Hundesprache: Was bedeutet das Bellen?

14. Mai 2018
Um das Bellen eines Hundes richtig zu deuten, müssen auch Körperhaltung, Bewegungen und die Position des Schwanzes beobachtet werden. Erfahre heute mehr über die Hundesprache. 

Das Bellen ist grundlegend in der Hundesprache, doch auch andere Verhaltensmuster sind in der Kommunikation eines Hundes sehr wichtig. Wenn man den Kontext und das Verhalten des Hundes beobachtet, kann man einfach herausfinden, was uns der Vierbeiner mit seinem Gebell mitteilen will.

Anschließend erfährst du mehr zu diesem Thema. 

Die Hundesprache verstehen

Es ist relativ einfach, die Hundesprache zu verstehen, wenn man dabei gewisse Dinge berücksichtigt. Hunde kommunizieren sich kontinuierlich mit Artgenossen, Menschen und der Umgebung, nicht nur durch Bellen, sie haben auch verschiedene andere Methoden.

Die Körperhaltung spielt dabei eine wichtige Rolle, doch auch über bestimmte Bewegungen geben Vierbeiner viel Auskunft, insbesondere die Bewegungen des Schwanzes sind sehr aussagekräftig. Um genau zu verstehen, was deine Fellnase mitteilen möchte, solltest du auch den Kontext berücksichtigen.

Das bedeutet, dass das Bellen im Park während des Spiels mit Artgenossen nicht dieselbe Bedeutung hat, wie Gebell zu Hause nach einem Geräusch oder in einer vielbelebten Straße. Erfahre anschließend mehr, um die Hundesprache besser zu verstehen.

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Aufregung

Aufgeregtes Bellen ist ganz charakteristisch, denn dieses wird normalerweise von Schwanzwedeln und Körperbewegungen begleitet. Dein Fellwuschel möchte dir damit mitteilen, wie nervös und aufgeregt er ist, wobei es sich um positive oder negative Situationen handeln kann.

Hundesprache: Bellen

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Je nach Situation ist der Hund sehr zufrieden oder viel zu nervös. Das Bellen besteht aus kurzen, schlagartigen Tönen, die schnell aufeinander folgen und meist relativ hoch sind. Uns Menschen macht diese Art des Gebells meist nervös, denn wir empfinden es als sehr störend.

Frustration

Hunde bellen oft auch, weil sie frustriert sind. Wenn dein vierpfotiger Freund gerne etwas möchte, dies jedoch nicht erreichen kann, dann produziert das Frust. Das Gebell ist in diesem Fall lang und zeitlich gedehnt, die Töne sind relativ hoch.

Man kann diese Art des Bellens verwechseln und interpretieren, dass der Hund Aufmerksamkeit möchte, was nicht ganz falsch ist, denn schließlich möchte dein treuer Freund damit sagen, dass er etwas nicht erreichen kann und du ihm helfen sollst. Oft ist dies beispielsweise der Fall, wenn man den Hund auf eine Terrasse mitnimmt, um etwas zu trinken und der Vierbeiner gelangweilt ist und gehen möchte, jedoch nicht kann. Dann fängt er einfach an zu bellen.

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Angst

Jeder Hund reagiert bei Angst unterschiedlich: Manche bleiben still stehen, andere sind nicht fähig, ruhig zu bleiben und gehen nervös hin und her, bellen oder springen vielleicht sogar. Bei Angst schaut die Hundesprache etwas anders aus, was an folgenden Zeichen zu erkennen ist, die jedoch bei jedem Hund anders zur Wirkung kommen:

  • Sehr lautes Gebell, oder auch kurzes Bellen.
  • Lange, langsame Bellerei oder kurzes, schnelles Bellen.
  • Manchmal knurrt der Hund bevor er zu bellen beginnt. 

Alarm

Diese Art des Bellens ist ganz einfach zu identifizieren. Das Gebell ist weder kurz noch lang, doch kontinuierlich. Der Hund sucht dich mit dem Blick oder zeigt in eine Richtung, aus der Gefahr droht. 

Hundesprache interpretieren

Du musst herausfinden, auf was dich dein Vierbeiner aufmerksam machen möchte. Vielleicht möchte er dir einfach sagen, dass er eine Person gesehen hat, die du kennst. Mit seiner Hundesprache möchte dich dein treuer Freund nicht immer nur auf gefährliche Situationen hinweisen.

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Angelerntes Verhalten oder das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit

Hunde können auch einfach bellen, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Die meisten Besitzer erkennen dieses Gebell sofort und widmen sich dann wenn möglich ihrem Vierbeiner. Dann hört dieser auch sofort mit dem Bellen auf, denn schließlich hat er sein Ziel erreicht.

Meist ist diese Art des Bellens nicht sehr laut, kann jedoch immer lauter werden, wenn die Fellnase sein Wunschziel nicht erreicht. Zwischen den einzelnen Tönen vergehen meist ein paar Sekunden, denn dein treuer Freund gibt dir so Zeit, darauf zu reagieren und ihm „schweig“, „nein“, „komm“ oder einen anderen Befehl mitzuteilen.

Es handelt sich jedoch um ein angelerntes Bellen, das sich mit der Zeit auch verändern kann. Das einzige Ziel ist, Aufmerksamkeit zu erlangen oder etwas zu erreichen, deshalb kann der Hund verschiedene Arten des Bellens oder auch anderes Verhalten verwenden, um seine Wünsche durchzusetzen und zu erreichen, dass du auf seine Hundesprache reagierst.

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Heulen als Hilferuf

Die Hundesprache kennt viele Nuancen. Manchmal kann dein treuherziger Begleiter auch heulen anstatt zu bellen. In diesem Fall handelt es sich jedoch oft um einen Hilferuf, der kaum zu verwechseln ist. Damit richtet sich der Hund an seine menschliche Familie oder an Artgenossen.

Wenn Hunde miteinander heulen oder auch, wenn sie einen Rettungswagen hören, möchten sie damit mitteilen, dass sie die Situation erkennen und helfen möchten oder Hilfe brauchen. 

Bellen ist ein wichtiger Teil der Hundesprache, doch nicht die einzige Möglichkeit eines Vierbeiners, sich auszudrücken. Die Bewegungen, die Körperhaltung, der Gesichtsausdruck und andere Verhaltensmuster sind grundlegend, um zu erkennen, was ein Hund ausdrücken möchte.

Wie bereits erwähnt, darf natürlich auch der Kontext nicht vergessen werden, um die genaue Bedeutung der Hundesprache richtig interpretieren zu können.

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