Aggressives Verhalten beim Hund – was kann man tun?

· 2. Juli 2018
Alle lieben süße Welpen, doch was geschieht, wenn der Kleine wächst und aggressives Verhalten zeigt? In diesem Artikel berichten wir mehr über das Thema und geben einige Erklärungen und Tipps.

Wenn wir einen Welpen geschenkt bekommen, dann verlieben wir uns auf der Stelle in das süße Ding und laden es in unser Leben ein. In diesem Moment beginnt eine lange Freundschaft, die für viele Jahre anhält. Doch wenn der Kleine beginnt zu wachsen und andere Hunde oder sogar Kinder und Erwachsene attackiert, dann haben wir ein Problem. Was hat sein aggressives Verhalten zu bedeuten?

Wenn ein Haushund aggressives Verhalten zeigt, dann sagt dir deine Familie darüber Bescheid, die Nachbarn schauen dich komisch an und man hört immer mehr Beschwerden.  Doch eigentlich ist es egal, was die anderen sagen. Es gibt niemals einen Grund, deine treue Fellnase auf die Straße zu werfenDu musst dich allerdings darum kümmern und die Situation in den Griff bekommen.

Wir haben gute Nachrichten für dich. Es gibt verschiedene Techniken, die du bei der Erziehung deines Hundes benutzen kannst. So kannst du sein aggressives Verhalten kontrollieren. Dabei spielt es keine Rolle, welche Rasse der Hund hat.

Beobachte die Situationen, in denen dein Hund aggressives Verhalten an den Tag legt

Kleine Hunde können auch aggressives Verhalten zeigen

Wenn dein vierpfotiger Freund sich aggressiv zeigt, dann solltest du zuerst feststellen, wann seine Wutanfälle beginnen. Es gibt Tiere, die Kinder angreifen, wenn diese sich zu schnell auf sie zubewegen. Andere haben einfach ihre Streitereien mit anderen Hunden. Es gibt auch Fellnasen, die aggressives Verhalten zeigen, weil andere Spezies, wie etwa Katzen, Mäuse oder Insekten, ihren Jagdinstinkt erwecken.

Zuerst musst du identifizieren, welche äußeren Einflüsse das Gemüt deine Tieres so überbrodeln lassen. Mit dieser Information kannst du Maßnahmen treffen, schwierige Situationen zu vermeiden, die deinen Hund in einen Anspannungszustand bringen. Manage sein Umfeld!

Frühe Sozialisierung

Manchmal verhalten Hunde sich aggressiv, weil sie sozial isoliert aufgewachsen sind. Deswegen ist es sehr wichtig, dass du beginnst, deinen Welpen zwischen dem zweiten und vierten Lebenmonat zu sozialisieren. Er sollte mit anderen Hunden aber auch Menschen Zeit verbringen. Je besser die sozialen Beziehungen, desto einfacher gewöhnt sich das Tier an neue Situationen und behält sein emotionales Gleichgewicht.

Das Spiel mit anderen Hunden hilft auch dabei, dem Hund den Biss zu hemmen. Jedes Mal, wenn er unbewusst einen Spielpartner beißt, wird dieser sich von ihm entfernen. Die momentane Ablehnung lehrt deinen Hund, sein aggressives Verhalten zu kontrollieren. Du solltest ihn tadeln, wenn er zu wild spielt. Doch vergiss nicht, deine Fellnase zu belohnen, wenn sie brav mit ihren Artgenossen umgeht.

Arbeite an tiefem Gehorsam

Ein Hund der angreift, reagiert einfach nur ohne Gehorsam. Spezialisten verstehen, dass ein aggressiver Hund unter psychologischen Problemen leidet. Sie finden den Ursprung darin, dass er keinen festen Rudelführer und klare Regeln in seinem Leben hat.

Das bedeutet, dass du dich darum bemühen musst, ein effektiver Anführer für deinen Hund zu sein. Du musst seinen Charakter so formen, dass er sich auf eine Weise verhält, die du für angemessen hältst.

Eine tolle Übung hierfür ist es, seine Bewegungsfreiheit durch die Leine zu koordinieren. Erziehe ihn, damit er genau so schnell läuft wie du. Nimm dir die Zeit, ihm ein paar Tricks beizubringen. Das festigt ebenfalls deine Authorität in seinen Augen.

Bringe ihm bei, den Biss zu lösen

Wie du schon weißt, können Hunde einige verbale Befehle verstehen, die sie von ihren Besitzern bekommen. Wenn man sie richtig trainiert, dann hören sie auf Befehle wie „Komm her“, „Sitz“ oder „Greif an“.

Kauspielzeug ist ideal, um diese Art von Training durchzuführen. Setze dich mit deinem Hund und spiele ein Weilchen mit ihm. Jedes Mal, wenn er das Spielzeug aggressiv beißt, musst du ihm befehlen loszulassen. Dabei versuchst du, ihm das Spielzeug langsam aus dem Maul zu ziehen. Wiederhole die Phrase „Lass los!“ während dieses Prozesses.

Mit der Zeit wird die Fellnase verstehen, dass sich nicht alles im Leben darum dreht zu beißen. Wenn er merkt, dass es dir gar nicht gefällt, dass er alles was ihm vor die Schnauze kommt beißt, wird er den Biss etwas verringern und seine Impulse besser kontrollieren. So kannst du dir viel Ärger ersparen, falls er seinen Kiefer doch mal aus Versehen falsch einsetzt.

Hilf ihm dabei, Energie zu verbrennen

Wenn Hunde ihre überschüssige Energie verbrennen, entwickeln sie oft weniger aggressives Verhalten

Wenn ein Hund sich lange in geschlossenen Räumen aufhält und nicht viel laufen kann, dann ist das sehr stressig für ihn und er kann aggressives Verhalten entwickeln. Zu wenig Auslauf ist eine der wichtigsten Ursachen für aggressives Verhalten. 

Anstatt mit deinem Hund nur schnell zehn Minuten täglich vor die Tür zu gehen, nimm dir Zeit. Sozialisiere ihn und lasse ihn an ausgewogenen körperlichen Aktivitäten teilnehmen. Mache lange Spaziergänge mit ihm, spiele Balll mit ihm und stelle sicher, dass er müde ist, wenn er nach Hause kommt. Bewegung und Auslastung sind sehr wichtig für sein emotionales Gleichgewicht.

Letztendlich solltest du verstehen, dass ein Hund das lebende Ebenbild seines Herrchens oder Frauchens ist. Wenn du deinen Hund prügelst oder ihn ohne jegliche Disziplin erziehst, kann das katastrophale Auswirkungen haben. Denke immer daran, dass Gewalt nur noch mehr Gewalt erzeugt.