Kann ein Hund Veganer sein?

· 23. Februar 2019
Erhält der Hund mit der veganen Ernährung alle Nährstoffe, die für das reibungslose Funktionieren des Organismus notwendig sind?

Veganismus ist ein Ernährungstrend, dem manche aus gesundheitlichen Gründen, andere zum Schutz der Tiere folgen. Viele, die sich für diese Lebensweise entscheiden, wollen auch ihre Haustiere vegan ernähren. Doch kann ein Hund Veganer sein?

Veganismus

Veganer essen keine tierische Produkte, das heißt, sie leben weitaus strenger als Vegetarier, die auch Eier und Milchprodukte in ihre Ernährung aufnehmen.

Auch Bienenhonig ist für Veganer tabu, denn es handelt sich um ein tierisches Produkt. Hauptnahrungsmittel sind im Veganismus deshalb Getreide, Reis, Gemüse, Obst, Hülsen- und Trockenfrüchte.

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Die Ernährung muss in diesem Fall sehr bewusst erfolgen, um einen Nährstoffmangel zu vermeiden. Proteine können über Hülsenfrüchte, Sojabohnen und Trockenfrüchte aufgenommen werden. Problematischer ist es allerdings mit Vitamin B12, das meist ergänzt wird.

Hund Veganer, was spricht dafür?

Gemüse liefert Ballaststoffe und Vitamine, Obst liefert zusätzlich noch natürlichen Zucker.

Kann ein Hund Veganer sein?

Ein Hund könnte Vegetarier sein, da in dieser Ernährungsform bestimmte tierische Produkte (wie Eier, Butter, Milch oder Joghurt) erlaubt sind. Doch man darf nicht vergessen, dass Hunde von Natur aus Fleischfresser sind! 

Was sagt die Wissenschaft zu diesem Thema?

Es gibt verarbeitete Nahrungsmittel, die Proteine aus Gemüse und Pflanzen gewinnen, und alle wichtigen Nährstoffe für Hunde enthalten sollen.

Dieses Futter wird aus Sojabohnen, Kartoffeln, Erbsen, Mineralien, Vitaminen und Aminosäuren hergestellt, die für die Gesundheit von Hunden wichtig sind. Doch kann diese Ernährungsart tatsächlich alle wichtigen Nährstoffe liefern?

Hund Veganer, was spricht dagegen?

Was spricht dagegen?

Verschiedene Tierärzte, Ärzte und Wissenschaftler bestätigen, dass Fleisch für den Organismus von Hunden notwendig ist.

Wir wissen viel über Hundeernährung, aber es gibt auch viele Dinge, die wir nicht wissen. Wir möchten sie ausgeglichen ernähren, doch es ist nicht sicher, dass dies durch eine vegane Ernährung erreicht werden kann. Es ist schon schwierig genug, Hunde mit normalem Futter mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Eine Studie hat gezeigt, dass von 24 untersuchten Futtermitteln die meisten nicht die erforderlichen Mindestanforderungen erfüllten und dass daher Qualitätsfleisch erforderlich war, um diese Mängel auszugleichen.

„Wer Haustiere auf vegane Weise füttert, denkt vielleicht, dass das gesünder ist. Doch das ist falsch.“ So die Aussage von Freeman, ein an dieser Studie beteiligter Arzt.

Was spricht dafür?

Manche Hunde können Allergien gegen bestimmte Fleischsorten und Milchprodukte entwickeln. Deshalb glauben Befürworter, dass eine vegane Ernährung die beste Lösung für dieses Problem ist.

Auch anerkannte Tierärzte empfehlen, diese Ernährungsart etwa 12 Wochen lang einzuhalten, um zu sehen, ob sich die Allergien bessern.

Doch noch gibt es keine definitiven wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Thema. Denn es gibt keine Studien mit Hunden, die über einen langen Zeitraum vegan ernährt wurden.

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Bekannt ist allerdings ein Fall von zwei Hundegeschwistern: Beide starben zur gleichen Zeit an Krebs, wobei einer konventionell und der andere vegan ernährt wurde. Dieses Beispiel zeigt, dass diese Ernährungsform zumindest nicht schädlich ist. 

Solange keine eindeutigen wissenschaftlichen Ergebnisse vorliegen, muss jeder Hundebesitzer selbst entscheiden, ob sein Hund Veganer sein soll oder nicht.

Allerdings sollten regelmäßige tierärztliche Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, um die Gesundheit der Fellnase zu garantieren.