Das Capybara: Wissenswertes und Kuriositäten

Das Capybara ist das größte Nagetier der Welt. Es ist bei uns auch als Wasserschwein bekannt. Erfahre mehr über dieses eigenartige südamerikanische Tier.
Das Capybara: Wissenswertes und Kuriositäten

Letzte Aktualisierung: 02. Juli 2021

Das Capybara gehört zu den größten Nagetieren der Welt. In manchen Regionen ist es auch als Chigüire oder Wasserschwein bekannt.

Der Name dieses kleinen Tieres stammt vom Guarani Kapiÿva, was so viel wie “Herr der Weide” bedeutet. Sein wissenschaftlicher Name ist “Hydrochaeris”, das griechische Wort für Wasserschwein.

Merkmale

  • Gattung: Hydrochoerus
  • Spezies: Hydrochaeris
  • Länge: (ausgewachsen) etwa 1,1 bis 1,3 Meter
  • Gewicht: (ausgewachsen) 35 bis 66 kg
  • Höhe: (ausgewachsen) 50 bis 64 Zentimeter
  • Trächtigkeitsdauer: 130 bis 150 Tage

Hauptcharaktere

Das Capybara ist ein Pflanzenfresser. Seine Ernährung besteht hauptsächlich aus Gras und Wasserpflanzen. Gelegentlich stehen auch weiche Baumrinden, Früchte und Beeren sowie Zuckerrohr und Mais auf dem Speiseplan.

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Darüber hinaus praktiziert das Wasserschwein Koprophagie: das heißt, dass es gelegentlich seine eigenen Exkremente verzehrt. Auf diese Weise kann es die meisten Nährstoffe aus der Nahrung gewinnen und die schwer verdauliche Pflanzencellulose verwerten.

Capybara

Welche Tiere stellen eine Bedrohung für das Capybara dar?

Seine natürlichen Feinde sind einige Katzen wie Pumas, Jaguare oder Ozelots. Auch Kaimane, Krokodile, Waldhunde, Anakondas und Adler. Das Capybara ist ein sehr auffälliges Nagetier, hat jedoch einen langsamen und schwerfälligen Gang.

Verbreitungsgebiet und natürlicher Lebensraum

Das Wasserschwein ist in ganz Südamerika zu finden, immer in unmittelbarer Nähe einer konstanten Wasserquelle.

Die größte Anzahl von Wasserschweinen findet man in den gemeinsamen Savannen von Kolumbien und Venezuela. Auch im Norden Argentiniens und im ganzen Amazonasgebiet sind diese Nager zu finden.

Lebensstil des Capybara

Es ist ein sehr geselliges Säugetier. Das Capybara lebt in Gruppen von bis zu 30 Mitgliedern, hauptsächlich aus Sicherheitsgründen, um sich vor Raubtieren zu schützen. Auch wenn es sich mehrmals im Jahr paart, ist die Hauptsaison am Anfang der Regenzeit im April und Mai.

Die Herden bestehen in der Regel aus einem dominanten Männchen, das von mehreren Weibchen und deren Jungen umgeben ist. Normalerweise gibt es nicht mehr als ein männliches Mitglied in der gleichen Gruppe, da nur einer das Fortpflanzungsrecht bei den Weibchen besitzt.

Das Capybara schläft sehr wenig. Fast immer morgens, zwischen den Büschen an den Flussufern. Auch während der Mittagsstunden, nachdem es sich im Schlamm gewälzt hat, um die hohen Temperaturen erträglicher zu machen, ruht es gerne.

Diese Nagetiere kommunizieren miteinander durch Laute. Bei Gefahren stoßen sie einen Alarmton aus, der dem Bellen eines Hundes sehr ähnlich ist.

Als Zeichen der Unterwerfung erzeugen sie auch ein Schnurren, das dem einer Katze sehr ähnelt. Schrilles Pfeifen, Grunzen oder laute Geräusche werden als Zeichen der Zufriedenheit verwendet.

Kuriositäten

Das Capybara im Wasser

Um die Männchen von den Weibchen zu identifizieren, ist es nur notwendig, die Duftdrüse auf der Schnauze zu beobachten.

Die männlichen Exemplare haben in dieser Zone eine weißliche und klebrige Substanz; es ist ein Konzentrat, mit dem sie ihre Herrschaft über den Rest der Mitglieder der Herde markieren.

Das Capybara lebt in einem hierarchischen System. Um innerhalb der Gruppe aufzusteigen, tragen männliche Mitglieder ständig Kämpfe aus.

Das Männchen ist auch promiskuitiv und kann mehrere Partner im Laufe seines Lebens haben. Obwohl die Anzahl der “Gefährtinnen” immer proportional zur Fähigkeit ist, aus den Kämpfen mit seinen Kameraden als Sieger hervorzugehen.

Dieses Tier kann bis zu fünf Minuten unter Wasser bleiben, ohne zum Atmen auftauchen zu müssen. Diese Fähigkeit, kombiniert mit seinen Schwimmqualitäten, nutzt es gewöhnlicherweise aus, um über die Flussströmung und die Tiefen einiger Lagunen seinen Feinden zu entkommen.

Heutzutage ist es eine stark bedrohte Art. Seit Jahren leidet das Capybara unter den Folgen der wahllosen Jagd, vor allem wegen des Geschmacks und der Weichheit seines Fleisches. Auch durch die verschiedenen Verwendungszwecke seiner Haut.

Das Capybara als Haustier?

Diese Spezies kann auch als Haustier gehalten werden. Manche Wasserschweine lernen sogar, einfache Befehle auszuführen, wie sich zu setzen oder geduldig darauf zu warten, dass ihr Futter serviert wird.

Außerdem sind sie äußerst fügsam. Sie genießen es, von ihren Besitzern verwöhnt zu werden und lieben auch die Gesellschaft von anderen Tieren, wie Hunden und Katzen.

In Gefangenschaft muss dieses Tier genügend Wasser zu Verfügung haben, wo es ihm jederzeit möglich ist, vollständig zu tauchen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass es eine Hautkrankheit entwickelt; dies könnte ernste Folgen haben.

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