Der Astronaut, der seine Hunde ins Foto holte

9. Juli 2018
Leland Melvin ließ sich von der NASA mit seinen beiden Hunden ablichten, das Bild wurde zum online-Phänomen. Lerne diese ganz besondere Geschichte kennen!

Manche Nachrichten wecken Aufmerksamkeit in der Gesellschaft, weil sie wenig bekannt und originell sind. Andere, weil niemand jemals so etwas gehört hat. Letzteres ist der Fall in der Geschichte des Astronauten, der hartnäckig darauf bestand, für sein offizielles Foto zusammen mit seinen beiden Hunden abgelichtet zu werden. Wir erzählen dir, wieso!

Die Geschichte eines außergewöhnlichen Astronauten

Sein Name ist Leland Melvin. Er ist einer der bisher außergewöhnlichsten Astronauten in NASAs 60-jähriger Geschichte. Er hat in verschiedenen Missionen mitgewirkt, mit denen er 565 Stunden im Weltall verbracht hat.

Trotzdem wissen alle, dass diese Erfolge manchmal von der Welt nicht bemerkt werden. Berühmt geworden ist Leland für etwas anderes: er erschien in einem Foto zusammen mit seinen Hunden.

Das Foto vom Astronaut mit seinen Hunden

Von allen Astronauten wird ein offizielles Foto gemacht, in dem ihre Erfolge anerkannt werden. Das Bild wird von der NASA aufgenommen, um sie als Teilnehmer an der Weltraumgesellschaft zu würdigen, die zu allem bereit sind, um ihrem Land zu dienen.

Wie zu hoffen ist, ist auf diesen Fotos auch Platz für die Familie, oder für diejenigen, die dem Astronauten am meisten bedeuten. Leland hingegen entschloss sich, seine Hunde ins Bild zu holen. Warum?

Er selbst erkärt es so:

„Wenn du das Foto aufnimmst, kommst du normalerweise mit deiner Familie, aber ich war nicht verheiratet und meine ganze Familie war in Virginia, also habe ich gedacht: Warum bringe ich nicht meine Jungs mit?„.

Das war seine Antwort an die bekannte Zeitung The Huffington Post.

Das Foto, das 2009 gemacht wurde, ist im Netz erst seit 2015 bekannt. Damals entdeckte es ein Journalist, der es veröffentlichte und zum online-Phänomen machte. Tatsächlich wurde es in nur 24 Stunden 52.000 mal auf Twitter geteilt.

Trotz alldem war dies nicht das offizielle Foto. Aber doch eines, in dem sich die enge Beziehung und Kameradschaft widerspiegeln, die den Astronauten mit seiner „Familie“ verbindet.

Wie diese Beziehung entstand

Allem Anschein nach hatte Leland seine beiden Hunde ein paar Jahre bevor das Foto entstand von der Straße geholt. Zuerst kam Jake, den er verlassen auf der Straße fand, und um den er sich kümmerte. Er bot ihm von diesem Tag an ein neues Zuhause.

Scout dagegen lief ziellos sträunend durch die Straßen, ohne Halsband oder Chip. Leland sammelte ihn auf und nahm ihn zu sich nach Hause. Niemand hat seitdem Einspruch erhoben.

Und so entstand die stolze Familie, die die drei seit damals bilden.

Wie das Foto entstand

Wir wissen bereits, dass es nicht leicht ist, Tiere zu fotografieren. Aber noch schwerer ist es, Hunden bei der NASA Eintritt zu verschaffen. Wie haben sie das geschafft?

Wie man sich denken kann, sind Tiere auf dem NASA-Gelände nicht erlaubt. Um Erlaubnis zu erhalten, war eine endlose Prozedur nötig. Nichtsdestotrotz war Leland entschlossen, seine Familie auf einen Schnappschuss zu bekommen – deshalb versteckte er die Tiere in seinem Kleintransporter, in dem laute Musik lief, um ihr Gebell zu übertönen.

An den Sicherheitstoren konnte er ohne Schwierigkeiten seinen Ausweis vorzeigen, und als er einmal hindurch war, war alles ganz einfach. Dank einigen Knochen waren die Hunde ruhig, was die Fotografen schließlich für sie einnahm.

Während sie zufrieden auf ihren Knochen kauten, gaben sie keinen einzigen Laut von sich. Als sie fertig waren, zeigten sie ihrem Herrchen gegenüber ihre Dankbarkeit – und Leland, so sagt er, rief dem Fotografen zu: „Abdrücken, Kollege!“

Obwohl in dem Foto, das als offiziell gilt, die Tiere gerade und ruhig sitzen, entschied Leland, das erste Foto als offiziell zu betrachten, in dem sich die enge Beziehung des Trios widerspiegelt.

Auch wenn die Hunde inzwischen gestorben sind, sind wir sicher, dass Leland sich darüber freut, dass die neue Berühmtheit dieses Fotos sie in den letzten Wochen noch einmal weit bekannt gemacht hat.

 

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