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Prähistorisches Fohlen aus der Eiszeit entdeckt

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Im Permafrost wurden sogar die Haare dieses Tiers perfekt erhalten. Erfahre anschließend mehr über diesen außergewöhnlichen Fund. 
Prähistorisches Fohlen aus der Eiszeit entdeckt
Letzte Aktualisierung: 02. Juli 2021

In Sibirien haben Forscher ein perfekt erhaltenes Fohlen aus der Eiszeit entdeckt. Es gehört zur Art Equus lenensis, die im Paläolithikum vor 30.000 bis 40.000 Jahren lebte und danach ausstarb.

Im Permafrost wurden sogar die Haare dieses Tiers perfekt erhalten. Erfahre anschließend mehr über diesen außergewöhnlichen Fund. 

Prähistorisches Fohlen im Permafrost entdeckt

In Sibirien gelang es einer Gruppe von Wissenschaftlern, die intakten Überreste eines Pferdes der Spezies Equus lenensis auszugraben.

Es ist ein Wildpferd, das dem Przewalski-Pferd ähnlich ist, das während des Paläolithikums lebte, und vor 30.000 – 40.000 Jahren ausstarb.

Dieses prähistorische Pferd, das etwa zwei Jahre alt ist, hatte noch sein Fell, seine Hufe und vermutlich auch innere Organe, denn es war perfekt im Permafrost konserviert.

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Es handelt sich nicht um das erste Tier, das durch Permafrost konserviert wurde. Auch Höhlenlöwen, Mammuts und andere Tiere konnten in Sibierien und anderen kalten Regionen bereits gefunden werden.

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Eine prähistorisches Fohlen klonen?

Die an der Expedition teilnehmenden Forscher vermuten, dass das gefundene prähistorische Fohlen ertrunken ist. Denn das Tier hat keine Wunden am Körper.

Der perfekte Zustand dieses Exemplars öffnet die Tür zur Klonung und damit die Möglichkeit, ein Embryo dieser Tierart von einem Pferd austragen zu lassen. 

Dies ist heutzutage einer der umstrittensten Wissenschaftszweige. Das Aussterben dieser Arten vor Tausenden von Jahren hat dazu geführt hat, dass sich die Ökosysteme wahrscheinlich neu ausgerichtet haben.

Das heutige Europa ist kaum darauf vorbereitet ausgestorbene Arten zu beherbergen, ohne ein Ungleichgewicht in den Ökosystemen zu verursachen.

Die Pferdeart: Equus lenensis

Equus lenensis lebten in Beringia, das im späten Pleistozän dem Norden Kanadas, Alaskas und Sibiriens entsprach. Es wird angenommen, dass die erwachsenen Tiere ein dickes Fell hatten, um sich vor der Kälte zu schützen.

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Das Equus lenensis gehört bereits zur Gattung der Equus, das sind Pferde, die im Pleistozän lebten. Es wird angenommen, dass Pferde von einem kleinen pflanzenfressenden Säugetier mit Fingern abstammen, das als Eohippus bekannten ist.

Später wuchsen sie zu den Vorfahren der Pferde heran und ihre Finger wurden dann zu Hufen. So machten sie vor fünf Millionen Jahren der Gattung Equus Platz. Auch die Tierart Equus lenensis und das heutige Pferd gehören zu dieser Gruppe.

Vermutlich begann sich das Wildpferd Equus lenensis zusammen mit anderen nahen Verwandten vor rund 15.000 Jahren durch die Beringia-Brücke in der ganzen Welt auszubreiten.

Vor 10.000 Jahren starben dann alle Pferde, einschließlich der Art Equus lenensis, in Nordamerika aus.

Möglicherweise starben diese Wildpferde im Paläolithikum deshalb aus, weil sie von Menschen gejagt wurden, was zum Beispiel durch Fossilien und Höhlenmalereien dokumentiert wird. 

Doch andere Pferdearten wurden domestiziert. Heute gibt es keine richtigen Wildpferde mehr, die einzige noch lebende Unterart ist das Przewalski-Pferd. Mustang-Pferde sind keine Wildpferde, denn sie stammen von europäischen Hauspferden ab.

Das letzte freie Przewalski-Pferd wurde jedoch 1969 gesichtet. Diese Rasse ist deshalb noch erhalten, weil sie in Gefangenschaft weitergezüchtet wurde, um sie am Leben zu erhalten.


Alle zitierten Quellen wurden von unserem Team gründlich geprüft, um deren Qualität, Verlässlichkeit, Aktualität und Gültigkeit zu gewährleisten. Die Bibliographie dieses Artikels wurde als zuverlässig und akademisch oder wissenschaftlich präzise angesehen.


Boeskorov, G. G. (2004). The North of Eastern Siberia: Refuge of Mammoth Fauna in the. Gondwana Research7(2), 451-455.


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