Wann muss man einem Welpen das Fläschchen geben?

· 11. Dezember 2018
Wenn die Umstände nicht erlauben, dass die Welpen von der Mutter gesäugt werden, dann gibt es eine spezielle Muttermilch und ein Saugfläschchen für sie, das sich an ihre kleinen Mäulchen anpasst.

Wenn deine Hündin geworfen hat, dann kann es durch verschiedene Umstände dazu führen, dass du die Welpen mit dem Fläschchen großziehen musst. Das kommt zwar nicht so häufig vor, doch im Fall aller Fälle ist es besser, darüber informiert zu sein.

In welchen Fällen muss man einem Welpen das Fläschchen geben?

Du weißt, dass die Welpen bis zu zweieinhalb Monaten bei ihrer Mutter bleiben sollten, um eine gute Prägung zu garantieren. Aus verschiedenen Gründen ist dies jedoch nicht immer möglich. Im Folgenden zählen wir einige auf:

Verwaisung

Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Hündin bei der Geburt stirbt und die Welpen schutzlos der Welt überlässt. Heißt das, dass die Kleinen verhungern müssen? Natürlich nicht, und schon gar nicht, wenn du in der Nähe bist, um ihnen zu helfen!

Das ist einer der Hauptgründe, aus denen man Welpen das Fläschchen geben muss.

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Fehlende Muttermilch

Wenn es sich um einen großen Wurf handelt, dann kann es sein, dass die Muttermilch nicht für alle ausreicht.

Die Welpen sollten zwar säugen, bis die Milch der Mutter aufgebraucht ist, doch danach muss man noch etwas mit dem Fläschchen nachhelfen, damit die Kleinen richtig satt werden.

Erschöpftes Muttertier mit Welpen

Schlechte Qualität der Muttermilch

Dies geschieht nur sehr selten, doch ist ebenfalls eine Möglichkeit. Besteht eine nicht diagnostizierte Infektion oder Krankheit, oder ist die Milch noch nicht richtig gereift, so fehlt es ihr an Qualität.

Dabei kann es zu Unterernährung und Flüssigkeitsmangel bei den Welpen kommen. Diese verlieren dann Gewicht anstatt – wie normal – zu wachsen.

Wie gibt man einem Welpen das Fläschchen?

Nachdem wir nun herausgefunden haben, wie es dazu kommen kann, dass man Welpen mit dem Fläschchen ernähren muss, möchten wir dir jetzt erklären, wie das geht, damit die Kleinen alle wichtigen Nährstoffe für ihr Wachstum erhalten.

Benutze dazu spezielle Welpenmilch, denn das Verdauungssystem der Jungtiere kann nicht jede Milch vertragen und schon gar keine Kuhmilch.

Braucht dein Welpe also das Fläschchen, musst du mit dem Tierarzt sprechen, damit er dir das richtige Produkt empfiehlt.

In Tierarztkliniken und Zoofachgeschäften kannst du Muttermilchersatz für Welpen erhalten. Es gibt dort eine breite Auswahl verschiedener Produkte, die sich dazu eignen, die Jungtiere zu ernähren.

Die Wahl des Fläschchens

Dieser Punkt ist ebenfalls wichtig, denn ein Fläschchen für Menschensäuglinge wird nicht funktionieren. Denk daran, dass Welpen etwa 10 cm groß auf die Welt kommen. Deshalb ist auch ihr Mäulchen kleiner als das eines Babys.

Menschliche Hände geben einem Welpen das Fläschchen

Außerdem haben die Fläschchen für Welpen auch die richtigen Mengenangaben, damit du weißt, wie viel Ersatzmuttermilch du bei jeder Fütterung brauchst. Der Tierarzt berät dich zur richtigen Dosis und dazu, welches Fläschchen für deine Welpen am besten geeignet ist.

Wie man sie füttert

Dieser Schritt ist eigentlich der einfachste. Du kannst dich mit dem Welpen auf dein Bett legen, als ob du schlafen gehen würdest.

Du brauchst ihn nicht zu umarmen oder festzuhalten, schließlich seid ihr jetzt in einer für den Welpen natürlichen Säugungsposition. Der Welpe sollte problemlos am Fläschchen nuckeln.

Nach der Fütterung musst du darauf achten, dass der Kleine spätestens eine Stunde später sein Geschäftchen erledigt.

Geschieht dies nicht, braucht er ein paar sanfte Bauch- und Rektalmassagen mit einem lauwarmen, feuchten Tuch. Das hilft ihm dabei, seine Verdauung zu stimulieren.

Sind deine Welpen verwaist, so wünschen wir dir unser herzliches Beileid. Konzentriere dich auf die Kleinen und hilf ihnen dabei, zu überleben. 

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Jetzt weißt du ja, wie man ihnen das Fläschchen gibt und dass es gar nicht kompliziert ist. Sie brauchen nur ein wenig Zeit und Unterstützung deinerseits, um die ersten Lebensmonate zu überstehen.