Zähneputzen beim Hund: Vermeide 6 häufige Fehler!

23. März 2020
Richtiges und regelmäßiges Zähneputzen beim Hund kann das Entstehen von Gesundheitsproblemen verhindern. Allerdings musst du diese 6 Fehler vermeiden!

Zahnkaries, Zahnfleischschmerzen und Mundgeruch sind für Hunde nicht normaler oder akzeptabler als für Menschen. Es ist besonders wichtig, dass die Besitzer Zahnprobleme bei Hunden niemals akzeptieren oder ignorieren sollten. Man weiß, dass richtiges und regelmäßiges Zähneputzen beim Hund das Entstehen von Gesundheitsproblemen verhindern kann.

Darüber hinaus verringert das regelmäßige Zähneputzen beim Hund die Notwendigkeit kostspieliger und invasiver schmerzlindernder Zahnbehandlungen. In diesem Artikel sehen wir uns die sechs häufigsten Fehler an, die Besitzer beim Zähneputzen ihrer Hunde machen, und wie man sie vermeiden kann.

1. Falsches Zubehör für das Zähneputzen beim Hund

Die meisten Besitzer benutzen zum Zähneputzen eine speziell für den Hund entwickelte Zahnbürste und Zahnpasta. Die Zahnpasta ist extra auf den Geschmack des Hundegaumens ausgerichtet.

Es ist wichtig, die richtige Zahnbürste für das Maul deines Hundes zu kaufen. Versuche auf keinen Fall, eine Zahnbürste für Menschen zu benutzen.

Unterschiedliche Formen und Größen von Schnauzen erfordern unterschiedliche Arten von Zahnbürsten: Bedenke, dass zum Beispiel ein Chihuahua und eine englische Bulldogge sehr unterschiedlich sind!

Angesichts der vielen verschiedenen Zahnbürsten und -cremes im Handel solltest du die Empfehlungen deines Tierarztes befolgen. Er kann dir außerdem zeigen, wie du die Zähne deines Hundes effektiv putzen kannst.

Zähneputzen beim Hund ist wichtig

2. Sich mehr auf die Zahnpasta als auf das Putzen verlassen

Man muss beachten, dass die Zahnpasta für Menschen nicht nur ungeeignet für Hunde ist, sondern ihnen auch nicht schmecken wird. Die Verwendung dieser Creme macht das Putzen für den Hund unangenehm und auch noch uneffektiv.

Aber selbst wenn du eine geeignete Zahncreme für Hunde verwendest, ist das Ergebnis möglicherweise nicht das beste. Das Putzen selbst und nicht die Zahnpasta ist der Schlüssel zum Schutz und zur gründlichen Reinigung der Zähne deines Hundes.

Darüber hinaus ist es möglich, die Zähne deines Hundes effektiv zu putzen, ohne überhaupt eine Creme zu verwenden. Man muss bedenken, dass es nicht wirkungsvoll ist, die Zähne des Hundes schnell zu putzen und zu hoffen, dass die Zahncreme von alleine wirkt.

3. Unregelmäßiges Zähneputzen beim Hund

Das regelmäßige Zähneputzen ist die einzige Möglichkeit, die Zahngesundheit deines Hundes positiv zu beeinflussen und spätere Probleme zu vermeiden. Du musst dir darüber im Klaren sein, dass es nicht ausreicht, wenn du die Zähne deines Hundes ab und zu putzt.

Es wird empfohlen, die Zähne deines Hundes mindestens drei- bis viermal pro Woche und im Idealfall einmal täglich zu putzen.

Aus diesem Grund ist es notwendig, es in seine übliche Routine zu integrieren. Dies bietet nicht nur den besten Schutz für das Gebiss deines Hundes, sondern hilft ihm auch, sich daran zu gewöhnen. Bei einem Hund, der das Zähneputzen akzeptiert, dauert dies nur ein paar Minuten und stellt keinen größeren Aufwand dar.

Hundegebiss

4. Weder loben noch belohnen

Selbst wenn sich dein Hund sehr gerne die Zähne putzen lässt, sei dir bewusst, dass du etwas Ungewöhnliches für seine Natur verlangst. Es ist ein Vorgang, der außerhalb seines Bezugsrahmens liegt.

Aus diesem Grund solltest du dich während des gesamten Verfahrens positiv gegenüber deinem Hund zeigen. Wenn du fertig bist, lob ihn kräftig und gib ihm eine Belohnung, zum Beispiel ein Spielzeug, ein Lied oder seine liebste Streicheleinheit.

5. Beginn der Zahnpflege nach dem Auftreten von Problemen

Wenn dein Hund bereits Mundgeruch, schwarzes Zahnfleisch, sichtbaren Zahnbelag, Karies oder Schäden an seinen Zähnen hat, kann das Zähneputzen diese Probleme nicht beheben.

Bedenke, dass das Zähneputzen zu Hause keines der Probleme löst, wenn das Maul deines Hundes bereits in schlechtem Zustand ist. Dies kann für deinen Hund einfach nur unangenehm oder sogar schmerzhaft sein.

In diesem Fall muss sich dein Hund einer tierärztlichen Zahnbehandlung unter Sedierung unterziehen, um bestehende Probleme zu beseitigen. Erst dann lohnt es sich, zu Hause mit dem Zähneputzen deines Hundes zu beginnen.

Zähneputzen beim Hund

Glaube nicht, dass es wirksam ist, einfach mit dem Zähneputzen deines Hundes zu beginnen, nachdem der Schaden bereits entstanden ist.

6. Die Maulprobleme des Hundes ignorieren

Und schließlich bietet dir das Zähneputzen eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Zähne und das Zahnfleisch deines Hundes genauer kennen zu lernen. Nur so kannst du wissen, was normal ist und das Auftreten von Problemen schnell erkennen.

Es ist überflüssig zu sagen, dass die Vorsorge nur dann wirksam ist, wenn du handelst, sobald du ein mögliches Problem entdeckst. Wenn du irgendwelche Unregelmäßigkeiten siehst, bring deinen Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt.

Selbst bei Hunden, deren Zähne regelmäßig geputzt werden, können Zahnprobleme auftreten. Diese lassen sich auch durch Zähneputzen zu Hause nicht ganz vermeiden.

Ein schnelles Eingreifen und die Behandlung von Zahnproblemen stellen jedoch sicher, dass dein Hund sein Maul gesund hält. Wenn du deinen Hund von klein auf pflegst, braucht er möglicherweise nur eine Mindestmaß an Behandlung.

Zusammenfassend kann man sagen, dass selbst in Fällen, bei denen der Anfang gut war und der Hund das Zähneputzen toleriert, eine Vielzahl von möglichen Fehlern beim Zähneputzen von Hunden auftreten. Das Erkennen und Beheben dieser Fehler wird die Wirkung deiner Bemühungen noch erhöhen.

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