Ressourcenschutz bei Hunden

· 29. November 2018
Ressourcenschutz bei Hunden bedeutet, dass ein Hund knurrt, bellt oder sogar beißt, um das zu verteidigen, was er als sein Besitztum ansieht. Hundetrainer helfen dabei, dieses Verhalten zu verbessern. Es kann nämlich zu Unfällen kommen, wenn man es angeht.

Ressourcenschutz bei Hunden ist eines der Problemverhalten, das Hundehalter am meisten sorgt. Deshalb möchten wir genauer betrachten, welche Ursachen diesem Verhalten zu Grunde liegen und wie man das Problem lösen kann.

Was ist Ressourcenschutz bei Hunden?

Wie der Name es schon verrät, ist Ressourcenschutz bei Hunden eine Verhaltensart, bei der die Tiere beschützen und verteidigen, was sie für wichtig halten, um so zu verhindern, dass es verschwindet.

Sie können dabei sehr unterschiedliche Dinge beschützen. Am häufigsten handelt es sich hierbei um Fressen, Spielzeug oder den Schlafplatz, doch es kann bei ganz verschiedenen Gegenständen und Situationen zu diesem Verhalten kommen.

Um ihre Gegenstände zu sichern, knurren oder bellen Hunde meist oder stellen sich zwischen die Bedrohung und das Ihrige.

Wenn wir in extremen Fällen nicht wahrnehmen, dass der Hund Unsicherheit und Angst spürt, etwas für ihn Wichtiges zu verlieren, kann er sogar in die Luft beißen oder wirklich zuschnappen.

Ressourcenschutz bei Hunden wird dann zum Problem, wenn seine menschliche Familie es als solches identifiziert. Keinem Tier gefällt es, wenn man ihm etwas wegnimmt, was es als sein Eigentum betrachtet.

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Wenn aber diese Abneigung zu einem Problem beim Zusammenleben führt, oder der Hund nicht mehr in Ruhe Fressen, Schlafen oder Spielen kann, dann muss man dagegen vorgehen.

Ursachen für den Ressourcenschutz bei Hunden

Es gibt viele mögliche Ursachen, aus denen ein Hund plötzlich beginnt, seine Habseligkeiten zu verteidigen. Er könnte zuvor ausgesetzt oder misshandelt worden sein, oder vielleicht gab es auch ein Trauma, das seine Unsicherheit hervorrief.

Doch nicht jeder Hund, der eine solche Erfahrung hinter sich hat, entwickelt auch gleichzeitig dieses problematische Verhalten.

Vorsicht bei der Fütterung!

Man kann jedoch generell sagen, dass unsichere Hunde öfter zu diesem Verhalten neigen. Sie haben wenig Vertrauen in ihre Familie oder sind viel Stress ausgesetzt.

Wenn man Lösungen für den Ressourcenschutz bei Hunden sucht, dann muss man nach Techniken suchen, die sowohl das momentane Verhalten als auch die zu Grunde liegende Ursache für den individuellen Hund in Betracht zieht.

Jedes Tier ist einzigartig. Es gibt einige, die den übertriebenen Ressourcenschutz schnell aufgeben. Andere hingegen brauchen etwas mehr Zeit, um sich davon zu lösen.

Wie bei jedem Verhaltensproblem ist es wichtig, einen Hundetrainer zu engagieren, der mit positiver Verstärkung arbeitet. Die Zusammenarbeit mit der Familie und im Zuhause ist ebenfalls grundlegend, um eine Lösung zu finden.

Beispiele für den Ressourcenschutz bei Hunden

Das typischste Beispiel ist vielleicht der Hund, der knurrt und niemanden in die Nähe seines Futternapfes lässt.

Manche tun dies bei allen Menschen, manche nur bei einigen oder auch nur, wenn sich andere Tiere annähern.

Wenn ein Hund es nicht zulässt, dass andere Tiere sich seinem Bezugsmenschen annähern, dann spricht man ebenfalls von Ressourcenschutz. Selbst ein Ort, wie das Haus, das Körbchen oder ein Sofa kann zur Ressource werden.

Man muss aber auch erkennen, dass nicht jedes Knurren gleichzeitig Ressourcenschutz ist. Wenn der Hund auf dem Sofa schläft und knurrt, weil wir ihn beim Mittagsschlaf wecken, dann geht es dabei um sein Bedürfnis nach Ruhe, nicht um das Sofa.

Tipps und Lösungen

Die Lösung für solches Problemverhalten bei Hunden ist in jedem Fall individuell. Ein erfahrener, positiver Hundetrainer kann dir weiterhelfen, die Ursache und Lösung für Ressourcenschutz zu erkennen.

Traditionelle Hundetrainer, die mit Dominanz anstatt positiver Verstärkung arbeiten, können das Problem verschlimmern, denn sie verunsichern das Tier nur weiter.

Hund schläft friedlich auf seinem Bett

Es ist notwendig, sich an einen erfahrenen Trainer zu wenden, doch auch zu Hause kann man schon Maßnahmen treffen.

Da wir jetzt wissen, dass das Verhalten sich in der Angst begründet, einen geliebten Gegenstand zu verlieren, sollten wir den Hund so lange er möchte damit spielen lassen.

Wenn der Hund sein Futter beschützt, dann sollte er immer ein wenig Futter zur Verfügung haben. Ist es stressig für ihn, wenn man seine Näpfe anfasst, dann kann man sie einfach waschen, während er ein Nickerchen hält.

Dreht sich sein besitzergreifendes Verhalten um seine Schlafstätte, so muss sie ihm immer zur Verfügung stehen und man darf ihn dort niemals belästigen.

Der Tipp, dass man die Hand in den Futternapf stecken sollte, um ihm zu zeigen, wer der Herr im Haus ist oder dass nichts dabei passiert, ist komplett unnütz.

Im besten Fall verschlimmert man das Problem dabei nur noch. Im schlimmsten hast du danach eine ordentliche Bisswunde.

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Ressourcenschutz bei Hunden ist ein häufiges Problem, das vielen Hundehaltern Sorgen bereitet. Es kann aus verschiedenen Gründen entstehen, doch die sind letztendlich nicht so wichtig.

Lasse deinen Hund besser seine Ressourcen ungestört genießen und setze dich mit einem Hundetrainer in Verbindung, der eine individuelle, artgerechte Lösung für das Problem findet.