Rasseportrait Terrier: charakteristische Eigenschaften

Diese mutigen und entschiedenen Hunde wurden vorwiegend zur Fuchs- und Dachsjagd verwendet, um im Bau dieser Tiere unter der Erde zu stöbern. Doch auf dem Feld jagen sie auch Schädlingen wie Ratten nach. 

Terrier sind in der Regel klein und mutig, jeder, der einen Yorkshire Terrier kennt, kann dies bezeugen. In diesem Artikel erfährst du mehr über die allgemeinen Eigenschaften dieser Rasse, denn die einzelnen Untergruppen haben sehr viele Ähnlichkeiten, nicht nur ihre Größe. 

Gemeinsame Geschichte

Die Entwicklung und Zucht der Hunde war noch bis vor nicht allzu langer Zeit auf die Arbeit ausgerichtet, welche die Vierbeiner zu verrichten hatten: Jagdhund, Schäfer, Wachhund… So kam es zu einer genetischen Auslese, die den Charakter und die physischen Eigenschaften weit über die Schönheit eines Hundes hinaus bestimmt. Man spricht auch von phänotypischer Spezialisierung.

Ein klares Beispiel dafür ist der Windhund, der sich durch seinen schlanken, hochläufigen Körperbau auszeichnet. Um die spezifischen Eigenschaften dieses Jagdhundes zu erreichen, wurden verschiedene schnelle Hunderassen miteinander gekreuzt. Auch andere Rassen wurden zu speziellen Zwecken gezüchtet.

Im Falle des Terrier weist bereits sein Name auf seine ursprüngliche Nutzung hin: Der lateinische Ausdruck „Terra“ bedeutet Erde. Auf der Jagd wurde er eingesetzt, um in Fuchs- und Dachshöhlen unter der Erde zu stöbern. Er wurde jedoch auch zur Jagd von Schädlingen auf dem Feld, wie zum Beispiel von Ratten und anderen kleinen Raubtieren eingesetzt.

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Terrier: gemeinsame äußere Eigenschaften

Aufgrund dieser ganz spezifischen Aufgabe hat die Rasse der Terrier gemeinsame Eigenschaften entwickelt, um in ihren Aufgaben erfolgreich zu sein. Im allgemeinen sind es kleine Hunde mit gut proportionierten, zum Teil auch kurzen Beinen.

Ihr Fell ist relativ hart und rau, wobei es jedoch auch speziell für Schönheitswettbewerbe gezüchtete Arten gibt, die hier eine Ausnahme bilden.

Das raue Fell schützt die Hunde vor der Feuchtigkeit in den Bauten von Dachsen oder Füchsen und ermmöglicht es ihnen bei Regen oder in wasserreichen Gebieten die Gesundheit ihrer Haut zu bewahren. Diese Hunde verlieren meist nur wenig Haare, deshalb werden sie oft auch Allergikern empfohlen.

Terrier beim Rennen

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Terrier haben spitze Ohren mit einem relativ hohen Ansatz: Sie benötigen ihr Gehör, um festzustellen, ob die Bauten ihrer Beute besetzt sind oder wo sich die gejagten Tiere genau befinden. Die Ohren sind sehr beweglich, um den Ursprung der Geräusche gut erkennen zu können.

Terrier: gemeinsame Charaktereigenschaften

Nicht nur die physischen Eigenschaften machen Terrier-Hunde zu ausgezeichneten kleinen Jägern, auch der Charakter spielt dabei eine große Rolle. Sie haben gemeinsame psychologische Eigenschaften, doch auch die individuelle Erfahrung jedes Hundes ist für sein Verhalten natürlich grundlegend.

Es handelt sich um Hunde, die gerne bellen und auf Gefahr hinweisen: Sie sind zwar aufgrund ihrer Größe keine guten Wachhunde, schlagen jedoch sofort Alarm wenn sich eine fremde Person nähert. Sie haben dies gelernt, da sie die Jäger darauf hinweisen mussten, wo sich die Bauten der Dachse oder Füchse befanden. Noch heute haben sie deshalb diese Eigenschaft beibehalten.

Viele Hunde dieser Rasse mussten sich größeren Tieren stellen, deshalb sind sie mutig und gewagt. Sie zögern nicht daran, sich einem größeren Hund, Tier oder Menschen zu stellen. Terrier-Hunde sind entschieden und energisch und sehr schnell, wenn sie zu laufen beginnen.

weißer Terrier

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Wenn Terrier-Hunde unter Stress stehen, kommen all ihre primitiven Instinkte zum Vorschein: sie reiben sich am Boden, machen Löcher und versuchen, Dinge einzugraben. Wenn du einen kleinen Terrier hast, der deine Blumentöpfe zerstört oder Gegenstände im Rasen vergräbt, ist dies möglicherweise ein Hinweis darauf, dass dein Hund gestresst ist!

Terrier-Rassen

Innerhalb dieser Gruppe gibt es sehr viele Rassen. Anschließend nennen wir nur jene, die am häufigsten vorkommen. Darüber hinaus gibt es auch „Toy“-Versionen, die besonders klein sind. Diese waren allerdings nie als Jäger tätig, denn sie werden nur für Schönheitswettbewerbe gezüchtet. Trotzdem bewahren sie die psychologischen Charaktereigenschaften.

Die häufigsten Terrier-Rassen sind:

  • Yorkshire
  • Jack Russell
  • Westy oder Whest Highland White Terrier
  • Fox Terrier
  • Airelade Terrier
  • Boston Terrier

Manche Jagdhunde zählen ebenfalls zu dieser Gruppe, auch wenn sie nicht für die Jagd kleiner Raubtiere gezüchtet wurden, so zum Beispiel:

  • Bull Terrier
  • Staffordshire Bull Terrier

Wie auch bei anderen Rassen, sollten diese gemeinsamen Eigneschaften vor dem Kauf oder der Adoption eines Terriers berücksichtigt werden. Vergiss nicht, dass es sich um nervöse Hunde handelt, die gerne bellen, jedoch auch entschlossen und mutig sind. Ihre Größe und ihre Charaktereigenschaften haben sie schon vor langer Zeit von der Jagd abgebracht und zu einem perfekten Haushund und treuen Begleiter gemacht.

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