Was fressen Pumas und wie jagen sie?

Pumas ernähren sich hauptsächlich von großen Tieren, allerdings fressen sie auch kleine Wirbeltiere. Hier kannst du mehr über die Fress- und Jagdgewohnheiten der Berglöwen erfahren.
Was fressen Pumas und wie jagen sie?

Letzte Aktualisierung: 28. Mai 2022

Menschen fürchten den Puma von allen Katzenarten von alters her am meisten. Dank seiner Schläue und seiner unglaublichen Kraft kann er Beute erlegen, die viel größer ist als er selbst. In diesem Artikel erfährst du alles über die  Fress- und Jagdgewohnheiten des Pumas und kannst diese faszinierende Tierart gefahrlos von zu Hause aus erforschen. Außerdem ist es wichtig, die Jagdgewohnheiten dieser Art kennenzulernen, um sie besser schützen zu können.

Merkmale des Pumas

Der Puma, der auch als Berglöwe bekannt ist, gehört zu den fleischfressenden Säugetieren aus der Familie der Felidae, die auf dem ganzen amerikanischen Doppelkontinent beheimatet ist. Sein Lebensraum erstreckt sich dort über eine Vielzahl von Biomen. Der Puma kann sich leicht anpassen und ist auf diese Weise ein Generalist, weil er nicht auf ein bestimmtes Gebiet festgelegt ist.

Obwohl er größer ist als manch andere Katzenart, teilt der Puma mehr Eigenschaften mit den kleineren Katzenarten, denen er auch taxonomisch zugeordnet ist – so zum Beispiel die Fähigkeit zu schnurren.

Gegenwärtig sind zwei Hauptunterarten des Pumas anerkannt, verglichen mit den 32, die am Ende des 20. Jahrhunderts bestimmt wurden. Die beiden Hauptunterarten sind die folgenden:

  • Der Puma (puma concolor concolor), auch südamerikanischer Puma. Diese Unterart lebt in ganz Südamerika, vor allem in der südlichen Andenregion. Im Laufe dieses Artikels werden wir erläutern, dass diese Unterart noch weitere verwandte Unterarten hat.
  • Der Puma (puma concolor), auch Silberlöwe, Berglöwe oder Kuguar: Diese Unterart kommt in Nordamerika (dort nur noch in wenigen Gebieten) und in ganz Mittelamerika vor.

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What pumas eat.

Was Pumas fressen

Der Puma ist eine rein fleischfressende Raubkatze. Er ist ein Raubtier, was bedeutet, dass seine Aufgabe in der Nahrungskette allein darin besteht, Pflanzenfresser zu fressen.

Zu seiner bevorzugten Beute gehören große Huftiere und Neuweltkamele (Lamini), aber er kann auch kleine Säugetiere und Vögel fressen, denen er habhaft werden kann. Diese generalistischen Gewohnheiten sichern sein Überleben, denn in seinem Lebensraum konkurriert er mit anderen großen Raubtieren wie dem Jaguar oder dem Grizzlybären.

In einem Jahr verzehrt ein einzelner Puma etwa 860 – 1300 Kilogramm Fleisch, was etwa 48 Huftieren und anderen Tieren entspricht.

Der Puma lauert auf seine Beute, während er sich im hohen Gras oder auf felsigen Vorsprüngen versteckt hält. Dort wartet er auf den geeigneten Moment, um seine Beutetiere aus dem Hinterhalt zu überfallen. Wenn es sich um ein großes Tier (z. B. ein Reh) handelt, ist die einzige Möglichkeit, es zu erlegen, indem er die Beute mit seinen Reißzähnen am Hals packt, auf die Luftröhre drückt und es durch Ersticken und Ausbluten tötet.

Wenn es ihm gelingt, große Tiere zu erbeuten, schleppt der Puma sie an einen sicheren Ort, bevor er sie frisst. Er kann mit der Beute fast einen Kilometer zurücklegen, um einen optimalen Platz zu finden.

Die Beute des Pumas und seine Fressgewohnheiten variieren je nach Region, in der das Tier lebt. Deshalb stellen wir dir in den folgenden Absätzen genauere Informationen über die einzelnen geografischen Gebiete zur Verfügung, in denen der Puma vorkommt.

Was Pumas in Nordamerika fressen

In dieser Region gibt es die Unterart, die gemeinhin als Puma bekannt ist. Seine Nahrung besteht zu 68 % aus großen Tieren, darunter Weißwedelhirsche, Maultierhirsche und Elche. Im südlichsten Teil Nordamerikas, in der Region um den Bundesstaat Florida herum, werden diese Beutetiere durch Wildschweine und Gürteltiere ergänzt.

Beutetiere des Pumas in Mittelamerika

In Mittelamerika fressen Pumas kleinere Beutetiere. Huftiere, die seltener vorkommen, machen hier nur 35 % seines Speiseplans aus. In diesen Regionen ernährt er sich hauptsächlich von großen Nagetieren, wie Wasserschweinen und Stachelschweinen, kleinen Wirbeltieren und Hasentieren.

Was Pumas in Südamerika erbeuten

In Südamerika ist der Puma großflächig verbreitet. Aus diesem Grund wurden mehrere Unterarten anerkannt (wie wir bereits erklärt haben), die alle mit der Unterart Puma concolor concolor gleichzusetzen sind:

  • Nördlicher südamerikanischer Puma, Puma concolor concolor.
  • Östlicher südamerikanischer Puma, Puma concolor anthony.
  • Puma des südlichen Südamerikas, Puma concolor puma.
  • Argentinischer Puma, Puma concolor cabrerae.

In diesen Regionen konkurriert der Puma am meisten mit anderen Raubtieren; große Beutetiere sind hier am rarsten. Deshalb ernährt er sich in diesen Regionen von kleineren Tieren und geht dafür häufiger auf die Jagd. Zu seinen bevorzugten Beutetieren gehören Hirsche, Nasenbären und Vögel.

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Warum es wichtig ist, den Puma zu schützen

Der Puma spielt – wie alle großen Raubtiere – eine wichtige Rolle in seinem jeweiligen Ökosystem. Studien über seine Fressgewohnheiten haben gezeigt, dass die Anwesenheit von Pumas ein Indikator für die gute Qualität des Bioms ist, da Pumas für gewöhnlich Gebiete bevölkern, in denen es reichlich Beute gibt.

Andererseits gehört der Puma zu den Arten, deren Populationsdichte als Einzelgänger gering sind, die aber eine große Verbreitung haben. Das bedeutet, dass das Sterben eines einzelnen Pumas das ökologische Gleichgewicht in einem ausgedehnten Gebiet beeinflusst.

Derzeit hat diese Art auf der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature (IUCN) den Status geringfügig bedroht. Der Puma steht unter Artenschutz. Die größten Bedrohungen, denen er ausgesetzt ist, sind die illegale Jagd und die Zerstörung seines Lebensraums. In bestimmten Gebieten Nordamerikas, in denen Pumas gezwungen sind, sich von Weidevieh zu ernähren, werden die Tiere außerdem vom Staupevirus befallen, das bei Hunden in dieser Gegend vorkommt.

Wie du siehst, sind alle Ebenen der Nahrungskette für das Gleichgewicht eines Ökosystems notwendig. Auch wenn niemand auf seinen Reisen einem Puma gegenüber stehen möchte, erkennen wir ihm das Recht auf Leben zu. Dadurch tragen wir zum Lebenskreislauf in vielen verschiedenen Ökosystemen bei.

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