6000 Hunde profitieren von ComeDog

4. Februar 2018
Ein Hundeliebhaber hatten eine geniale Idee, wie er den Hunger unzähliger Straßenhunde stillen kann.

Der Tierarzt und zoologische Experte aus Puerto Colombia, Juan Manuel Montoya, hat eine Idee zur Fütterung und Verbesserung der Lebensqualität von unzähligen Straßenhunden entwickelt: ComeDog.

Um seine Idee zu verwirklichen, lief er mit Futter für die herrenlosen Tiere durch die Stadt. Jedoch reichte die Zeit nicht aus, um alle Tiere zu versorgen,  deshalb suchte er im Internet nach Lösungen und fand dabei die Futterstelle der Schauspielerin Jimena Hoyos, einer großen Hundeliebhaberin.

Die Anfänge des Projektes „ComeDog“

ComeDog

Aufbauend auf diesem Modell hat Juan Manuel mit einem Designer eine Futterstation nach seinen Vorstellungen entwickelt.

„Ich habe sie in meinem Stadtteil aufgebaut. Danach habe ich ein paar Fotos auf Facebook hochgeladen, die sehr viel Aufmerksamkeit erregten. Ein paar Leute haben mir geschrieben ‚Ich wollte schon immer einen Futterspender bauen aber wusste nicht wie‘. So erreichte das Projekt Bekanntheit“, sagt Montoya.

Der ComeDog kann nur von Privatpersonen erworben werden. Es wird ein Infoblatt gesendet mit allgemeinen Informationen zu dem Projekt sowie Formulare zum Ausfüllen und danach wird der Versand in die Wege geleitet.

„Ich verkaufe die Futterspender nicht an Unternehmen, nur Wohltätigkeitsorganisationen oder Privatpersonen können sie erwerben. Der Grund dafür ist einfach: das Ziel ist die Futterspender jemandem zu geben, der auch wirklich sachgemäß und verantwortungsbewusst damit umgeht“, erklärt der Erfinder.

Wie funktioniert der Futterspender?

Der Futterspender kann 5 bis 18 Kilogramm Futter und 8 Liter Wasser aufnehmen und funktioniert nach dem Prinzip der Schwerkraft. Wenn die Tiere fressen, rutscht das vorhandene Futter immer weiter nach unten. In Kolumbien existieren ungefähr 380 solcher Futterspender, mit denen etwa 6000 Hunde im ganzen Land versorgt werden.

Es geht jedoch nicht darum, immer mehr Futterspender zu verkaufen, sondern zu erreichen, dass keine Hunde oder Katzen auf der Straße ein düsteres Dasein fristen müssen. 

Hunde, die auf diese Weise gefüttert werden, werden anschließend sterilisiert und zur Adoption freigegeben. Das Projekt „ComeDog“ ist so gut angekommen, dass es bereits auch in anderen iberoamerikanischen Ländern umgesetzt wird.

Wie entstand ComeDog?

Fünf Frauen starteten das Projekt. Sie haben mit einem sozialen Netzwerk Kontakt aufgenommen, zusammen alle Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit für den guten Zweck bewertet und danach die ersten Schritte in die Wege geleitet.

Die nächste Phase des Projektes war, Juan Manuel Montoya Pardo zu kontaktieren, einen jungen Tierarzt aus Armenia, der in Barranquilla lebt und sich von der Idee der Schauspielerin Jimena Hoyos inspirieren ließ. Der Plan, Futterspender für Straßenhunde zu entwickeln nahm langsam Formen an.

„Wir haben keine genauen Zahlen darüber, wie viele Straßenhunde es tatsächlich in Neiva gibt, aber nach Angaben der Umweltpolizei sind viele streunende Hunde im Leasburg-Park unterwegs, die ersten, die in den Genuss des ersten ComeDog-Futterspenders in Neiva kommen werden.

Zudem wird dieser Bereich von der Nationalpolizei geschützt, so kann verhindert werden, dass die Futterpsender zerlegt oder zerstört werden“, sagt Rosnayra Córdoba.

Ausreichend Futter und Wasser

Der ComeDog-Futterspender ist aus verzinktem Blech gefertigt und kann ein Gewicht von 22 Kilogramm an Futter aufnehmen. Eine Schiebetür ermöglicht es, das Futter einzufüllen, das später von den Hunden gefressen wird.

Jede Seite des Futterspenders besitzt Vorrichtungen, die es ermöglichen, die Behälter mit etwa vier Liter Wasser zu befüllen. Der Spender hat ungefähr eine Höhe von 1,20 Metern.

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Aktionen und Unterstützung für das Projekt ComeDog

Projekte wie diese werden von unterschiedlichen Aktionen begleitet:

  • Gesucht wird Unterstützung bei der Befüllung der Behälter mit Futter,
  • für die Übernahme von Patenschaften zur Sterilisation der Tiere und
  • die Sensibilisierung der Menschen für die Umwelt.
  • Auch Unterstützung für Kampagnen für die Adoption von Hunden ist wichtig,
  • die Teilnahme an Sterilisations-, Fütterungs- und Entwurmungsaktionen,
  • die Übernahme einer Patenschaft für einen ComeDog-Futterspender oder die Suche nach geeigneten Orten, um diese aufzustellen.
ComeDog Station für Straßenhunde

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Für mehr Information kann man die Organisation per E-Mail unter [email protected] kontaktieren oder ihr auf den sozialen Netzwerken folgen:

  • Homepage: www.comedog.org
  • Facebook: Proyecto ComeDog
  • Twitter: @proyectocomedog
  • Instagram: @come_dog
  • YouTube: Proyecto ComeDog

Spenden für ComeDog

Das Futter in den ComeDog-Futterspendern wird mit Spenden von Mitgliedern und Unterstützern des Projektes finanziert. Damit die Behälter immer mit Futter befüllt werden können, kann jeder ein paar Münzen oben in den Futterspender werfen. Mit dem gesammelten Geld wird alle 15 Tage neues Futter gekauft.

An den Orten, wo die ComeDog-Futterspender aufgebaut werden, sind die Anwohner dafür verantwortlich, dass die Behälter immer mit genügend Nahrung befüllt sind und nicht beschädigt werden.

Es handelt sich um eine phantastische Initiative und ein tolles Beispiel für Solidarität und soziale Anteilnahme.

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