Wie vermeidet man lästiges Anspringen zur Begrüßung?

· 26. Februar 2019
Damit Hunde einen nicht anspringen, muss man versuchen, sie ruhig zu halten und ihnen andere Arten der Begrüßung beibringen.

Viele Hunde freuen sich so sehr, wenn du heimkommt, dass sie dich zur Begrüßung anspringen und dir dabei sogar wehtun können. Falls es dich interessiert, wie man die stürmische Begrüßung vermeidet, dann lies weiter!

Vermeide, dass dich dein Hund zur Begrüßung anspringt

Es kann ganz schön nervig und sogar gefährlich sein, wenn dich dein Hund vor lauter Freude beim Heimkommen anspringt. Kleine Hunde können uns die Kleidung mit ihren Krallen zerreißen, während die großen uns manchmal sogar ungewollt umschubsen.

Für diese Verhaltensweise gibt es jedoch eine Lösung. Einige Hunde verstehen das sehr schnell und hören schon binnen von Tagen mit der stürmischen Begrüßung auf. 

In anderen Fällen liegt die Schuld beim Menschen. Manchmal merken wir nicht, dass wir die Hunde aufregen und sie regelrecht zu diesem Verhalten anstacheln.

Unser Lesetipp: Kommunikation zwischen Haustier und Mensch

Mache deinen Hund nicht nervös

Damit dich deine Fellnase zur Begrüßung nicht mehr anspringt, darfst du ihn zu allererst nicht aufregen bei deiner Heimkehr.

Wenn der Hund nervös wird, dann muss er die überschüssige Energie irgendwie loswerden. Das schafft er, in dem er springt und drängelt.

Bleiben wir allerdings ruhig und bringen diese Energie mit nach Hause, dann ist es auch wahrscheinlicher, dass unser Vierbeiner sich so verhält, wie wir uns das wünschen.

Es gibt Vieles, das einen Hund aufregen kann, wenn du nach Hause kommst: eine hohe Stimme, die schnell spricht, Worte, die sich ständig wiederholen, Schreien oder sogar Berührungen und Getätschel.

Du musst gelassen eintreten und deinen Hund ruhig begrüßen. Erhebe nicht deine Stimme, renne nicht und provoziere den Hund nicht zum Springen.

Jack Russell springt fröhlich durch den Wald

Belohne das Gespringe nicht

Es kommt oft vor, dass wir unsere Fellnase ungewollt für die stürmische Begrüßung belohnen. Wir wissen zwar, dass uns das nicht gefällt, doch ihm geben wir durch kleine Aktionen zu verstehen, dass wir ihn dafür belohnen.

Bei diesem Kommunikationsproblem versteht der Hund dann, dass wir von ihm angesprungen werden möchten.

Wir müssen deshalb sehr bewusst mit dem Problem umgehen, da wir sonst diese Verhaltensweisen noch fördern. Sprechen wir mit einem liebevollen Ton mit ihm, signalisieren ihm etwas vor dem Sprung oder lachen wir darüber, dann verstärken wir das Verhalten noch.

Natürlich dürfen wir den Hund bei unserer Heimkehr auch nicht komplett ignorieren. Er tut alles, um unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen, also springt er in diesem Fall auch weiter.

Eine ruhige Begrüßung und einige Worte des Lobes, solange er alle vier Pfoten auf dem Boden hat, reichen da schon aus.

Lies auch: Verhaltenstherapie für Hunde

Drehe dich weg

Um unsere Fellnase beim Sprung zu stoppen, drehe ihr den Rücken zu. Diese einfache, kleine Bewegung dient verschiedenen Zwecken:

  • Wir bewegen uns und so kann der Hund seine Pfoten nicht mehr an uns abstützen.
  • Gleichzeitig dient dies als Signal, sich zu beruhigen, das ihm zeigt, dass uns sein Gehüpfe gar nicht gefällt.
  • Wir verstecken den Teil unseres Körpers von ihm, an dem er sich abstützen wollte.

Bemerken wir also, dass der Hund uns anspringen will, dann drehen wir uns ein wenig weg. So zeigen wir ihm, dass sein Verhalten nicht erwünscht ist. Hat die Fellnase erst mal wieder alle vier Pfoten auf dem Boden, dann loben wir sie für ihren Gehorsam.

Bringe ihm bei, dich auf andere Weise zu begrüßen

Vielleicht hast du gar nicht bemerkt, dass dein Hund denkt, das sei die einzige Art der Begrüßung. Deshalb glaubt er auch, dass sich das so gehört. Eine nützliche Alternative ist es hier, den Hunden eine andere Art der Begrüßung beizubringen.

Hund und Mensch geben sich die Tatze

Indem wir ihm eine alternative Verhaltensweise beibringen, kann er Hund nicht beide Begrüßungsarten gleichzeitig ausführen. So fördern wir jene, die uns gefällt und vermeiden, dass er wieder auf das Gehüpfe zurückgreift.

Hunden, die uns anspringen, können wir beibringen, das Pfötchen zu geben.

Dazu müssen wir ihm allerdings erst „Sitz“ und dann „Pfötchen“ lehren. Hat er diese Übung erst einmal verstanden, dann geben wir ihm bei Heimkommen den Befehl, bevor er überhaupt erst springen kann. Wenn er sitzt, kann er schließlich nicht hüpfen.

Eine weitere Alternative ist es, dass er den Boden beschnuppert. Lässt du ein Leckerli zu Boden fallen, wenn du nach Hause kommst, dann bringst du ihm bei, zwischen deinen Füßen zu schnüffeln anstatt dir auf die Schultern zu springen.

Außerdem findet er es bestimmt auch besser, etwas Fressbares zu finden, anstatt dich anzuspringen und den Rücken zugedreht zu bekommen.

Es ist gar nicht schwer, dieses Verhalten zur Begrüßung zu vermeiden, sondern braucht nur Konzentration von Seiten des Menschen und des Hundes.

Rege ihn nicht auf und sporne ihn nicht zum Hüpfen an. Lerne, dich im richtigen Moment zur Seite zu drehen und wenn nichts davon funktioniert, dann bringe ihm eine andere Verhaltensweise bei.