Canine Demodikose: Symptome und Behandlung

20. Juli 2019
Die Canine Demodikose kommt bei Hunden öfters vor. Erfahre alles über Ursachen, Diagnose und die verschiedenen Behandlungsmethoden.

Wenn wir über Krätze sprechen, denken wir alle an einen besorgniserregenden Prozess für unser Haustier, der normalerweise ansteckend ist. Die Canine Demodikose ist ein relativ häufiges Phänomen und kann grundsätzlich behandelt werden.

In diesem Artikel werden wir dir die Ursachen, die Diagnose und die verfügbaren Behandlungen erläutern.

Was verursacht die Canine Demodikose?

Der Übeltäter dieser Krankheit ist eine Milbe der Gattung Demodex, genauer gesagt die Demodex canis. Unter normalen Bedingungen leben diese mikroskopischen Wesen in den Follikeln und verschiedenen Hautbereichen vieler Säugetiere.

Vor allem bei Hunden sind diese Milben regelmäßig zu finden und durch das Immunsystem des Hundes wird ihre Anzahl in Grenzen gehalten.

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Wenn die Anzahl dieser Milben aus verschiedenen Gründen, wie zum Beispiel durch ein geschwächtes Immunsystem, unkontrolliert zunimmt, kommt es zu einem Befall. Dies verursacht eine Reihe von Hautschäden und führt schließlich zu einer Demodikose.

Milbe Demodex canis

Canine Demodikose: Symptome

Diese Krankheit kann sowohl junge als auch erwachsene Hunde betreffen. Man spricht von einer lokalen Demodikose, wenn sie Welpen oder Hunde unter zwei Jahren betrifft. Die häufigsten Symptome sind Haarausfall sowie Hautentzündung, insbesondere an Kopf und Beinen.

Dein bester Freund kann unter Juckreiz leiden, der zu kontinuierlichem Kratzen führt. Diese Art der Demodikose ist weniger aggressiv und verklingt normalerweise im Laufe der Zeit.

Dagegen ist die generalisierte Demodikose viel schwerwiegender und betrifft erwachsene Hunde. Die Infektion beginnt, sich über mehrere Bereiche des Körpers des Tieres zu verbreiten und erreicht sogar die Pfoten und die Fußballen.

Canine Demodikose: Behandlung

In diesem Fall sind die Verletzungen der Haut bösartiger und es können tiefe und eiternde Wunden auftreten. Alle diese Symptome tauchen in der Regel zusammen mit Fieber, allgemeinem Unwohlsein und ständigem Lecken der betroffenen Stellen auf.

Canine Demidokose: Diagnose

Glücklicherweise ist die Canine Demodikose sehr einfach zu diagnostizieren. Dazu muss man nur etwas Haut deines Hundes abschaben, um das Vorhandensein der verursachenden Milbe zu überprüfen. In der Regel entnimmt der Tierarzt eine Probe an den am stärksten betroffenen Bereichen, um die Diagnose zu bestätigen.

An dieser Stelle muss betont werden, dass du sofort zum Tierarzt gehen solltest, wenn du eines der vorher beschriebenen Symptome bei deinem Haustier beobachtest, damit man die Behandlung so schnell wie möglich beginnen kann.

Canine Demodikose: Behandlung

Da Grunderkrankungen damit verbunden sind, kann die Behandlung dieser Krankheit variieren. Auch hier spielt es eine Rolle, ob es sich um eine lokale oder generalisierte Erkrankung handelt.

Bei der lokalen Demodikose, obwohl sie in der Regel mit der Zeit nachlässt, kann der Tierarzt eine Art Shampoo in Kombination mit einer Akarizid-Behandlung verschreiben.

Canine Demodikose: Symptome

Bei der generalisierten Demodikose werden häufig Amitraz-Bäder angewendet. Dieses Antiparasitikum kann zur Linderung der Symptome beitragen, hat aber in der Regel unerwünschte Nebenwirkungen.

Die Produkte, die üblicherweise bei Tieren mit generalisierter Demodikose angewendet werden, dienen vor allem der Linderung der Beschwerden, da manche Tiere chronisch an dieser Krankheit leiden. Dieses Leiden hängt normalerweise mit einem geschwächten Immunsystem zusammen.

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Es ist wichtig, die Behandlung nicht zu unterbrechen und regelmäßige Kontrollen durchzuführen, um sicherzustellen, dass die Anzahl der Milben abgenommen hat.

Da die Vorbeugung dieser Krankheit jedoch eine schwierige Aufgabe ist, musst du eine ausreichende Lebensqualität für deinen Hund sicherstellen: gesunde Ernährung, tägliche Bewegung und Gesellschaft.

Zum Abschluss sei daran erinnert, dass im Zweifelsfall dein Tierarzt die richtige Person ist, an die du dich wenden musst, wenn mit deinem Haustier etwas nicht stimmt.

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