Die geistige Gesundheit deines Haustieres

5. August 2018
Unsere Haustiere sind sensible Wesen und ihre geistige Gesundheit sollte uns wichtig sein. In unserem Artikel kannst du mehr über das Thema erfahren.

Tiere können unter verschiedenen emotionalen Krankheiten leiden, die sich durch Veränderungen in Verhalten und Charakter abzeichnen. Es ist grundlegend, die geistige Gesundheit deines Tieres zu pflegen, damit es glücklich und gesund lebt.

Die geistige Gesundheit deines Haustieres: die 5 häufigsten emotionalen Erkrankungen

1- Depression

Tiere neigen zu Depression als Reaktion auf Misshandlung und abrupten Veränderungen ihrer Routine.

Deprimierter Hund
Autor: LuAnn Snawder Photography

Häufige Symptome der Depression sind:

  • Untätigkeit
  • Isolierung
  • Fehlendes Interesse und verminderte Energie
  • Veränderungen im Verhalten
  • Appetitlosigkeit
  • Müdigkeit und Lethargie

2- Zwangsstörung (OCD)

Haustiere mit einer Zwangsstörung leiden unter wiederholten oder unkontrollierten Verhaltensweisen. Bei dieser Erkrankung verliert das Tier momentan die Fähigkeit, seine Gefühle zu kontrollieren und drückt dies durch zwanghafte Taten aus.

Viele Hunde lecken sich frenetisch die Rute oder jagen hinter ihr im Kreis her. Normalerweise entwickelt sich die Zwangsstörung als Konsequenz auf körperlichen oder emotionalen Missbrauch, übertriebene Nervosität und Gefangenschaft (Hunde, die zum Beispiel angekettet waren).

3- Trennungsangst

Haustiere, die emotional zu stark von ihren Besitzern abhängig sind, verhalten sich oft hyperaktiv, wenn sie alleine bleiben. Für gewöhnlich versuchen sie auszubüchsen, sie verletzen sich selbst, zerstören Gegenstände, knabbern Möbel an, jaulen und hören nicht auf zu bellen.

4- Phobien

Es gibt Tiere, die unter sehr starken Ängsten leiden, die übertriebene Reaktionen hervorrufen. Eigentlich hat die Mehrzahl der Haustiere panische Angst vor bestimmten Geräuschen wie dem Staubsauger, dem Föhn, Feuerwerk usw.

Meistens drücken die Tiere ihr Unwohlsein auf eine der folgenden Weisen aus: Sie nehmen entweder eine unterwürfige oder angreifende Körperhaltung an, zittern, unternehmen Fluchtversuche, verstecken sich oder vermeiden Menschen.

5- Posttraumatischer Stress

Die Verhaltensweisen stammen von negativen Erfahrungen wie Gewalt, Misshandlung oder Verwahrlosung. So kommt es, dass einige Haustiere große Schwierigkeiten beim Zusammenleben mit Menschen oder Tieren aufweisen. Sie leiden unter aggressivem oder zwanghaftem Verhalten. Hier ist es unvermeidlich, Hilfe von Experten einzuschalten und geduldig zu sein.

Ratschläge zur geistigen Gesundheit deines Haustieres

Die seelische Ausgeglichenheit unserer Haustiere zu bewahren ist eine Frage von Gewohnheiten, da eine gesunde, positive Routine ihre Lebenserwartung und -qualität erhöhen kann.

Im Folgenden zählen wir sechs grundlegende Aspekte auf, die beim körperlichen und seelischen Wohlsein deines besten Freundes mitwirken:

1- Ausgeglichene Ernährung

Eine einseitige Ernährung kann viele körperliche und geistige Krankheiten hervorrufen: Unterernährung, Übergewicht, Verdauungserkrankungen, Ermüdung, Lethargie, Depression usw.

Eine ausgeglichene Ernährung sollte je nach Alter und Größe des Tieres gewählt werden. Außerdem gibt es zu diesem Thema auch einige spezifische Optionen, um Krankheiten wie Allergien, Fettsucht und Nieren-, Leber- oder Harnwegserkrankungen zu verbessern.

Es ist wichtig, dass die Tiere eine für sie entsprechende Portion bekommen. Dabei bedeutet zu viel Futter nicht, dass das Tier sich gut ernährt. Genauso wenig tut es das, wenn wir es mit Resten menschlichen Essens füttern. Einige der Zutaten könnten giftig für das Tier sein.

2- Regelmäßige körperliche Aktivität

Körperliche Aktivität ist die ideale Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung, denn Fitness hilft das Gewicht zu kontrollieren, das Immunsystem zu stärken und den Organismus auszubalancieren. So können wir verschiedene Krankheiten vermeiden und zur geistigen Gesundheit unserer Tiere beitragen.

Wenn man erst gar nicht die Energie sich im Tier aufstauen lässt, so wirkt das auch positiv auf sein Verhalten aus. Auf diese Art vermindert man das Risiko von aggressivem Verhalten und bietet dem Tier einige Momente Spaß und Entspannung an.

3- Sozialisierung

Wenn Tiere sozialisieren, so benutzen sie ihre sozialen Fähigkeiten und stärken ihre Emotionen. Damit wird auch die geistige Gesundheit deines Tieres gestärkt und das Risiko von aggresivem Verhalten vermindert.

Am besten sollte man mit der Sozialisierung schon während der ersten Lebenswochen des Tieres beginnen. Zwischen der fünften und zwanzigsten Lebenswoche ist dafür ein idealer Zeitraum, damit das Tier einen gesunden Umgang mit Mensch und Artgenossen entwickelt.

Berührungstherapie für den Hund

4- Vorbeugende Medizin

Viele Krankheiten bringen emotionale Unausgewogenheit und Verhaltensveränderungen mit sich. Deswegen ist vorbeugende Medizin wichtig für die geistige Gesundheit deines Haustieres.

Man muss die Tiere regelmäßig impfen und entwurmen lassen. Dazu gehören auch Mundhygiene und die Reinigung der Augen, Ohren und des Fells. Genauso sind Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt notwendig, um den Gesundheitszustand des Tieres zu überprüfen.

5- Schönheitspflege und Kuscheleinheiten

Natürlich akzeptiert jedes Tier nur ein bestimmtes Maß an Pflege und Streicheleinheiten, doch alle verdienen sich und brauchen die Aufmerksamkeit ihres Besitzers. Deswegen muss man immer ein Haustier wählen, dass nicht mehr Zeit in Anspruch nimmt, als man ihm geben kann.

Wir möchten betonen, dass die Streicheleinheiten und Schönheitspflege ideale Momente sind, um die Laune des Tieres zu verbessern. Auf diese Art wird eure Freundschaft gestärkt und euer Zusammenleben verbessert.

6- Entspannungstherapien

Es gibt immer mehr spezifische Entspannungstherapien für Haustiere, doch am besten wäre es eigentlich, wenn ihr diese Momente zusammen genießt. Aromatherapie, Musiktherapie, Feng Shui und Meditation kreieren beispielsweise ein positiveres Umfeld. Das ist grundlegend für das geistige Wohlempfinden deines Haustieres und deiner Familie.