Wie ernährt man Seniorenhunde? Wichtige Tipps!

17. Februar 2020
Je nach Rasse, Alter, Größe und Gesundheitszustand können sich die Ernährungsbedürfnisse von Hunden ändern. Aber welches Futter brauchen Seniorenhunde?

Je nach Art, Alter, Größe und Gesundheitszustand können sich die Ernährungsbedürfnisse von Haustieren ändern. Seniorenhunde benötigen eine andere Menge an Nahrung und ein anderes Nährstoffverhältnis als ein Welpe.

Die Ernährung von Hunden

Hunde sind Allesfresser. Ihr Vorgänger, der Wolf, ernährte sich nicht nur von der Jagdbeute, sondern auch von Aas, einigen Gemüsesorten und Pilzen. In der Natur sind Wölfe in der Lage, viel Nahrung in kurzer Zeit zu fressen, wenn sie verfügbar ist. Deshalb können Hunde nur einmal am Tag fressen, da sich ihr Magen sehr stark dehnen kann.

Da Hunde Allesfresser sind, ist ein Futter mit einer Vielzahl von Zutaten einem nur aus Fleisch bestehendem Futter vorzuziehen. Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch und Obst enthalten weitere, für das Tier genauso wichtige Nährstoffe.

Abhängig von Rasse, Alter, Gesundheitszustand, Veranlagung, Fortpflanzungsstatus und Aktivitäten muss man ein Nahrungsmittel auswählen, das mehr oder weniger reich an Energie, Eiweiß, Ballaststoffen, Fett und anderen Nährstoffen ist.

Ernährung von Hunden

Die Wichtigkeit der Futterzutaten

Bei der Auswahl des Futters für dein Haustier musst du auf eine Reihe von Merkmalen achten, die bestätigen, dass das von dir gewählte Produkt von guter Qualität ist. Deshalb musst du seine Zusammensetzung überprüfen:

  • Die Reihenfolge der Zutaten. Die Reihenfolge gibt den Anteil an, mit dem die Zutaten in der Zusammensetzung auftreten. So sind die zuerst genannten Zutaten in größerer Menge vorhanden als die letzten. Das Erste, was zu sehen sein sollte, ist die Proteinquelle (Fleisch, Fisch und Gemüse). Als Nächstes werden Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Mineralien genannt.
  • Spezifische Zutaten sind besser als generische. Futtermittel, die konkrete Zutaten enthalten, wie Hühnerfleisch, Lammfleisch usw. sind besser als generische Futterarten, bei denen nur ‚Fleisch‘ oder ‚Geflügelfleisch‘ steht.
  • Essentielle Nährstoffe. Das sind Nährstoffe, die die Tiere in geringerer Menge als die übrigen benötigen, die aber für eine gute Gesundheit unerlässlich sind. Es handelt sich um Fettsäuren, Vitamine und Mineralien, die in einer Vielzahl von verschiedenen Lebensmitteln enthalten sind. Daher ist es wichtig, Futter mit unterschiedlichen Zutaten zu wählen.
  • Rohasche. Rohasche ist der Rückstand, der übrig bleibt, wenn Lebensmittel hohen Temperaturen ausgesetzt werden, um das Futter zu produzieren. Die Futtermittel aus dem Supermarkt enthalten einen höheren Prozentsatz an Rohasche und tragen zur Bildung von Zahnstein bei, da sie mehr Mineralien enthalten.
  • Ballaststoffe. Die Ballaststoffe sind notwendig, um den Stuhlgang zu erleichtern. Außerdem wird der Hund dadurch gezwungen, das Futter besser zu kauen, wodurch der Zahnbelag entfernt wird.
  • Vermeide Farbstoffe und Zusatzmittel.
Futter für Seniorenhunde

Was brauchen ältere Hunde oder Seniorenhunde in ihrer Ernährung?

Mit zunehmendem Alter häufen sich Krankheiten, die eine Ernährungsumstellung erforderlich machen, wie Kolitis, Nieren- oder Hormonerkrankungen. Wenn dies nicht der Fall ist, brauchen gesunde Seniorenhunde nur ein kalorienärmeres Futter.

Seniorenhunde haben einen geringeren Energiebedarf, weil sie mehr Fett speichern und ihre Stoffwechselaktivität und Körpertemperatur reduziert sind. Sie sind auch körperlich weniger aktiv. Deshalb muss man ihm nur 3.000 oder 4.000 Kcal pro Kilo Lebensmittel geben, um Übergewicht zu vermeiden.

Was die Nährstoffe betrifft:

  • Die Proteine müssen zwischen 15 und 23 % betragen. Ein hoher Anteil in der Nahrung kann sich auf die Nieren auswirken, sodass man einen durchschnittlichen Proteingehalt bewahren kann.
  • Das Fett reduzieren. Der prozentuale Fettanteil in Seniorenfutter liegt zwischen 7 und 15 %.
  • Die Ballaststoffe erhöhen. Zur Vermeidung von Verstopfung und zur Verbesserung der Gesundheit des Verdauungssystems.
  • Die Menge an Phosphor und Natrium reduzieren, um Nierenproblemen vorzubeugen.
  • Man fügt einige Moleküle hinzu, die helfen, die ordnungsgemäße Funktion der Organe aufrechtzuerhalten, wie Taurin, das dem Herz hilft, oder L-Carnitin.

Darüber hinaus ist es ratsam, die Portionen über den Tag zu verteilen, um die dünneren Hunde zum Fressen zu animieren oder sie mit Aufspürspielen aktiv zu halten, indem sie ihr Futter suchen.

Eine weitere gute Maßnahme sind Nahrungsergänzungsmittel, die helfen, den Vierbeiner in guter Verfassung zu halten, sofern vom Tierarzt nicht davon abgeraten wird.

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  • Hand, Tharcher, Remillard y Roudebush. Nutrición clínica en pequeños animales. Buenos Aires; Panamericana, 200.
  • ATEUVES. Cómo valorar la calidad del pienso.