Nabelbruch bei Hunden

· 14. Dezember 2018
Alles Wissenswerte über den Nabelbruch bei Hunden. Wir erklären dir die Symptome, die Ursachen und die Behandlung von einem Nabelbruch bei Hunden.

Viele Tierbesitzer erschrecken, wenn sie eine Wölbung am Bauch ihrer Hunde sehen. Und diese Besorgnis ist berechtigt, da dies in der Regel ein deutliches Anzeichen auf einen Nabelbruch (Nabelhernie) ist.

Um dir zu helfen, dies zu erkennen und zu wissen, wie du dich verhalten musst, erklären wir dir Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten, die bei einem Nabelbruch eingesetzt werden. 

Was ist eine Hernie?

Eine Hernie entsteht, wenn ein Organ – oder ein Teil davon – aus der Höhlung herauskommt, in der es sich befinden sollte. Das bedeutet: Ein innerer Teil des Organismus, der hauptsächlich aus Muskeln und Fett besteht, wird nach außen abgestoßen.

Dieser Austritt bildet eine glatte Wölbung, die normalerweise sichtbar ist und sich weich anfühlt. Wenn diese Wölbung wieder zurückgeht, wenn sie vorsichtig mit den Fingerspitzen gedrückt wird, spricht man von einer reduzierbaren Hernie.

Geschieht dies jedoch nicht und die Wölbung bleibt draußen von einer Hautschicht bedeckt, handelt es sich um eine eingeklemmte Hernie.

Wenn zusätzlich die Sauerstoffzufuhr unterbrochen wird (das heißt, wenn die Wölbung nicht durchblutet wird), ergibt es ein klinisches Bild, das als strangulierte Hernie bezeichnet wird.

In diesen Fällen ist die Prognose normalerweise komplexer und ein chirurgischer Eingriff kann erforderlich sein.

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Hernien können am ganzen Körper entstehen. Die entsprechende Lage bestimmt ihren Namen. Die Nabelhernie erscheint zum Beispiel am Nabel. Darüber hinaus können sie unterschiedliche Größen haben und sich je nach dem Organismus des Tieres entwickeln.

Auf jeden Fall sind eine besondere Aufmerksamkeit und die entsprechende Behandlung erforderlich.

Nabelbruch bei Hunden: Ursachen

Ursachen von Hernien bei Hunden

In der Regel treten Hernien bei Hunden durch angeborene Defekte oder Fehlbildungen auf, die zum Zeitpunkt der Geburt entstehen. In diesen Fällen werden sie angeborene Hernien genannt.

Hernien können auch durch Verletzungen oder Wunden verursacht werden. In diesen Fällen spricht man von einer erworbenen Hernie.

Wie entwickelt sich ein Nabelbruch bei Hunden?

Der Nabelbruch bei Hunden ist fast immer angeboren. Die Welpen erhalten während der Trächtigkeit alle Nährstoffe durch die Nabelschnur, die sie auch mit dem Organismus ihrer Mutter verbindet.

Bei der Geburt muss die Hündin nach dem Werfen ihrer Welpen diese Schnur mit den eigenen Zähnen trennen.

In vielen Fällen bleibt ein kleines Stück der Nabelschnur zurück, das in der Woche nach der Geburt trocknen und abfallen sollte. Im Laufe dieser Woche schließt sich ebenfalls der Hohlraum, der durch das Fehlen der Schnur im Bauch des Welpen entstanden ist.

Wenn sich dieser Hohlraum nicht vollständig schließt, kann dieser kleine Raum die Bildung eines Nabelbruchs ermöglichen. Der Bauchinhalt des Welpen (Gewebe, Fette und Organe) kann nach außen dringen.

Auf diese Weise bildet sich die weiche Wölbung am Bauch des Tieres, was das sichtbarste Zeichen dieser Hernie ist.

In seltenen Fällen kann diese Hernie auch durch eine Verletzung entstehen, die durch ein Trauma oder einen Unfall verursacht wurde.

Wenn der Hund einen starken Schlag oder einen Biss erleidet, kann seine Bauchstruktur „brechen“. In der Folge könnte ein internes Organ nach außen treten.

Was muss ich tun, wenn ich eine Wölbung am Bauch meines Hundes bemerke?

Die aus einem Nabelbruch resultierende Wölbung kann unterschiedliche Größen haben und sich bei jedem Patienten unterschiedlich entwickeln.

Wenn du eine Protuberanz bei deinem Hund feststellst, ist es ratsam, schnell in die Tierklinik zu gehen. Auf keinen Fall solltest du vor der Untersuchung des Tierarztes eigene Lösungen oder Hausmittel anwenden.

Nabelbruch bei Hunden: Behandlung

Wie wird ein Nabelbruch bei Hunden behandelt?

Abhängig vom Alter des Hundes, seinem Gesundheitszustand und der Art der Hernie wird der Fachmann eine geeignete Behandlung festlegen.

Wenn es sich um einen Welpen mit einer kleinen Hernie handelt, wartet der Tierarzt normalerweise, bis der Patient sechs Monate alt ist. Ziel ist es, zu sehen, ob sein Organismus sie von alleine zurückbildet.

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Wenn der Hund älter als sechs Monate oder bereits erwachsen ist, hängt die Behandlung grundsätzlich von den Merkmalen der Hernie ab.

Oft sind Hernien nicht gefährlich und stellen kein Risiko für die Gesundheit des Tieres dar. In diesem Fall kannst du dich neben der regelmäßigen Kontrolle auch für eine Schönheitsoperation entscheiden.

Wenn die Hernie sehr groß ist, stranguliert wird oder ein Risiko für die Gesundheit des Hundes darstellt, ist ein chirurgischer Eingriff in der Regel unvermeidlich. Und im Fall eines ausgetretenen Organs wird dieser Eingriff noch komplexer und delikater sein.