Dein Hund ist aggressiv? So beruhigst du ihn!

Oft sind wir überfordert, wenn unser Hund aggressiv reagiert. Wir wollen dir helfen, solche Situationen besser zu meistern.

Je nach Persönlichkeit und Rasse neigen manche Hunde eher zu Aggressivität als andere. Aber wie soll man einen Hund beruhigen, der sich aggressiv verhält? Für diese Fälle gibt es verschiedene Methoden, um die Situation und das aufgebrachte Tier zu beruhigen. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren!

Auch wenn die Genetik einen gewissen Einfluss auf den Charakter und die Verhaltensweisen des Hundes hat, spielt auch der Umgang des Besitzers mit dem Tier eine sehr große Rolle.

Hunde, die sich häufiger aggressiv verhalten, brauchen deshalb einen Menschen, der Macht und Respekt ausstrahlt, d.h. sie brauchen eine dominante Führungsperson, die mit der Situation umzugehen weiß.

Je nachdem wie man einen Hund behandelt, der sich aggressiv zeigt, wird dessen Verhalten entweder verstärkt oder verbessert. Wurde das Tier misshandelt oder sehr streng erzogen, behält es mit hoher Wahrscheinlichkeit sein aggressives Verhalten bei.

Behandelt man es jedoch mit Liebe und Respekt, entwickelt es auch einen entsprechend gutmütigen Charakter.

So beruhigst du deinen Hund, wenn er sich aggressiv verhält

1. Bleib ruhig!

Um einen aggressiven Hund zu beruhigen, musst du selbst die Ruhe bewahren! Denn spürt ein Hund bei Menschen Angst oder Stress, wird sein aggressives Verhalten zusätzlich verstärkt.

Wenn du versuchst, deinen Hund zu beruhigen, sprich langsam und ruhig mit ihm. Deine Körpersprache sollte Kontrolle über die Situation ausstrahlen, damit der Hund weiß, dass du alles im Griff hast und die Verantwortung trägst.

kleiner Hund ist aggressiv

2. Nimm keine bedrohliche Körperhaltung ein!

Wenn Hunde sich aggressiv verhalten, springen sie häufig unkontrolliert umher.

Der Versuch, den Hund einzufangen oder festzuhalten, kann die Situation sogar noch verschlimmern. Daher ist es am besten, an Ort und Stelle zu bleiben. Solltest du dennoch auf deinen Hund zugehen müssen, gehe langsam und überlegt vor.

Außerdem sollte man es vermeiden, sich vor den Hund zu stellen und ihn anzustarren, denn dieses Verhalten wird von dem Vierbeiner als Bedrohung empfunden.

Handelt es sich um einen fremden Hund, solltest du dich langsam von ihm entfernen. Laufe keinesfalls schnell weg, denn der Hund könnte erschrecken und dich angreifen.

3. Klare Kommandos und positive Verstärkung

Gib deinem Hund klare Kommandos! Ein Hund, der sich aggressiv verhält, braucht klare Befehle, die konsequent durchgesetzt werden müssen.

Der Fehler liegt häufig bei den Hundebesitzern, die in solchen Situationen dazu neigen, ihrem Vierbeiner mehrere Kommandos gleichzeitig zu geben: „Beruhige dich! Ruhe! Aus! Hör auf!“ Damit verunsichern sie den Hund.

Klare Anweisungen sind wichtig. Rufe den Namen deines Hundes und gib ihm einen Befehl, z.B. „Rex, aus!“. Wiederhole das Kommando so oft, bis dein Hund es befolgt.

4. Schimpfe nicht!

Sobald sich dein Hund beruhigt hat und nicht mehr aggressiv ist, solltest du nicht mit ihm schimpfen.

Versuche stattdessen die Ursache für sein Verhalten herauszufinden. Du solltest dir bewusst sein, dass die positive Verstärkung in der Hundeerziehung stets  vorzuziehen ist.

Verhält sich dein Vierbeiner gegenüber anderen Hunden aggressiv, kann es sich um einen Machtkonflikt handeln, bei dem beide Tiere versuchen, ihr Territorium gegen den anderen zu verteidigen.

Wenn du mit deinem Hund schimpfst, lernt er nicht wie er sich zukünftig verhalten soll, also ist es sinnlos.

Erziehung aggressiver Hunde

Bei bestimmten Rassen spielen die Gene eine große Rolle, sie sind mutiger, impulsiver und auch aggressiver als andere Artgenossen. Dazu zählen Rassen wie  Rottweiler, Dobermann oder der Deutsche Schäferhund.

Doch jeder Hund kann so erzogen werden, dass er ruhiger wird. Hier ein paar Tipps:

1. Strukturiere deinen Alltag!

Routine ist sehr wichtig für Hunde. Aggressive Hunde können durch alltägliche Gewohnheiten Grenzen gesetzt werden. So lernt der Hund Selbstbeherrschung.

Bullterrier ist aggressiv2. Zeig deinem Hund, wer der Boss ist!

Ein Hund mit Verhaltensproblemen muss wissen, wer das Sagen hat. Diese Tiere brauchen klare und konsequente Regeln, weshalb du deine Körpersprache an deine Kommandos anpassen solltest.

Der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung trägt im Wesentlichen dazu bei, dass der Hund ruhiger wird. Dadurch, dass der Besitzer sein Tier besser versteht, wird auch der Hund selbstbewusster.

3. Tägliche Bewegung ist wichtig!

Hunde mit einem starken Charakter haben meist viel Energie und brauchen deshalb auch ausreichend Auslauf!

Lange Spaziergänge oder gemeinsames Joggen im Park eignen sich perfekt. Das Wichtigste ist jedoch die tägliche und regelmäßige Bewegung.

4. Überprüfe die Fütterung!

Sowohl Hunger als auch zu viel Futter kann beim Hund für schlechte Laune sorgen. Darum ist es wichtig, genau auf Menge und Art des Futters zu achten, das unsere Vierbeiner bekommen.

 

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