Was du tun kannst, wenn dein Welpe nachts winselt

Es ist normal, dass Welpen in den ersten Tagen bei ihrer neuen Familie winseln, denn sie befinden sich in einer ungewohnten Umgebung, in der alle, die sie bisher kannten (Mutter und Geschwister), plötzlich verschwunden sind. Deshalb ist es die Aufgabe der Halter*innen, den Minis zu helfen, sich anzupassen und die nächtliche Angst zu überwinden.
Was du tun kannst, wenn dein Welpe nachts winselt

Letzte Aktualisierung: 13. März 2022

Wenn dein Welpe nachts winselt, sei geduldig und versuche, eine Lösung zu finden, die sowohl für das Tier als auch für den Rest der Familie funktioniert. Zuallererst musst du die Gründe für das Weinen des Tieres verstehen: Es hat Angst. Es ist neu in deinem Zuhause, getrennt von seiner Mutter und seinen Geschwistern und an einem unbekannten Ort, umgeben von Fremden.

Wahrscheinlich wird der Welpe die ersten Nächte weinen, bis er sich an die neue Situation gewöhnt hat. Das kann zwischen 3 und 7 Tagen dauern. Wenn das Winseln länger anhält, musst du deine Richtlinien womöglich anpassen.

Was tun, wenn ein Welpe nachts winselt

Was du tun kannst, wenn dein Welpe nachts winselt

Was das nächtliche Verhalten eines neu angekommenen Welpen angeht, gibt es sehr gegensätzliche Positionen. Einige sagen, dass der Welpe von Anfang an allein an dem ihm zugewiesenen Platz im Haus schlafen sollte. Und dass man als Bezugsperson nicht hingehen sollten, um ihn zu trösten, egal wie sehr er weint.

Denn wenn wir nachgeben, ziehen wir ein Tier auf, das zu sehr von uns abhängig ist und in der Zukunft Störungen wie Trennungsangst entwickeln könnte.

Andere sagen genau das Gegenteil – wenn wir den Welpen nachts allein weinen lassen, wird er mit Sicherheit ein ängstliches adultes Tier, der sich vor Einsamkeit fürchtet.

Dazwischen gibt es viele Möglichkeiten und verschiedene Dinge, die zu berücksichtigen sind. Und da jeder Mensch und jeder Hund anders ist, kann es auch verschiedene Lösungen für dieses Problem geben.

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Optionen, um das nächtliche Winseln deines Welpen zu verhindern

Nehmen wir an, du entscheidest dich, den Hund nachts allein zu lassen und sein Weinen zu ignorieren, auch wenn es dir fast das Herz bricht. Theoretisch ist alles möglich. Allerdings können Menschen nicht richtig im Alltag „funktionieren“, wenn sie eine Woche lang oder länger keinen Schlaf bekommen. Morgens musst du zur Arbeit gehen, womöglich die Kinder zur Schule bringen, Papierkram erledigen oder dich um den Haushalt kümmern. Deshalb ist es nicht immer die beste Lösung, den Hund zu ignorieren.

Um diesen Konflikt zu lösen, ohne den Hund in dein Zimmer zu lassen, solltest du das Hundebettchen des Welpen mit etwas Positivem assoziieren. Das kannst du erreichen, indem du verschiedene beruhigende Aktivitäten in der Nähe des Bettes durchführst, beispielsweise spielen, fressen oder kuscheln. Jede dieser Aktivitäten beruhigt den Welpen und mit der Zeit wird ihn die bloße Tatsache, dass er sich in der Nähe seines Schlafplatzes befindet, an dieses Gefühl erinnern.

Wenn du dich im umgekehrten Fall dafür entscheidest, den Welpen in dein Schlafzimmer zu bringen, wird er wahrscheinlich sofort aufhören zu winseln. Aber bedenke, dass es sehr schwierig sein wird, ihn dort wieder herauszubekommen. Viele Menschen haben nichts dagegen, mit ihren Haustieren in einem gemeinsamen Bett oder in einem Zimmer zu schlafen. Die Entscheidung liegt jedoch allein bei dir.

Neben diesen beiden Extremen gibt es auch andere Möglichkeiten. Zum Beispiel, den Welpen in den ersten Nächten neben deinem Bett schlafen zu lassen. Sobald er sich an sein neues Zuhause gewöhnt hat, verlegst du sein Hundebett an den Ort, an dem er von nun immer schlafen soll.

Du kannst auch einige Tricks anwenden – deren Wirksamkeit von den Eigenschaften des jeweiligen Tieres abhängt. Beispielsweise die Verwendung von künstlichen Pheromonen, die denen ähneln, die seine Mutter zur Beruhigung ausgeschüttet hat oder ihm ein Stück Stoff wie eine Kuscheldecke anzubieten, das nach der Mutter riecht.

Das Bett sollte ansprechend sein

Das mag jetzt sehr offensichtlich klingen, aber die Beschaffenheit des Hundebettes ist ein entscheidender Faktor, damit der Welpe sich wohlfühlt und weniger winselt. Zu diesem Zweck sollte der Bereich, in dem es steht, ruhig gelegen und angenehm temperiert sein. Zusätzlich sollte das Hundebett gepolstert und weich genug sein, damit der Welpe gerne darin schläft.

Es ist empfehlenswert, Spielzeug in den Bereich zu legen, in dem der Welpe schlafen wird. In den ersten Tagen ist es jedoch besser, ihn vor zu vielen Accessoires zu schützen. Denke daran, dass der Welpe sich an eine neue Umgebung gewöhnen muss und dass es für ihn schwieriger wird, wenn du weitere Gegenstände in das Bettchen legst.

Weitere Tipps, damit dein Welpe nicht weint

Was du tun kannst, wenn dein Welpe nachts winselt

Wenn der Welpe bei dir zu Hause ankommt, steht er im Mittelpunkt der gesamten Familie. Tagsüber wird ständig auf ihn aufgepasst, aber wenn er nachts im Dunkeln allein gelassen wird, fühlt er sich verlassen und fängt an zu weinen.

Deshalb ist es wichtig, dass er lernt, tagsüber manchmal in dem ihm zugewiesenen Raum allein zu sein. Auf diese Weise wird die Erfahrung in der Nacht nicht so traumatisch sein. Es ist auch wichtig, dass du folgendes beachtest:

  • Gib den Minis klare Signale. Verwirre sie nicht durch widersprüchliche Haltungen und Befehle.
  • Bestrafe sie auf keinen Fall, wenn sie nachts weinen. Das ist immer die schlechteste Option.
  • Spiele vor dem Schlafengehen noch eine Weile mit ihnen. Wenn sie müde sind, schlafen sie sicher besser und winseln weniger.
  • Sorge dafür, dass sie ihr „Geschäft“ erledigen, bevor sie schlafen gehen. Das verringert die Gefahr, dass sie mit dem Drang zum Urinieren oder Kot absetzen aufwachen und wieder anfangen zu winseln.
  • Lege einen Gegenstand von dir in ihr Hundebettchen. Welpen suchen die Nähe der Person oder des Tieres, bei der/dem sie sich am sichersten fühlen. Mit der Zeit wirst du diese Person für sie werden, und ein Stück deiner Bettwäsche wird ihnen helfen, sich zu beruhigen und einzuschlafen.

Zögere nicht, einen Tierarzt deines Vertrauens um Rat zu fragen. Aber nimm nicht nur eine Meinung an. Konsultiere andere Fachleute. Du wirst dadurch sicher die beste Lösung finden, um zu verhindern, dass dein Haustier dauerhaft nachts weint.

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