da diese Fische in Aquarien auf der ganzen Welt gehalten werden.

Finde in unserem Artikel mehr über seine Merkmale, seine Ernährung und seine Fortpflanzung heraus.

Was ist ein Schwertträger?

Zuerst muss man sich darüber im Klaren sein, dass dieses Tier zu einer sehr besonderen Ordnung gehört: zu den Zahnkärpflingen. Diese Gruppe von Fischen ist uns wohlbekannt, da sie mehrere Spezies enthält, die sehr für die Aquariumszucht geschätzt werden.

Zu den Zahnkärpflingen gehört eine Familie von Süßwasserfischen mit einer Reihe von sehr typischen Merkmalen: ihre weite geographische Verbreitung, die Größe ihrer Augen und die hervorstechenden Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen. Diese Familie nennt man die Lebendgebärenden Zahnkarpfen (Poeciliidae), zu der bis zu vierzig verschiedene Gattungen von Fischen gehören.

In dieser Gruppe von Fischen gibt es sehr bekannte Spezies, wie etwa den östlichen Moskitofisch (Gambusia holbrooki) oder den Guppy (Poecilia reticulata). Unser heutiger Hauptdarsteller gehört zur Gattung der Xiphophorus. Diese Gattung umfasst 28 verschiedene Spezies, zu denen auch der Schwertträger (Xiphophorus hellerii) gehört.

Der Schwertträger: generelle Merkmale

Durchschnittlich ist der Schwertträger zwischen 14 und 16 Zentimeter lang. Sein Körper ist robust und länglich. Bei den Männchen endet er in einer sehr interessanten Schwanzflosse. Der untere Teil der Flosse ist verlängert, sodass er aussieht, als sei er ein Schwert.

Fisch mit schwertartigem Schwanz

In den Flossen der Männchen gibt es eine zusätzliche Veränderung. Die Analflosse hat sich in ein Organ umgewandelt, das sie bei der Paarung verwenden. Weibchen sind größer, obwohl sie kein ‚Schwert‘ besitzen. Auch in der Färbung unterscheiden sich Männchen und Weibchen.

Die Färbung beim Schwertträger unterscheidet sich zwischen wilden und domestizierten Exemplaren. Die Wildtiere haben ein grünliches Muster mit ein paar leicht gelben Streifen, doch Exemplare, die im Aquarium gezüchtet wurden, gibt es in einer breiten Farbpalette, von schwarz bis rot.

Ernährung und Verhalten

Es handelt sich um einen allesfressenden Fisch, der sich von kleinen Wirbellosen, Algen und Pflanzenresten ernährt. Das ist die typische Ernährung dieser Fische in der freien Wildbahn. Sollten wir ein Exemplar im Aquarium halten, dann ist eine ausgewogene, kommerziell erhältliche Ernährung ausreichend, doch sie sollte sowohl Trocken- als auch Lebendigfutter enthalten. Dazu gehören Moskitolarven oder Daphnien.

Normalerweise ist der Schwertträger ein sehr friedliebendes Geschöpf. Er ignoriert für gewöhnlich seine Aquariumsmitbewohner, solange sie von der gleichen Größe sind. Männchen können jedoch aggressiv werden, wenn es sich um Revier- oder Fortpflanzungskämpfe handelt. Solltest du darüber nachdenken, Schwertträger zu Hause zu halten, so ist es am besten, wenn ein Männchen mit mehreren Weibchen seinen Lebensraum teilt.

Sein wissenschaftlicher Name lautet Xiphophorus hellerii

Fortpflanzung des Schwertträgers

Alle Poeciliidae sind lebendgebärend. Das bedeutet, dass die Weibchen die Eier in ihrem Körper verstauen, bis sie die Fischbabys lebendig gebären. So kommt es, dass die Jungfische größer sind als bei jenen Arten, die Eier legen, und dass sie frei schwimmen können, ohne viel Schutz ihrer Eltern zu benötigen.

Die Befruchtung findet statt, wenn das Männchen mittels seiner Analflosse das Weibchen befruchtet. Nach einer Zeitspanne von vier bis sechs Wochen werden die Jungfische dann „geboren“. Ab diesem Moment muss man das Aquarium beobachten, denn es kommt beim Schwertträger sehr oft vor, dass er die Jungtiere jagt und versucht, sie zu fressen.

Wenn wir Vorsicht und Geduld walten lassen, dann haben wir binnen eines Jahres einige herrliche ausgewachsene Exemplare dieser Fischart.

  • Basolo, A. L., & Wagner Jr, W. E. (2004). Covariation between predation risk, body size and fin elaboration in the green swordtail, Xiphophorus helleri. Biological Journal of the Linnean Society83(1), 87-100.

 

  • Earley, R. L., & Dugatkin, L. A. (2002). Eavesdropping on visual cues in green swordtail (Xiphophorus helleri) fights: a case for networking. Proceedings of the Royal Society of London. Series B: Biological Sciences269(1494), 943-952.