Hunde der Gruppe 8: Rasseklassifizierung nach FCI

· 16. Februar 2018
Hunderassen werden je nach ihren Eigenschaften in unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Hier erfährst du mehr über die Hunde der Gruppe 8.

Die Fédération Cynologique Internationale (kurz FCI) ist für die Festlegung der Rassestandards bei Hunden verantwortlich und ordnet diese aufgrund ihrer Merkmale in unterschiedliche Gruppen ein. In diesem Artikel erfährst du, welche Hunderassen der Gruppe 8 angehören, zu denen die Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde zählen. 

Hunde der Gruppe 8: Apportierhunde

Diese Gruppe wird im Englischen als Retriever bezeichnet und zeichnet sich dadurch aus, dass sie die Beute für den Jäger einholen. Sie wurden so gezüchtet, dass die Hunde stets kontrolliert einsetzbar sind, Beute lediglich mithilfe von Stimmkommandos aufstöbern, dem Jäger die Fundstelle anzeigen und dabei stets den Anweisungen ihres Besitzers folgen.

In diese Gruppe gehören 6 Rassen, wir beschreiben dir zwei davon etwas genauer:

Gruppe 8 Labrador

1. Der Labrador Retriever

Bei dieser ursprünglich aus Kanada stammenden Hunderasse handelt es sich um eine der beliebtesten der Welt. Ihr Charakter zeichnet sich durch eine hohe Intelligenz, Gutmütigkeit, viel Energie, Umgänglichkeit und Freundlichkeit aus.
Labrador-Hunde sind ausgezeichnete Begleiter, verstehen sich perfekt mit Kindern, sind absolut gehorsam und stets freundlich.
Der Labrador Retriever kommt in den Farben schwarz, braun (Schokoladefarbe) oder beige vor. Häufig leiden diese Hunde durch Übergewicht (was bei dieser Rasse sehr typisch ist) an einer Hüftgelenks- oder Ellbogendysplasie.

2. Der Flat Coated Retriever

Der Flat Coated Retriever stammt ursprünglich aus Großbritannien und wird dort seit dem 19. Jahrhundert gezüchtet. Man vermutet, dass die Vorfahren dieser Rasse aus Kanada stammen.

Obwohl diese Rasse während des Zweiten Weltkriegs kurz vor ihrer Ausrottung stand, nahm in den 1960er Jahren ihre Beliebtheit zu, denn sie eignet sich perfekt für Hundesport und lange Bergwanderungen.

Diese Hunde vertrauen ihrem Besitzer zu 100% und wollen ihm stets gefallen, sie sind ausgezeichnete Begleiter für den Menschen und sie zeichnen sich durch ihr kräftiges Bellen aus. Diese Hunde haben ein schwarzes, dichtes und glänzendes Fell.

Hunde der Gruppe 8: Stöberhunde

Sämtliche Hunde, die in diese Gruppe gehören, sind mittelgroße oder kleine Tiere mit großen Hängeohren.

Diese Tiere wurden vor allem für die Unterstützung bei der Vogeljagd gezüchtet: Zuerst stöbern sie die Vögel auf, um sie dann anschließend dem Jäger zu bringen.

Insgesamt fallen 9 Rassen in die Gruppe der Stöberhunde, unter anderen auch folgende:

1. Der English Cocker Spaniel

Diese Rasse stammt ursprünglich aus Wales und wurde gezüchtet, um Teichhühner zu jagen. Die Ursprünge des English Cocker Spaniel liegen jedoch in Spanien und seine Nachkommen werden heute in den Vereinigten Staaten gezüchtet.

Diese Hunde zeichnen sich durch einen athletischen, kräftigen und kompakten Körper mit einer markanten Brust und muskulösen Hinterbeinen aus. Ihre großen Schlappohren hängen bis auf Augenhöhe herab.

Die Hunde dieser Rasse treten in unterschiedlichen Farbvarianten auf, das Fell kann sowohl ein- als auch mehrfarbig sein, darunter z. B. (hell)braun, weiß, schwarz, usw.

Der English Cocker Spaniel ist sehr intelligent, widerstandsfähig und aufmerksam, doch er ist nicht gerne alleine. Sollte man ihn doch alleine lassen, bellt er meist lange. Für eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus eignet sich diese Rasse daher weniger.

2. Der Welsh Springer Spaniel

Eine weitere Rasse der Gruppe 8, die aus Großbritannien stammt. Diese Tiere besitzen einen beinahe quadratischen Körper mit einer langen Rute, braunen Augen und Ohren mit kurzem Fell.

Sie wiegen bis zu 20 kg und ihr weißes Fell trägt rote Abzeichen. Diese Hunde sind sehr treu, zärtlich, aktiv und Fremden gegenüber etwas zurückhaltend.

Oft sind sie sehr anhänglich, doch Befehle beachten sie nur selten. Deshalb ist eine gute Erziehung von Anfang an wichtig.

Hunde der Gruppe 8: Wasserhunde

Zu dieser Gruppe zählen 8 Rassen, die sich durch dichtes und lockiges Fell auszeichnen und speziell in Küstengebieten eingesetzt werden.

Unter anderem werden die folgenden Rassen in diese Gruppe eingeordnet:

Gruppe 8 Pudel

1. Pudel

Obwohl der Pudel laut der FCI der Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde) angehört, besitzt diese Rasse körperliche Eigenschaften, die perfekt mit denen der Wasserhunde übereinstimmen.

Die Rasse entstand im 15. Jahrhundert und wurde damals ausschließlich für Adelige und Aristokraten gezüchtet.

Bis zum Zeitalter der Renaissance nutzte man diese Tiere zum Apportieren von Enten und Schwänen. Diese Rasse wird, gemessen an der Größe, in vier Guppen (Großpudel, Kleinpudel, Zwergpudel und Toypudel) eingeteilt.

Es handelt sich um sehr aktive, verspielte und lebenslustige Hunde, die sich nicht leicht ablenken lassen.

Lesetipp: Die anhänglichsten Hunderassen

2. Perro de Agua Español (Spanischer Wasserhund)

Diese Rasse stammt aus Andalusien und obwohl sie ursprünglich als Schäferhunde und auf Schiffen und Booten eingesetzt wurde, wird sie aufgrund ihres Aussehens zu den Wasserhunden gerechnet.

Die Farbe des Fells ist schwarz, braun, weiß und beige, entweder ein- oder zweifarbig. Es handelt sich um sehr treue, fröhliche, gehorsame, mutige, arbeitsfreudige und ausgeglichene Hunde mit ausgeprägtem Jagd- und Beschützerinstinkt.