Die Behandlung von Gingivitis bei Haustieren

21. April 2019
Wenn bei deinem Hund eine Gingivitis diagnostiziert wurde, solltest du wissen, dass es sich um eine häufige Mundkrankheit bei Haustieren handelt. Im Prinzip handelt es sich um einen Entzündungsprozess, der das tägliche Leben deines besten Freundes stark beeinflusst.

Gingivitis ist eine der häufigsten Mundkrankheiten bei Haustieren. Es handelt sich um einen fortschreitenden Entzündungsprozess, der das Zahnfleisch betrifft und sich auf das Knochengewebe ausbreiten kann. Die Behandlung von Gingivitis bei Haustieren kann aufwendig sein.

Im folgenden Abschnitt erfährst du etwas über die Symptome, Behandlung von Gingivitis bei Haustieren sowie über die Prävention.

Wie entsteht Gingivitis bei Haustieren?

Die meisten Mundkrankheiten entstehen durch die Bildung von bakteriellen Belägen und Gingivitis ist da keine Ausnahme. Grundsätzlich beginnt der Entzündungsprozess, wenn der Zahnstein an den Zähnen des Tieres nicht rechtzeitig bekämpft wird.

Aber lass uns einen genaueren Blick auf die Entstehung von Gingivitis bei Haustieren werfen, um die Symptome und die Behandlung zu verstehen.

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Hundespielzeug für die Zahnpflege

Im Mund von Haustieren leben bereits auf natürliche Weise verschiedenste Bakterienarten. Wenn man die Zähne des Haustiers nicht pflegt, lässt man zu, dass sich zwischen den Zähnen und dem Zahnfleisch Speisereste ansammeln.

Diese organischen Rückstände dienen als Nahrung für Bakterien, die bereits im Maul des Tieres leben, was eine schnelle und übermäßige Vermehrung ermöglicht.

Somit kommt es zu einer Überpopulation von Bakterien im Maul des Tieres, die zu einer Anhäufung in Form von Plaque führt. Bakterienplaque haftet am Zahn und bildet zusammen mit Schmelz und Speichel Zahnstein.

Nachdem der Zahnstein am Zahn haftet, vermehren sich die Bakterien weiter und dringen in das Zahnfleisch ein, wenn der Zahnstein nicht rechtzeitig beseitigt wird.

An diesem Punkt entzündet sich das Zahnfleisch, die so genannte Gingivitis ist entstanden.

Die Behandlung von Gingivitis bei Haustieren kann einen chirurgischen Eingriff nach sich ziehen.

Symptome von Gingivitis bei Haustieren

Gingivitis entwickelt sich in der Regel im Stillen und schreitet fort. Die ersten Symptome sind bei Haustieren mit bloßem Auge schwer zu diagnostizieren.

Es ist daher unerlässlich, den Mund des Haustieres regelmäßig zu kontrollieren, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.

Das erste offensichtliche Zeichen einer Gingivitis ist in der Regel eine dünne rote Linie zwischen Zähnen und Zahnfleisch. Das Zahnfleisch ist auch oft rot und verdickt. In fortgeschritteneren Stadien können Abszesse und Blutungen auftreten.

Eine Gingivitis kann zudem zu komplexeren Symptomen führen, insbesondere wenn sie nicht richtig behandelt wird. Andere häufige Symptome einer Gingivitis bei Haustieren sind:

  • Mundgeruch (schlechter Atem)
  • Schwierigkeiten beim Kauen
  • Appetitlosigkeit
  • Übermäßiger Speichelfluss
  • Häufiges Kratzen im Mundbereich
  • Gingivahyperplasie (wucherndes Zahnfleisch)
  • Das Tier lässt sich ungern am Mund berühren und reagiert auf Versuche darauf negativ.
  • Durch die Entzündung verursachte Verhaltensänderungen, die im Allgemeinen mit den Schmerzen verbunden sind.

Wenn die Gingivitis nicht rechtzeitig behandelt wird, vermehren sich die Bakterien weiter und können in das Muskel- und Knochengewebe eindringen, das die Zähne hält.

Dies kann zu einem komplexen Krankheitsbild namens Parodontitis oder Parodontose führen, welche zu Zahnverlust führen kann.

Die Behandlung von Gingivitis bei Haustieren sollte mit dem Tierarzt besprochen werden.

Behandlung von Gingivitis bei Haustieren

Wenn du eine Veränderung im Mund deines Haustieres beobachtest, solltest du dich mit ihm zum Tierarzt begeben.

Dort kann der Fachmann den Mund des Tieres untersuchen und die notwendigen Tests durchführen, um seinen Gesundheitszustand und den Fortschritt der Bakterien in seinem Organismus zu überprüfen.

Die Behandlung von Gingivitis bei Haustieren hängt hauptsächlich vom Stadium der Erkrankung ab. Da es sich um eine bakterielle Erkrankung handelt, ist der Einsatz von Antibiotika meist unerlässlich.

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Bei weniger fortgeschrittener Krankheit werden Antibiotika in der Regel äußerlich angewendet, um den Entzündungsprozess zu hemmen und Bakterien zu töten.

In fortgeschritteneren Fällen werden Antibiotika oral oder intravenös verabreicht. Ziel ist es, die Vermehrung der Bakterien im Körper einzudämmen.

Darüber hinaus kann der Tierarzt auch Schmerzmittel verschreiben, um Schmerzen zu lindern und damit die Lebensqualität des Tiers während der Behandlung zu verbessern.

Durch einen anschließenden chirurgischen Eingriff kann auch der Zahnstein von den Zähnen entfernt werden, sodass eine erneute Gingivitis vermieden wird. Die Durchführbarkeit dieser Behandlung hängt allerdings vom Gesundheitszustand des Tiers ab.

Haben die Bakterien das Knochengewebe erreicht, muss der Tierarzt untersuchen ob die Struktur der Zähne beschädigt ist. Wenn eine fortgeschrittene Verschlechterung festgestellt wurde, muss der Zahn vielleicht gezogen werden.

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