Umarmung für das Haustier: warum ist das gut für deine Gesundheit?

· 6. Mai 2019
Wenn du dein Haustier umarmst, dann kann das sehr vorteilhaft für deine Gesundheit sein. Doch was tun, wenn Fellnase und Co. sich dabei nicht wohlfühlen? Ganz einfach, auch durch Streicheleinheiten, Kraulen und ein Gespräch kannst du von dem Gesundheitsnutzen profitieren.

Neuerdings haben manche Wissenschaftler ihre Meinung dazu geäußert, dass eine Umarmung für das Haustier vielleicht nicht das Beste ist.

Es mag sein, dass das einigen Hunden nicht besonders gefällt, deshalb ist es immer wichtig, sich an ihrer Körpersprache zu orientieren. Allerdings gibt es auch manche Fellnasen, die eine Umarmung lieben!

Außerdem hat dies auch viele erstaunliche Vorteile und Nutzen für dich. Einige der besten Effekte geschehen, wenn du Umarmungen verteilst.

Überraschende Effekte von einer Umarmung für das Haustier

Dein Haustier zu umarmen wirkt nicht nur entspannend für deinen Geist, sondern auch für deinen Körper. Während einer Umarmung reduziert sich dich Herzfrequenz und das Gehirn setzt Oxytocin frei. Das geschieht sowohl bei Menschen als auch bei Hunden und hat eine wichtige Auswirkung auf unseren Körper.

Wenn Stressreaktionen aufgrund einer erniedrigten Herzfrequenz und Wellen von Glückshormonen besänftigt werden, dann arbeitet der Körper nicht mehr Überstunden. Das hilft, Unwohlsein, Erschöpfung und Schmerz zu lindern.

Die Umarmung gibt beiden Seiten das Gefühl von Zugehörigkeit

Wenn wir unser Haustier umarmen, so fühlen wir uns enger mit ihm verbunden und dieses Gefühl teilen wir mit Fellnase und Co. Unsere Haustiere brauchen Berührung, um Zugehörigkeit und Befriedigung auszudrücken. Wir Menschen sind da nicht wirklich anders.

Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass Babys, die im ersten Lebensjahr viel Hautkontakt mit ihrer Mutter haben, weniger unter Schlafstörungen, Koliken und sogar Erkältungen oder Fieber leiden.

Den Stubentiger umarmen

Das alles liegt daran, dass wir durch eine Umarmung tief in unserem Inneren fühlen, dass wir am richtigen Ort sind. Es gibt viele Geschichten von Hunden in Tierheimen, die ihr Vertrauen in Menschen verloren haben. Sie gewannen es wieder, weil geduldige Menschen sie sanft berührten.

Durch Hautkontakt mit deinem Haustier bekommst du mehr Selbstbewusstsein und einen Sinn für Liebe

Es ist kein Geheimnis, dass wir Menschen Verbindung, Zuneigung und Liebe durch eine Umarmung ausdrücken. Erhalten wir viele Umarmungen, so fühlen wir uns sicherer und würdiger.

Das teilt uns mit, dass wir etwas richtig gemacht haben, weil so viele Menschen uns ihre Zuneigung ausdrücken möchten.

Haustiere umarmen sich zwar nicht gegenseitig, doch sie erkennen die Umarmung als einen menschlichen Ausdruck der Zuneigung an. Umarmst du sie, so möchten sie gleich wieder die gleiche Handlung durchführen, die dich zu der Umarmung gebracht hat.

Unser Lesetipp: So drückt dein Hund seine Zuneigung aus

Dadurch spüren sie mehr Sicherheit in unserer Freundschaft und es erhöht sich ihr Selbstbewusstsein, wenn sie wissen, dass sie gute Wesen sind.

Für ein Haustier ist es lebenswichtig, sich geliebt zu fühlen, um eine gute Lebensqualität zu haben.

Durch eine Umarmung können schlechte Gewohnheiten ausgemerzt werden

Es ist auch überraschend, dass die Umarmung dem Haustier dabei helfen kann, schlechte Angewohnheiten zu überwinden.

Kommt dein Hund von der Straße, dem Tierheim oder einem Haushalt, wo er missbraucht wurde, dann ist es ganz normal, dass er problematisches Verhalten an den Tag legt.

Mädchen umarmt Hund

Aus Angst kann es zu Unfällen oder Aggressivität gegenüber Menschen kommen. Bringen wir ihnen bei, dass sie in uns vertrauen können und wir sie umarmen dürfen, dann gewinnen sie damit auch an Sicherheit und legen ihr Angstverhalten ab.

Wie berührt man ein Haustier, das nicht umarmt werden möchte

Wie schon am Anfang dieses Artikels erwähnt, gibt es manche Hunde, die einfach nicht gerne umarmt werden. Einige Tierärzte und Verhaltensforscher kamen zu dem Schluss, dass Hunde sich durch eine Umarmung gefangen und ängstlich fühlen können.

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Lernst du mehr über die Körpersprache deines Hundes, so kannst du verstehen, ob ihm deine Art der Streicheleinheiten gefallen oder nicht. Zieht dein Hund von deiner Brust weg oder dreht seinen Kopf weg, wenn du ihn umarmst, dann gefällt ihm das vielleicht einfach nicht.

Achte auf eng angelegte Ohren, darauf, ob er sich von dir entfernt, wenn du dich zu einer Umarmung annäherst oder ob er Geräusche von sich gibt, die darauf hinweisen könnten, dass ihm diese Art der Zuneigung nicht passt. Du kannst ihm deine Liebe ja auch anders zeigen.

Bist du dir nicht sicher, ob dein Hund gerne umarmt wird, dann kraule ihm einfach den Bauch oder hinter den Ohren, damit er weiß, wie sehr du ihn magst.

  • https://www.nytimes.com/2016/04/28/science/can-you-hug-your-dog-yes-but.html
  • https://company.justfoodfordogs.com/top-ten-reasons-why-you-should-hug-a-dog-today/