Wie bringe ich meinem Hund Hygienegewohnheiten bei?

· 8. April 2019
Am besten bringt man seinem Vierbeiner schon ab dem Welpenalter Hygienegewohnheiten bei, doch es ist auch möglich einen ausgewachsenen Hund mit viel Geduld und Liebe zu erziehen.

Zur Hundeerziehung gehören auch bestimmte Hygienegewohnheiten, die Verhaltensproblemen und Krankheitserregern im Haus vorbeugen.

In unserem Artikel geben wir dir Richtlinien in drei Schritten, damit du deiner Fellnase beibringen kannst, sich gesunde Hygienegewohnheiten anzueignen.

Drei grundsätzliche Schritte, um deinem Hund Hygienegewohnheiten zu lehren

Am besten ist es, man beginnt mit der Erziehung schon im Welpenalter. Doch selbst, wenn du dich dazu entschieden hast, einen ausgewachsenen Hund zu adoptieren, so kannst du ihn mit viel Liebe und Geduld erziehen und sozialisieren.

In beiden Fällen musst du die positive Verstärkung benutzen, um das Lernen zu stimulieren und ihn schon beim Ankommen in seinem neuen Zuhause zu erziehen.

1. Schritt für Hygienegewohnheiten: Definiere die Orte, an denen er sich aufhalten darf und an denen es ihm verboten ist

Sobald dein Hund ankommt, musst du ihm beibringen, wo er sein darf und wo nicht. Wir meinen damit nicht nur, wo er seine Geschäftchen erledigen darf, sondern die Orte des Hauses, an denen er weilen darf.

Die Regeln sind dabei natürlich von seinen Bezugsmenschen abhängig. Das heißt, dass du die Regeln aufstellst. Es ist dabei wichtig, ihm diese Regeln objektiv und klar zu vermitteln. Nur so kann dein Vierbeiner verstehen, wie er sich zu verhalten hat.

Darf dein Hund beispielsweise auf das Bett oder das Sofa steigen? Lautet die Antwort nein, dann musst du ihm das ganz klar vermitteln, ihm aber auch zeigen, wo er sich aufhalten darf.

Welpe muss gebadet werden

2. Schritt für Hygienegewohnheiten: bestimme die Fütterungszeiten deiner Fellnase

Dies ist einer der wichtigsten Aspekte in Sachen Hygienegewohnheiten bei Hunden. Dein Hund muss wissen, wann er gefüttert wird und wann er unsere Essenszeiten respektieren muss. Es ist auch wichtig, ihm beizubringen, kein Futter im Mülleimer zu suchen.

Es mag zwar niedlich erscheinen, wenn der Vierbeiner am Tisch um Futter bettelt, doch es ist gar nicht ratsam, dieses Verhalten zu verstärken. Am besten vermeidet man schlechte Gewohnheiten von Anfang an. 

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Wir dürfen ihm auch keine Belohnungen oder Futter anbieten, damit das Gebettele oder ständiges Gebell aufhört. Damit verstärken wir nur unbewusst seine schlechten Gewohnheiten, denn der Hund denkt, dass wir sein schlechtes Benehmen belohnen.

Am besten ist es, das tägliche Futter in zwei oder drei Rationen zu unterteilen. So vermeiden wir es, dass der Vierbeiner viele Stunden ohne Futter verbringt und deshalb dazu verleitet wird, sich am Mülleimer oder Schrank selbst zu bedienen.

3. Schritt für Hygienegewohnheiten: bringe ihm bei, wo er seine Geschäftchen zu erledigen hat

Stubenreinheit ist eine der wichtigsten Hygienegewohnheiten für Hunde. Deshalb müssen wir uns zuerst überlegen, ob der Hund seine Geschäfte auf der Straße oder an einem bestimmten Ort zu Hause erledigen soll.

Wir raten dir dazu, ihm beizubringen, sie auf der Straße zu erledigen. Das erlaubt es dir, mehr Hygiene im Haus zu halten und außerdem ist es auch eine sehr gute Gedächtnisübung für deine Fellnase.

Stubenreinheit bei Hunden

Wie bringe ich meinem Hund Stubenreinheit bei?

Bevor du deinem Hund beibringst, seine Geschäfte auf der Straße zu erledigen, ist es wichtig, dass er seine ersten Impfungen erhalten hat. Normalerweise geschieht dies nach den ersten drei oder vier Lebensmonaten.

Während dieser Zeit können wir unserem Hund schon mal beibringen, mit dem Brustgeschirr und der Leine zu laufen. In unserem Zuhause erledigen wir die ersten Spaziergänge und bringen dem Vierbeiner bei, nicht an der Leine zu ziehen und ausgeglichen und ruhig zu laufen.

Ist der Moment gekommen, dann legen wir Uhrzeiten für die Spaziergänge fest. Es ist grundlegend, dass du eine Routine aufstellst, damit dein Hund sich an sie gewöhnt und versteht, dass er an diesem Zeitpunkt seine Geschäfte erledigen soll.

Während der Spaziergänge müssen wir den Hund immer frei schnüffeln und ihn mit anderen Hunden in Kontakt kommen lassen. Jedes Mal, wenn er auf der Straße uriniert oder abkotet, geben wir ihm eine Belohnung, um dieses Verhalten zu verstärken.

Auch wenn dein Hund schon stubenrein ist, so ist es dennoch empfehlenswert, ihm auch ein Örtchen für seine Geschäfte zu Hause oder im Garten anzubieten. Das gilt besonders, wenn das Tier mehr als 4 oder 5 Stunden allein zu Hause verbringen muss.

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Hält er seinen Urin zu lange ein, so kann es zu Problemen mit den Harnwegen kommen und außerdem ist das auch sehr unangenehm für ihn.

Deshalb ist es am besten, ein saugfähiges Tuch oder altes Zeitungspapier an den Ort zu legen, wo er urinieren darf, wenn er allein zu Hause ist.